PDR 463/8/A6

Was bedeutet der Titel dieses Beitrages? Ganz einfach, es bezeichnet den Ort wo wir hier in Portugal leben. PDR ist die offizielle Abkürzung für Praia d’el Rey, 463 ist das Condominium, 8 die Hausnummer wo unsere Wohnung A6 in der obersten Etage liegt.

Zwischen November 2024 und Februar 2025 haben wir unsere Wohnung komplett renovieren lassen. Neuer Fussboden, neue Bäder und neue Küche. Wir sind vom Resultat begeistert. Die Umbauarbeiten wurden während unserer Abwesenheit durchgeführt und alles hat tip top geklappt. ich hatte aber auch nie einen Hauch eines Zweifels, dass etwas nicht funktionieren könnte. Unser Bauleiter und der Küchenbauer haben einwandfreie Arbeit geleistet.

Aber bis dann wirklich alle Details fertig waren wurde es doch Ende März. Das Resultat ist aber so schön, dass wir den anfänglichen Schmutz, die Wochen ohne Küche oder eingeschränkter Küche schon fast wieder vergessen haben. Sind wir nun fertig? Nein; wir möchten noch zwei Jalousien elektrifizieren und lassen uns einen neuen Esstisch und Beistelltisch aus portugiesischer Korkeiche produzieren.

Und hier nun ein paar Eindrücke wie die Wohnung beim Kauf und nach dem Einzug ausgehen hat und wie sie sich jetzt präsentiert:

Erste Reihe jeweils Foto beim Kauf, in der Mitte, wie es nach unserem Einzug aussah und ganz rechts, wie es aktuell aussieht.

Beim Eingang zur Wohnung können wir gemütlich an der Morgensonne frühstücken. Die 3 farbigen Behälter gehören zum Standard-Recycling. In ganz Portugal bedeutet gelb = Plastik und Aluminium, blau = Papier und Karton und grün = Glas. Unsere 3 Behälter werden wöchentlich geleert. Dieser «Vorplatz» zur Wohnung ist wie ein zusätzliches Zimmer – und nein, es wird hier nichts gestohlen. Portugal gehört zu den sichersten Ländern in ganz Europa.

Das Wohnzimmer war uns beim Kauf zu «rustikal und kitschig» und die Vorhänge waren voll Schimmel und alles müffelte schrecklich.

Mit unseren Möbeln gefiel es uns schon besser, aber Boden und Cheminée war immer noch nicht unser Styl.

Jetzt mit dem neuen Boden und dem schnörkellosen Cheminée (inkl. Palletofen) fühlen wir uns richtig wohl.

Ebenfalls eine grosse Veränderung sieht man in den Schlafzimmern (eines haben wir als Büro umgenutzt)

…und den zwei Bädern:

aber die grösste Veränderung ist die Küche. Nun ist sie modern, offen und mit viel Stauraum. Ausserdem ist die Arbeitshöhe um 10cm höher als vorher. Die Portugiesen sind eher klein gewachsen, so dass ich beim «schnippseln» immer Rückenschmerzen bekommen hatte.

Sicher gibt es einige von Euch, denen die «ursprüngliche» Einrichtung, der ländliche Bodenbelag und die traditionelle Küche besser gefallen hat. Aber ist das wichtig? Nein – denn einzig und allein wir sollen uns hier wohl fühlen, und das tun wir zu 100%. Und noch was: live sieht es noch viel besser aus als auf den Fotos, kommt uns doch mal besuchen. Das sehr angenehme Raumklima, die Meeresbrise und das Rauschen der Wellen kann ich leider nicht auf Fotos bannen.

Was geblieben ist, ist die wunderbare Umgebung und die phänomenale Aussicht aufs Meer und den Golfplatz.

Vilamoura ist nicht mehr was es mal war

Die letzten zwei Winter haben wir ganz oder teilweise in Vilamoura verbracht. So dachten wir, auch diesen Winter knapp 2 Monate dort zu verbringen, bevor wir weiter nach Spanien gehen. Wir haben sogar die Wohnung unserer Freundin zur Nutzung bekommen. Aber Vilamoura hat sich verändert, und das unserer Ansicht nach nicht positiv. Besonders Dom Pedro Golf hat erstens die Mitgliedschaften von 3 Monaten abgeschafft und auch das Programm «Frequent Player» wird ab 2025 nicht mehr angeboten. Dann sind die zwei Topplätze «Victotria» (wegen Umbau) und «Old Course» aus dem Memberprogramm gestrichen. Der Old Course kostet jetzt über 200 Euro; wir hatten den die letzten zwei Jahre in unserer Mitgliedschaft und so umgerechnet unter 30 Euro pro Runde bezahlt.

Ein weiter Punkt ist, dass es einige Geschäfte und Restaurants (z.B. Teppan Yaki) nicht mehr gibt. Alles zusammen hat uns dazu bewogen, nur bis zum 10. Dezember in Vilamoura zu bleiben und dann 4 Wochen früher als geplant nach La Zenia zu gehen. Ausserdem werden wir dort Juzis, unsere Golffreunde aus der Schweiz treffen. Sie sind ebenfalls von Anfang Dezember bis zum März in La Zenia 🙂

Und drittens sind die Golfplätze an der Algarve überfüllt und sehr teuer geworden. Mit CNIG können wir zwar für 35 Euro spielen, aber nur zwei Tage im Voraus reservieren. Eine TTime für zwei Spieler zu finden ist dann gar nicht so einfach, und den «Normalpreis» für das Greenfee sind wir nicht (mehr) bereit zu zahlen. Deshalb heisst es schon bald wieder «Bye bye Vilamoura».

Bye Bye Paradies

In wenigen Tagen werden wir Praia d’el Rey verlassen. Wenn wir so auf die letzten 4 Monate zurückblicken, die wir nun hier sind erkennen wir, was in dieser kurzen Zeit alles gegangen ist. Neues Heim beziehen und nach unserem Gusto einrichten. Viele neue Menschen kennenlernen und uns in der PDR-Community einleben. Die Umgebung erkunden. Auch die Vorbereitung auf die anstehenden Renovationsarbeiten haben viel Zeit gebraucht und wir sind gespannt, wie die Wohnung Ende Februar aussehen wird, wenn wir wieder zurück sind. Ich kann die Einzelheiten in meiner Vorstellung sehen, aber in echt wirkt dann alles sicher noch viel besser.

Nun wird es Richtung Süden nach Vilamoura gehen, wo wir unsere Freundin Kate treffen und dann Ihre Wohnung bis Ende Jahr haben dürfen. Sicher treffen wir auch Anne und Ben wieder und wer weiss, wen sonst noch. Wir werden jedoch nicht mehr Mitglied vom Dom Pedro Golf, da dort die Ttimes zuerst and die Greenfee-Spieler gehen und nicht an die Mitglieder. Dank unserer Mitgliedschaft im Praia d’el Rey und West Cliffs, können wir aber mit CNIG praktisch alle Plätze in Portugal für unter 35 Euro spielen. So werden wir in den 6 Wochen Algarve, die verschiedenen Golfplätze im Süden Portugals spielen.

Anfang Januar fahren wir dann nach Spanien, genauer gesagt nach La Zenia. Dort hatten wir auch schon Februar und März 2024 verbracht. Die Gegend und vor allem die vielen Golfplätze hatten uns sehr gut gefallen, so dass wir entschieden haben, auch das Jahr 2025 dort zu beginnen. Wie es der Zufall so will, werden unsere Freunde Zita und Jürg ebenfalls in La Zenia sein. So hoffen wir, ein paar Golfrunden zusammen zu spielen, wenn es in der Schweiz schon fast nie geklappt hatte 😉

Hier noch ein paar Eindrücke, wie wir unsere Wohnung in PDR für den Umbau geleert haben. Die Küche wurde durch das Broki bereits vorher abgeholt und die restlichen Möbel werden wir während den Umbauarbeiten einlagern lassen.

Alles für die Abholung schön verpackt

Mit dem Lift ist es einfach, alles vom 2. Stock runter zu bringen.

Alles leer. Wir sind gespannt, wie es dann im Frühling mit dem neuen Boden und der neuen Küche aussieht.

Jeannie hat alles aus sicherer Umgebung beobachtet. Schon wieder umziehen finden sie doof (wir auch), aber im Frühling kommen wir wieder.

Von der Ferienwohnung zu unserem Heim

Die Wohnung, die wir gekauft hatten war zwar möbliert und eigentlich war alles vorhanden. Aber die Einrichtung war typisch für Ferienwohnungen, viel Billiges und «Schnörkel-Design». Das ist nicht unsere Welt und nicht die Wohnung, in der wir uns wohlfühlen. Deshalb haben wir praktisch alles dem örtlichen Brokenhaus verschenkt und Kerstin hat die ganze Wohnung gründlich geputzt.

Die ersten Wochen galten deshalb dem Entsorgen, neue Möbel, Rollos, Pfannen etc. zu suchen, kaufen und meist auch selber aufzustellen. Nach gut drei Wochen sieht es nun fast so aus wie wir es gerne hätten. Wir haben noch weitere Pläne (neue Küche, neue Bäder, neuer Boden, neuer Anstrich), diese werden wir evtl. im Winter machen lassen, wenn wir nicht hier sind. Aber zumindest können wir uns nun entspannt auf die Terrasse oder ins Wohnzimmer setzen und uns mit Blick auf den Atlantik nicht sattsehen.

Unser neues Zuhause liegt direkt am Meer und wir lieben es am Strand spazieren zu gehen oder von der Wohnung aus auf das Meer zu gucken; egal ob bei Tag oder bei Sonnenuntergang.

…und auf einer solchen Terrasse schmeckt das Essen doppelt so gut…

Hier noch ein paar Bilder von der Wohnung, wie sie jetzt aussieht.

Aus Plan B wird Plan A

Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht. So haben wir innerhalb weniger Tage nach der Absage für das Wohnmobil unsere Traumwohnung in Portugal gefunden. Es ist eine Attikawohnung mit Sicht auf den Atlantik (Abendsonne) und den Golfplatz Praia d’el Rey. Einzug wird der 1. Juli 2024 sein. Los geht’s einen Nachmieter für unsere Wohnung in Wettingen zu finden, unser Hab-und-Gut einzupacken und nach Portugal zu ziehen.

Wir freuen uns auf unser neues Zuhause mit Blick auf den Atlantik und auf viele schöne Golfrunden auf dem Westcliff, Praia d’el Rey und Royal Obidos.

Unser Plan ist gestorben…

Unser Plan war es, uns ein Reisemobil bauen zu lassen, in 1 bis 2 Jahren unsere Wohnung aufzugeben und ins Reisemobil zu ziehen. Damit wollten wir quer durch Europa reisen, von Spanien bis zum Nordkap und von Portugal bis nach Ungarn. Dabei hätten wir die über 1400 Golfplätze von Golfandmore gespielt. Anfang April waren wir diesbezüglich in der Nähe von Stuttgart bei einem Fahrzeugbauer, der uns unser Reisemobil genau nach unseren Wünschen gebaut hätte.

Um unser Reisemobil, ein Iveco Daily 7.5 t, fahren zu können, benötigt man den Führerschein Kat. C1. Seit Wochen bin ich daran, die Theorie für dafür zu lernen und sobald der Lehrnfahrausweis kommt, nähme ich Fahrstunden. Bis zum Juli ist dann alles unter Dach und Fach – dachte ich. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Bei der ärztlichen Untersuchung, die für den Lehrnfahrausweis C1 notwendig ist, stellte sich heraus, dass die Sehstärke meines rechten Auges für C1 ungenügend ist. Innerhalb einer Minute ist unser Plan «Leben und Reisen im Wohnmobil» gestorben. Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht einen Plan B hätten. Einen kurzen Moment war ich enttäuscht, aber schon auf dem Weg vom Arzt nach Hause dachte ich mir, dass dies sicher für etwas gut sein wird. Zu Hause erklärte ich, dass wir unseren Plan B nun zu Plan A machen.

Wir kommen wieder

Noch 2 Tage und wir sind schon wieder unterwegs Richtung Norden. Unsere dritte Überwinterung in Portugal und/oder Spanien neigt sich dem Ende zu. Die Zeit vergeht viel zu schnell, aber wir kommen nächstes Jahr wieder in den Süden. Wir haben diesen Winter verschiedene Destinationen angeschaut. Ganz gut hat uns das Angebot von PT Golf an der Westalgarve (Quinta do Algarvio) gefallen, aber auch die Spanische Region um La Zenia (Costa Blanca) hat es uns angetan. Könnt Ihr unser Dilemma sehen 😉 ?

Vor unserer Rückreise in die Schweiz geniessen wir nochmals den spanischen «Winter» bei 21°C und Sonne pur am Pool unserer Unterkunft. Richtig Lust zum Einpacken sieht anders aus.

Zurück in Vilamoura

Nach zwei Wochen in Praia d’el Rei sind wir an die Algarve nach Vilamoura gefahren. Eine kurze Fahrt von nur gut 3 Stunden. Hier haben wir dieselbe Wohnung wieder bezogen, die wir im März verlassen haben. Obwohl es nur eine auf Zeit gemietete Wohnung ist, kam es uns vor wie «nach Hause kommen». Auch wussten wir schon, wo wir was einkaufen können und wie wir die Wohnung für die nächsten 2 1/2 Monate einrichten werden. Nebst der sonnigen Terrasse, wo wir nach dem Golf oder nach einem Ausflug unseren fast täglichen Apéro geniessen, schätzen wir die Nähe der 5 Dom Pedro Golfplätze sehr. Wir müssen nie mehr als 6 Minuten fahren und sind schon auf super schönen Golfplätzen. Es kann gut sein, dass wir nächsten Winter wieder hierher kommen, es sei denn, wir fahren wo anders hin ;-). Spanien reizt uns halt auch immer noch, vor allem der Sprache wegen.

…es ist aber nicht immer so schönes Wetter wie auf diesen Fotos. Heute Sonntag, 22.10.2023 wenn ich diesen Blog schreibe regnet es in Strömen, dafür nur einmal 😉 Der perfekte Tag um die Website zu aktualisieren oder das neue Handy unter schimpfen einzurichten (Kerstin), damit wieder alles läuft. Da das Wetter auch morgen nochmals gleich versch… sein soll, gönnen wir uns einen Verwöhnungstag mit Hotstone-Massage.

Umzug in eine neue Wohnung

Die Prado Villa in Vilamoura war eigentlich sehr schön, auch wenn sie etwas «spartanisch» ausgestattet war. Mit dem Kauf von ein paar Kleinigkeiten konnten wir uns so einrichten, wie es uns gefällt. Leider hatten wir jedoch an fast allen Fensterrahmen, an der Decke des Badezimmers und noch an ein paar anderen Orten Schimmel. Trotz mehrmaligem Intervenieren bei der Rezeption wurde das Problem nicht behoben. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine neue Unterkunft zu suchen. Diese fanden wir ein einer tollen 3 1/2 Zimmer Wohnung mit grosser Terrasse ebenfalls in Vilamoura in der Überbauung «Janelo do Oceano», ganz in der Nähe der Golfplätze Milenium, Laguna und Victoria. Unseren Grill haben wir ebenfalls mitgenommen und bereits leckeren Fisch gebraten. Die Wohnung verfügt zwar auch über einen Gasgrill, aber auf Holzkohle gebraten schmeckt es halt noch einmal besser.

Die Wohnung wurde 2021 neu renoviert und gefällt uns sehr gut. Die Bilder der Aussenansicht und der Terrasse folgen sobald das Wetter wieder etwas besser ist. Zur Zeit haben wir hier die stärksten Unwetter seit Jahren (gemäss News aus der Schweiz). So schlimm empfinden wir das gar nicht; es regnet zwar häufig, aber die Temperaturen sind immer noch sehr angenehm bei 20 Grad. Ab und zu können wir sogar noch Golfen; nur meine neue Drohne DJI Mini 3 Pro kann ich wegen dem Wind noch nicht ausprobieren. Ich hoffe, bald darüber berichten zu können.

unsere neue Wohnung von oben und die Aussicht über Vilamoura