Umzug in eine neue Wohnung

Die Prado Villa in Vilamoura war eigentlich sehr schön, auch wenn sie etwas «spartanisch» ausgestattet war. Mit dem Kauf von ein paar Kleinigkeiten konnten wir uns so einrichten, wie es uns gefällt. Leider hatten wir jedoch an fast allen Fensterrahmen, an der Decke des Badezimmers und noch an ein paar anderen Orten Schimmel. Trotz mehrmaligem Intervenieren bei der Rezeption wurde das Problem nicht behoben. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, eine neue Unterkunft zu suchen. Diese fanden wir ein einer tollen 3 1/2 Zimmer Wohnung mit grosser Terrasse ebenfalls in Vilamoura in der Überbauung «Janelo do Oceano», ganz in der Nähe der Golfplätze Milenium, Laguna und Victoria. Unseren Grill haben wir ebenfalls mitgenommen und bereits leckeren Fisch gebraten. Die Wohnung verfügt zwar auch über einen Gasgrill, aber auf Holzkohle gebraten schmeckt es halt noch einmal besser.

Die Wohnung wurde 2021 neu renoviert und gefällt uns sehr gut. Die Bilder der Aussenansicht und der Terrasse folgen sobald das Wetter wieder etwas besser ist. Zur Zeit haben wir hier die stärksten Unwetter seit Jahren (gemäss News aus der Schweiz). So schlimm empfinden wir das gar nicht; es regnet zwar häufig, aber die Temperaturen sind immer noch sehr angenehm bei 20 Grad. Ab und zu können wir sogar noch Golfen; nur meine neue Drohne DJI Mini 3 Pro kann ich wegen dem Wind noch nicht ausprobieren. Ich hoffe, bald darüber berichten zu können.

unsere neue Wohnung von oben und die Aussicht über Vilamoura

Mein erster Flug

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein «Vor-«Weihnachtsgeschenk gemacht. Und zwar habe ich mir die DJI Mini 3 Pro Drohne gekauft. Die Akkus habe ich alle aufgeladen und die Bedienungsanleitung «überflogen». Heute war es dann soweit. Ich bin auf den Millennium Golfplatz gefahren, da dieser für ein paar Tage geschlossen ist. Das ist das ideale Gelände für meinen ersten Flug. Das Putting-Green dient als grosse Start-/Landefläche. Kurz zusammengefasst: es macht mega Spass, ist aber nicht so einfach, wie ich gedacht habe. Hier meine ersten Drohnenaufnahmen:

..und mein erstes Video mit iMovie auf meinem neuen Macbook geschnitten ist auf unserem YouTube-Kanal

Heimaturlaub

Vom 30. November bis 7. Dezember mache ich eine Woche Heimaturlaub. Diese Woche ist vollgespickt mit schönen Begegnungen. Am 1.12.2022 war ich am ASGI Weihnachtsapéro im Hotel Züriberg. Bei einem feinen Fondue traf ich viele Golffreunde. Am 2.12.2022 traf ich mich am Mittag mit ehemaligen Arbeitskollegen der arwo und am Abend war ich (und alle anderen Pensionäre der HINT AG) zum Weihnachtsessen im Mühlerama in Seon eingeladen. Am Samstag genoss ich ein feines Raclette mit meinen Eltern und am Sonntag feierten wir «Weihnachten» mit meinem Bruder und meinen Eltern bei köstlichem Rehrücken im Landgasthof Rössle in Berau. Am Montag trafen wir meine Tante in Rubikon und am Dienstag nach Coiffeur und Podologie ein paar Mitarbeitende aus meinem HINT Team. Die Woche ging super schnell vorbei und am Mittwoch um 6.25h hob schon wieder mein Flug von Basel nach Faro ab. Es war eine super schöne Woche aber viel zu kalt und viel zu grau. Neben Kerstin, meinen kleinen zwei Katzen habe ich v.a. das schöne Wetter und das Golfen vermisst. Die nächsten 4 Monate geniesse ich wieder an der Algarve.

Weihnachtsessen mit meinen Eltern und meinem Bruder. Einfach köstlich.

Eagle – ist meine Baisse im Golf vorbei?

Ausser einer super Runde vor ein paar Tagen (siehe mein bester Golftag) liess mein Golf seit Wochen zu wünschen übrig. Aber vielleicht ist ja meine Baisse endlich vorbei. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die nächste Runde von morgen auf dem Laguna Course. Auf dem Old Course spielte ich nicht nur 38 Punkte (36 Punkte = Handicap gespielt), sondern ich spielte auf dem Loch 9 (Par 4) einen Eagle. Das heisst ich lochte mit dem zweiten Schlag ein. Für jeden Golfer ein super Gefühl. Es ist nun schon mein dritter Eagle in meiner knapp 20 jährigen Golflaufbahn. Gerne dürfen noch mehr folgen. Am 29.11.2022 spielen wir dann ein Turnier auf dem Laguna Course; da wird sich zeigen ob ich die Baisse wirklich überwunden habe und ich mein Handicap runterspielen kann.

Der beste Golftag?

In letzter Zeit spiele ich leider unterirdisch Golf. Das heisst nicht, dass ich unter dem Fairway oder Green die Bälle schlage sondern, absolut katastrophal spiele. Es ist zum verzweifeln und Kerstin meinte schon, dass sie mich bewundere, denn sie hätte schon lange mit dem Golf aufgehört, wenn sie so schlecht spielen würde wie ich aktuell. Da Kerstin alle unsere Runden in ihrem Handy «scoremässig» festhält, kann ich mir mein Spiel ganz genau vor Augen führen. Das Schlimme ist, dass ich nicht weiss, was ich falsch mache. Ich erreiche pro Runde so 20 – 25 Punkte (36 sollten es sein, um das Handicap zu spielen) und ich benötige 100 und mehr Schläge auf die 18 Löcher.

Umso erstaunter, erfreuter und glücklicher war ich am letzten Samstag auf dem Dom Pedro Millenium Course. Wir hatten uns mit unserer neuen Golfkollegin Kate verabredet. Das Wetter war perfekt, Sonnenschein pur und 22 Grad. Nicht zu kühl und nicht zu heiss. Was den Unterschied zu anderen Golfrunden machte weiss ich nicht, aber ich spielte meine beste Golfrunde «ever». 43 Punkte und nur 87 Schläge – ein grossartiges Gefühl, von dem ich leider nur ein paar Stunden zehren konnte, da ich am Sonntag bereits wieder auf meinem aktuellen tiefen Niveau von 25 Punkten spielte. Aber nichts desto trotz, ein kurzes Aufflackern meines Potentials. Ich wünsche mir bald mehr davon erfahren zu dürfen.

Kerstin und Kate begleiteten mich auf meiner bisher besten Golfrunde

Noch besser essen als Gott in Frankreich

Wir essen nicht wie die Götter in Frankreich, sondern noch viiiieeel besser. Wir haben uns einen kleinen Holzkohlegrill gekauft (60 Euro inkl. Zubehör und Holzkohle), denn wir lieben Fisch und Gemüse vom Grill. Zur Einweihung gab es Doradenfilet und einen Lachs/Thunfisch-Spiess. Dazu leckeren Gemüsereis. Habe gehört, dass Gott soeben von Frankreich Richtung Algarve reist.

Mittagessen am Meer

Auf Empfehlung einer englischen Bekannten, die zeitweise hier in Vilamoura wohnt, haben wir mit dem Fahrrad einen Ausflug ans Meer zu einem der besten Restaurants gemacht. Dieses liegt direkt am Meer und beim Rauschen der Wellen und Blick aufs Meer genossen wir einen Vino Verde und einen fangfrischen Fisch vom Grill. Was gibt es Schöneres? Wir haben auch gleich nochmals für nächsten Sonntag Nachmittag und für Weihnachten reserviert.

Mit dem Fahrrad fuhren wir rund 20 Minuten von den Prado Villas dem Meer entlang zum BJ’s Fischrestaurant

Ausflug nach Tavira und ein Fado Konzert vom Feinsten

Am Samstag, 5. November fuhren wir nach Tavira, ein hübsches Städtchen ca. 45 Minuten östlich von Vilamoura. Ein kurzer Bummel durch die Stadt zur Burg, von wo man eine gute Übersicht über den Ort hat und danach ein Fado Konzert. Fado ist die traditionelle Musik von Portugal. Hier ein Link zu Youtube.

Auf der Burg von Tavira hat man einen schönen Blick über die Stadt. Aber auch die Burg mit der Kirche ist sehr pitoresk.

Fado ist die typische Musik von Portugal. Auch wenn ich die Texte nicht verstanden habe, sicher ging es um Liebe, Sehnsucht und Heimweh.

Mit Strebels auf dem Victoria Course

Hans und Susann haben für zwei Wochen Besuch aus der Schweiz. Jacqueline und Marcel Strebel verlängern die Golfsaison hier in Vilamoura. Meist spielen die vier zusammen, aber am Freitag 4. November hatten wir die Ehre mit Strebels auf dem Victoria Course zu spielen. Ein paar Tage nach dem Profiturnier der European DP World Tour zeigt sich der Victoria Course als ein anderer Platz, als wir vor zwei Wochen gespielt haben. Die Greens sind schnell und die Roughs unheimlich hoch und dicht. Ein Ball, der nicht auf dem Fairway liegt findet man nur per Zufall, wenn man gerade über dem Ball steht. Trotzdem hat uns die Runde sehr gut gefallen.

Bootsausflug zu den Höhlen von Benagil

Obwohl wir «golfangefressen» sind und vor allem ich mich nach einer Runde Golf bereits auf die nächste freue, unternehmen wir ab und zu auch Ausflüge in die Umgebung, wo wir gerade sind. Die Algarve ist u.a. auch bekannt für die steilen Küsten und Höhlen (die meist nur vom Boot aus zu sehen sind). Um nicht ganz als «Kulturbanausen» dazustehen, haben wir zusammen mit unseren Freunden Susann und Hans eine Bootstour zu den Benagil Höhlen gemacht.

Fazit: Ganz nett, einmal gesehen OK, aber müssen wir das nächste Jahr nicht wieder machen…

Der Küste entlang Richtung Westen fahren wir bis zu den Benagil Höhlen

Wie man Golf auch spielen könnte

An diesem sonnigen und warmen Sonntag – dem 30.10.2022 – fahren wir mit unseren Fahrrädern zum Dom Pedro Victoria Golfplatz. Hier findet das Portugal Masters der DP World Tour statt. Wir wollen mal sehen, wie man Golf auch spielen könnte und ob wir von den Profis noch was abgucken können. Es ist zwar beeindruckend, wie weit und zum Teil präzise die Cracks den Ball schlagen, aber auch die besten der Besten machen ab und zu dieselben Fehlerschläge wie wir Amateure. Ausserdem müssen wir feststellen, das Golf spielen viel mehr Freude bereitet als Golf zusehen. Deshalb freuen wir uns schon wieder auf die nächste Runde Golf auf einem der wunderschönen Dom Pedro Golfplätze.

Trotzdem ist es schön, die Profis, welche man sonst nur vom Fernseher her kennt hautnah mitzuerleben. Auf den Fotos Sebastian Heise (D) und Eduardo Molinari (IT). Die ganz grossen Namen fehlen jedoch, da diese nicht in Europa sondern in den USA spielen, wo das Preisgeld das Mehrfache von hier ist.

Nachtessen mit Tamifrei und Strebels

Seit einer Woche sind nun auch Susann Tamisier und Hans Frei hier in Vilamoura. Sie haben die Villa Nr. 14 gleich neben uns gemietet und überwintern mit uns bis Ende März hier an der Algarve. Gestern bekamen die Zwei bereits ihren ersten Besuch; Jacqueline und Marcel Strebel werden für zwei Wochen hier sein. Es ist schön bekannte Gesichter zu sehen und Schweizeredeutsch zu hören/sprechen.

An der Marina von Vilamoura gibt es fast unzählige schöne Restaurants. Wir genossen einen gemütlichen Abend mit leckerem Essen im Thai Marina.

Marcel und Jaqueline
Susann und Hans
Kerstin und Peter

Ausflug ans Meer (Praia do Arrifes und Secco Sagres)

An unseren golffreien Tagen machen wir Einkäufe, geniessen das Nichtstun oder erkunden die Umgebung. Am 14.10.2022 fuhren wir von Vilamoura Richtung Westen ans Meer. Zuerst nach Praia do Arrifes und dann weiter nach Secco Sagres. Wir sind aber weder Wasserratten noch Strandlieger, so haben wir einfach die schöne Landschaft genossen und Fotos gemacht.

Praia do Arrifes

Secco Sagres

Wieder in Portugal

Nach einem schönen Sommer in der Schweiz, wo wir v.a. die Besuche bei meinen Eltern genossen, viele Freunde getroffen und auch viel Golf gespielt haben, sind wir Ende September wieder Richtung Süden gefahren. Nach 3 Tagen Fahrt sind wir in Vilamoura an der Algarve angekommen und haben unser kleines Häuschen in den Prado Villas bezogen. Die Nummer 13 wird uns für die nächsten 6 Monate sicher viel Glück bringen. Vieles haben wir mitgebracht, trotzdem haben wir noch ein paar Kleinigkeiten gekauft, damit wir uns hier richtig wohl fühlen. Ebenfalls haben wir mit einem Zaun unsere Terrasse «gesichert», so dass unsere zwei Lieben nicht abhauen können und wir uns nicht sorgen müssen.

Erste Eindrücke vom Haus, der Umgebung und unserer ersten Golfrunde auf dem Dom Pedro Millenium Platz seht Ihr hier. Ich bin gespannt, was wir diesen Winter alles erleben und über was ich Euch berichten kann.

Die erste Runde Golf auf dem Dom Pedro Millenium Course

Unser Aufenthalt in der Schweiz – Wohnen und Golf

Wohnen / Unterkünfte

Wir haben an drei verschiedenen Orten gewohnt. Zuerst in Erlinsbach, wo ich mich nicht richtig wohl fühlte (siehe Bericht «…es sollte ein schöner Sommer werden». Nach unserer Englandreise, wohnen wir für 2 1/2 Monate in Aarau, in der Wohnung von Lars und Lilian, die von April bis anfangs September den Pacific Crest Trail wandern. Und bevor wir anfangs Oktober wieder nach Süden ziehen, haben wir uns an der Neustrasse in Wettingen eine neue Bleibe eingerichtet. Einen «Abstellraum» haben wir zu unserem Schlafzimmer umfunktioniert und einen Drittel des Schulungsraumes zu unserem Wohnzimmer abgetrennt. Eine kleine Küche ist ebenfalls vorhanden, so dass wir in Zukunft für unsere Aufenthalte in der Schweiz jeweils in Wettingen logieren werden.

Golf

10 Clubs mit einer Mitgliedschaft spielen, das ist PPG

Wir haben im Golfclub Wylihof eine Schnuppermitgliedschaft gekauft. Somit hatten wir das Recht, auf 10 verschiedenen Golfplätzen kostenlos zu spielen. Dies nutzten wir ausgiebig und haben insgesamt über 50 mal auf diesen Plätzen gespielt, so dass sich eine Runde Golf auf rund CHF 50 beläuft – ein guter Preis für die Qualität der Plätze. Am meisten spielten wir in Heidental, das von unseren Unterkünften am nächsten lag. Obere Alp und Engelberg spielten wir vor allem, wenn es im Unterland heiss war und wir die etwas tieferen Temperaturen in der Höhe genossen. Lavaux, Interlaken spielten wir, als wir sonst dort in der Gegend waren und nach Gstaad haben wir mal einen Tagesausflug gemacht. Wir planen auch im 2023 wieder bei einem PPG-Platz eine Mitgliedschaft zu kaufen.

HIO Schlägerfitting in Lugano

Aber zuerst wollte ich mir ein Geschenk machen. Schon lange freute ich mich auf ein Schläger-Fitting bei HIO in Lugano und auf neue Golfschläger. Die bisherigen sind nun 7 Jahre alt und da Golf nun noch mehr Zeit in meinem Leben einnimmt, dürfen es auch wieder einmal neue Schläger sein. Die bisherigen werden nun von Marco, einem ehemaligen Arbeitskollegen weitergespielt, der neu mit dem Golf begonnen hat.

ASGI Bündner Classic

Vom 11.-13. September nahmen wir an der ASGI Bündner Classic Teil. Das ist eine Turnierserie mit drei Turnieren; je auf den Plätzen Bad Alvaneu, Davos und Bad Ragaz. Bilder folgen. Das Wetter war wunderbar; im Bündnerland spricht man von einem Indian Summer. Es waren drei perfekte Golftage und der Stein war an allen drei Tagen trocken ==> siehe Bild Wetterstation – den Stein sieht man links von Kerstin 😉

Genussreise ins Piemont

Unsere Genussreise mit der Familie wird schon zur Tradition. Bereits zum dritten Mal sind wir (meine Eltern, mein Bruder und Kerstin) im Spätsommer für ein paar Tage ins Piemont gefahren. Wir übernachten jeweils im Hotel i Castelli in Alba, welches ideal und zentrumsnah gelegen ist. Tagsüber besuchen wir Weingüter, degustieren und kaufen Weine. Abends schlemmen wir im Enoclub in Alba und im Bovio in La Morra, für mich das beste Restaurant. Wenn ich bei mini Beiz dini Beiz mitmachen würde, wäre dies das Restaurant, das ich wählen würde. Am Samstag assen wir in Mailand im Ribot noch zu Mittag, bevor wir dann nach Bad Ragaz fuhren, um an der ASGI Bündner Classic (3tägiges Golfturnier) mitzumachen. Vom Piemont hier ein paar Eindrücke und Erinnerungen.

Unser Aufenthalt in der Schweiz – Ausflüge

Verkehrshaus Luzern (08.06.2022)

Am 8. Juni fuhr ich mit dem Zug nach Luzern und nahm das Schiff zum Lido. Ich besuchte mit meinem Golffreund Fritz das Verkehrshaus Luzern. Das letzte mal war ich wahrscheinlich vor über 30 Jahren hier. Es gibt so viele Dinge zu sehen, so dass der Tag im Flug vorbei ging.

Tellspiele Interlaken (14.06.2022)

Zu Kerstins Geburtstag habe ich Ihr Tickets für die Tellspiele in Interlaken geschenkt. Dieses Freiluft Theater zeigt die Geschichte der Schweiz mit dem Schuss mit der Armbrust auf den Apfel von Willis Kopf und den Rütlischwur der drei Urkantone. Das Tell-Denkmal und die Rütliwiese wollen wir dann in echt auch noch besuchen, sobald wir das GA der SBB haben.

Mit dem GA unterwegs

Im Sommer 2022 ist es in der Schweiz fast zu heiss zum golfen. Drei Wochen sind wir nach England «geflüchtet» und vom 14.07.-13.08.2022 haben wir bei der SBB ein Schnupper GA für 340 Franken gekauft. Insgesamt haben wir dieses 19x genutzt:

Thun und Thunersee, Besuch von Renate in Luzern, Rigi und Vierwaldstättersee, Stoos, Schloss Heideck, Essen im Hiltl in Zürich, Technorama Winterthur, Basel Rheinschwimmen, Rundreise Basel-Delémont-Biel-Solothurn, Gruyere, Besuch von Brigitte in Reigoldswil, 1. August Feuerwerk in Basel, mit meinem Vater nach Locarno, Glacier 3000, Treffen in Oerlikon mit Sigi und Christa, Taufe von Felix in Glarus, Stanserhorn, Kreuzlingen/Stein am Rhein und Essen Moules et frites in Bern.
Von ein paar Ausflügen gibt es nachstehend Fotos und Berichte.

Thun und Thunersee (14.07.2022)

Per heute haben wir für einen Monat das SBB GA gekauft und können so alle öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Schiff, Bergbahnen) kostenlos nutzen. Als erstes haben wir einen Ausflug nach Thun gemacht und sind dann mit dem Schiff von Thun nach Interlaken gefahren. Bei diesem heissen Wetter war es auf dem Schiff doch noch einigermassen erträglich. Die Aussicht auf die Berner Alpen ist einfach wunderschön, wie im Bilderbuch. Wir begriffen, weshalb die Ausländer die Schweiz so lieben; wir tun es auch.

Rigi und Vierwaldstättersee (16.07.2022)

Ein weiterer heisser Tag in der Schweiz, welchem wir in die Berge entfliehen. Heute auf die Königin der Berge, die Rigi. Nebst dem Pilatus (werden wir am 21.07.2022 besuchen) einer der bekanntesten Berge der Region Luzern.

Mit dem Zug nach Arth Goldau und von dort mit der Zahnradbahn auf Rigi Kulm. Von hier hat mein eine super Weitsicht ins Schweizer Mittelland. Zu Fuss gehen wir eine 3/4 Stunde nach Rigi Kaltbad. Hier haben meine Eltern vor 55 Jahren geheiratet.

Von Rigi Kaltbad mit der Seilbahn nach Weggis und dann mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee nach Flüelen und dann nach Altdorf. Wir haben die Station «Rütli» gesehen, (aufs Rütli wollen wir auch noch einmal), die Tellsplatte und in Altdorf das Telldenkmal. Ein schöner Tag im Herzen der Schweiz.

Stoos – steilste Standseilbahn der Welt (20.07.2022)

Heute waren wir auf dem Stoos mit der steilsten Standseilbahn der Welt (110% = 47.7 Grad Steigung). Auf gut 1300 m ü.M. war es immer noch sehr warm, so dass wir im Stoosseeli unsere Füsse ins kühle Nass streckten. Zum baden war es uns das Wasser aber doch zu kalt.

Stoosbahn

Schloss Heidegg (21.07.2022)

Der heutige Ausflug ging nur ins Seetal. Mit dem Zug von Aarau über Lenzburg bis Heidegg. Von dort zu Fuss zum Schloss Heidegg. Der dortige Rosengarten wurde mir von meiner Kollegin Claudia empfohlen. Nach Besichtigung des Rosengartens (leider blühten noch nicht so viele Rosen), wanderten wir durch Wald und über Wiesen zurück nach Hitzkirch, von wo es wieder zurück nach Aarau ging.

Technorama (23.07.2022)

Wieder einmal nach über 30 Jahren besuchte ich das Technorama in Winterthur. Ein Ort, wo Physik erlebt werden kann.

Schwimmen im Rhein (25.07.2022)

An heissen Tagen wie heute, bei über 34° Grad im Schatten, gibt es fast nichts schöneres, als im Rhein zu schwimmen. Bei angenehmer Wassertemperatur von 25° Grad stiegen wir beim Tinguely Museum in den Rhein. Kleider, Handy etc. sind im Wickelfisch gut geschützt und geben gleichzeitig Auftrieb im Wasser. Der Ausstieg ist dann bei der Kaserne, wo wir am Rheinufer uns an der Sonne trocknen lassen. Ein erfrischendes Erlebnis, das wir sicher nochmals machen werden; die Aussichten zeigen, dass die Temperaturen noch sicher eine Woche heiss bleiben.

Mit den Schiff vom Bielersee nach Solothurn (26.07.2022)

Am heutigen Tag wollten wir per Zufallsapp die ÖV nutzen. Zuerst fuhren wir in Aarau von Gleis 12 fünf Stationen nach Gränichen. Hier ging es jedoch nur wieder zurück nach Aarau oder weiter nach Menziken. Schon nach einer halben Stunde fanden wir unsere Idee etwas doof. Aber wir versuchten es nochmals. Also zurück nach Aarau und den ersten Zug nehmen. Die Zufallsapp sagte fünf Stationen. Nach ca. 45 Minuten waren wir in Basel. Von hier geht es nach Frankreich oder Deutschland, wo unser GA nicht gültig ist. Zurück Richtung Zürich wollten wir nicht, also beschlossen wir ohne App, die S-Bahn Richtung Delémont zu nehmen. Von dort via Moutier nach Biel. In Biel fand 2002 die Expo statt; Erinnerungen kamen auf. Am See stellten wir fest, dass es eine Flussfahrt auf der Aare nach Solothurn gibt. Wir bestiegen das Schiff und fuhren 2 1/2 Stunden die Aare runter. Von Solothurn ging es dann mit dem Zug zurück nach Aarau. Auch mal spannend, wenn man am morgen bei der Abfahrt nicht weiss, wohin uns die Gleise und das Schiff führt.

Fondue und Alphornmusik – Nach viel Geduld ein Schweizer-Klischee-Tag in Gruyère (28.07.2022)

Eigentlich wollten wir um 12.15h in Gruyère sein, um dort ein Fondue und Raclette zu essen und danach die Cailler Schokoladenfabrik in Broc zu besuchen. Wir waren auch rechtzeitig aufgestanden, haben den richtigen Zug bis nach Bulle genommen, aber dort habe ich mich vertan und wir verpassten wegen 1 Minuten den Anschlusszug nach Gruyère . Der nächste Zug ging erst eine Stunde später, also beschlossen wir (ich), den Bus nach Broc zu nehmen und von dort nach Gruyère zu fahren. Nach einer Stunde waren wir aber wieder in Bulle und wieder um 1 Minuten den Zug nach Gruyère verpasst. Kerstin war not amused. Wir beschlossen zu Fuss nach Gruyère zu gehen, in 40 Minuten sollten wir dort sein. Dank Autostopp und einer kurzen Wanderung durch den Wald auf den Schlosshügel, waren wir um 14.00h endlich am Ziel. Wir stärkten uns mit Fondue und Raclette und zum Dessert Himbeeren mit Doublecrème. Dazu stilecht Alphornbläser und Fahnenschwinger. Schweizer-Klischee zum feinsten.

Glacier 3000 – A high level experience (04.08.2022)

Den Peak Walk by Tissot auf dem Glacier 3000 wollte ich schon lange mal machen. Auf knapp 3000 m ü.M. wurden zwei Berggipfel mit einer Hängebrücke verbunden. Am heutigen HItzetag (im Unterland 37°C) war es auf knapp 3000 m sehr angenehm mit 18°C und die Fernsicht war wunderbar. Wir schauten weit ins Welschland hinein, auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, auf den Mont Blanc und auch das Matterhorn war noch zu sehen.

Die Anreise führte via Spiez, Zweisimmen, Gstaad auf den Col de Pillon und von dort per Seilbahn auf den Gletscher. Die Rückreise über Les Diablerets, Aigle, Yverdon-les-Bains zurück nach Aarau. Wieder ein wunderbarer Ausflug. Weshalb in die Ferne schweifen, denn das Schöne liegt so nah.

Stanserhorn (10.08.2022)

Ein weiterer Punkt auf unserer Ausflugsliste war die Fahrt mit der «Cabrio-Bahn» aufs Stanserhorn. Wieder ein schönes und einzigartiges Erlebnis.

Vom Bodensee nach Stein am Rhein (11.08.2022)

Der letzte grössere Ausflug mit dem GA unternahmen wir nach Kreuzlingen und fuhren mit dem Schiff nach Stein am Rhein. Wir haben alle Ausflüge sehr genossen und können uns vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder für einen Monat ein GA zu kaufen und die Schweiz zu erkunden.

18 Ladies

Der heutige Beitrag ist v.a. für meine golfenden Leser bestimmt. Nicht weil ich die anderen ausschliessen möchte, aber weil Nicht-Golfer wahrscheinlich mit der Golfsprache nicht allzuviel anfangen können.

Für die Golfer unter den Lesern, die können diesen Abschnitt überspringen. Für alle Nicht-Golfer hier kurz erklärt, was im Golf eine Lady ist. Also erstens selbstverständlich die Damen, welche Golf spielen. Diese schlagen beim Abschlag ihren Ball vom Abschlag näher zum Loch (d.h. die Herren spielen zuerst und müssen über den Abschlag der Damen spielen. Wenn nun ein Herr mit seinem Abschlag nicht über die Abschlagsbox der Damen kommt, nennt man dies eine «Lady» und er Herr darf nach der Runde einen Apéro für die Gruppe bezahlen, in der er spielt.

Leider ist mein Golfspiel in den letzten 2 Wochen immer schlechter geworden und meine Eisenschläge sind einfach eine Katastrophe. Ich weiss, Susann hat mir schon lange empfohlen, halt mal zum Pro (Golflehrer) zu gehen. Jetzt bin ich an diesem Punkt angekommen und ich habe für Montag eine Pro-Stunde vereinbart. Der heutige Platz «Princes» ist wieder ein typischer Linksplatz und es wird der letzte Platz sein, den wir hier in England spielen, bevor wir am Samstag wieder in die Schweiz zurückfahren. Also um nicht ganz frustriert (golferisch) unsere Golfreise durch England abzuschliessen, habe ich mich entschieden, diese Runde ab dem Damenabschlag «rot» zu spielen. So konnte ich die ganze Runde (also 18 Löcher) nur mit Driver, Holz 5 und Chippen und Putten absolvieren und brauchte keine meiner Eisen zu spielen, die sowieso nicht gehen. Und siehe da, heute spielte ich so 35 Punkte, was deutlich über meinem 2-Wochen-Durchschnitt von 20 Punkten lag und verlor nur einen Ball ggü. ca. 10 pro Runde in den letzten zwei Wochen.

Kniesocken

Am 6. Juli haben wir gegen Abend noch den Royal Cinque Port Golf gespielt. Die Ttime haben wir bewusst auf 16.40h gelegt, da dies die erste Twilight Ttime war und mit £ 110 pro Person gerade noch erschwinglich. Das Wetter war wieder wunderbar und wir wollten wieder in Shorts spielen. Nicht schlecht staunten wir, als mir im Pro Shop mitgeteilt wurde, dass ich nur in langen Hosen oder mit Socken bis zu den Knien spielen darf. Anscheinend mögen sie hier keine Männerbeine (denn Kerstin durfte im Rock und kurzen Socken auf den Platz). Da die Socken besch….. aussehen, entschied ich mich, zurück zur Unterkunft zu fahren und mir lange Hosen anzuziehen. Aber entscheidet selber, ob Ihr die Socken gekauft hättet 😉

Der Platz an und für sich ist sehr schön, ein typischer Linksplatz eben. Hinter dem Deich (ohne Blick aufs Meer), flach mit schnellen Fairways und Greens und hohen Gräsern als Rough und tiefen Bunkern.

Celtic Manor Resort

Vom 3. bis 5. Juli haben wir bei schönstem Wetter die drei Plätze Montcomeri, Roman Road und 2010 im Celtic Manor Resort gespielt. Hier fand 2010 der Ryder Cup statt, den Europa mit 14 1/2 zu 13 1/2 Punkte gegen die USA gewann. Alle drei Plätze sind schön, wobei der Montcomeri der Platz ist, der die meiste Kondition fordert. Es geht dauernd rauf und runter. Für mich nicht ganz einfach, da ich den Bag trage (der Akku meines Jucad ist defekt). Der Ryder Cup Platz ist flach in einem Tal eingebettet mit sehr schönen Löchern.

Bristol

Heute (02.07.2022) haben wir mal wieder einen Golfpausetag eingelegt. In den kommenden fünf Tagen werden wir fünf verschiedene Golfplätze spielen. Aus diesem Grund wollten wir ausgeruht sein. Wer aber schon Städtetrips gemacht hat weiss, dass man an solchen Tagen viel zu Fuss unterwegs ist. Bei uns waren es heute 14 Kilometer. Nach einem kurzen Lunch wollten wir aufstehen, aber jemand hat uns Bleiplatten an die Füsse geschnallt. Jeder Schritt war sehr mühsam und wir sehnten uns, im Hotel aufs Bett zu liegen.

Bristol ist eine spannende Stadt. Wir besuchten das Hafenviertel, die Clifton Hängebrücke, das Museum und das restaurierte Schiff SS Great Britain und suchten in der Stadt die Kunstwerke von Banksy, einem lokalen und weltberühmten Künstler. Eigentlich wollten wir noch den englischen Garten der Universität von Bristol besuchen, aber unsere Beine streikten.

Der älteste Golfclub Englands – Royal North Devon

Bei trockenem Wetter, manchmal sogar mit etwas Sonnenschein spielten wir Royal Devon North, den ältesten Golfplatz Englands. Der erste Eintrag für den Clubmeister stammt aus dem Jahr 1864. Royal North Devon ist ein schöner Linksplatz. Wie schon gesagt, ich liebe Linksplätze, aber das heisst nicht, dass ich dort gut spiele. Ich strich die ersten zwei Löcher und brauchte bis zur vierten Bahn, bis ich ins Spiel fand. So sind meine 31 Punkte gar nicht so schlecht.

Dieser Platz ist noch ursprünglich, die Greenkeeper haben 4 Beine und blöken, wenn man das Green nicht trifft. Auf den Fairways muss man aufpassen, um nicht in einen Sch….haufen zu treten, der Wind weht ständig. Die Bunker sind manchmal tiefer als ich gross bin (siehe Bild).

Aber es macht Spass hier zu spielen!

Padstow Harbour

Der 28. Juni war ein verregneter Tag und wir beschlossen deshalb wieder einen golffreien Tag einzuschieben. Tripadvisor meinte, Padstow Harbour sei ein lauschiges typisches Fischerdorf, das auch in den Rosamunde Pilchner Filmen vorkommt. Also entschieden wir, uns dieses Fischerdorf anzusehen. Wir waren nicht die einzigen und so spektakulär wir Tripadvisor uns dies schmackhaft machte, war es nun auch wieder nicht. Aber der Spaziergang zum Aussichtspunkt über das Fischerdorf war doch schön. Wir haben uns mindestens etwas bewegt, wenn wir schon nicht golfen.

Blinde Löcher und einen Albatros

Von unserer Unterkunft «Oceanside Hotel» in Newquay hatten wir einen direkten Blick auf den Newquay Golfplatz und das Meer. Wir beschlossen jedoch einen Golf-Pausetag zu machen, da wir am kommenden Tag den Perranporth Golfplatz spielen wollten. Es zeigte sich jedoch, dass dies ein Fehler war. Der Newquay Golfplatz lag schön am Meer, war eher flach und mit breiten Fairways.

Newquay Golf und Meer – unsere Aussicht vom Zimmer

Beim Perranporth Golfplatz waren 16 der 18 Löcher «blind» und ich wusste meist nicht wohin ich spielen sollte. Das ist eine äusserst schlechte Kombination mit meinem aktuellen Spielniveau. Ich verlor unzählige Bälle und nach 18 Löchern erreichte ich gerade mal 20 Punkte. Was für ein Frust. Ich hasse dieses Spiel und trotzdem liebe ich es. Trotzdem gab es noch einen Albatros (im Golf sind das 3 Schläge unter PAR), aber natürlich nicht auf dem Golfplatz, sondern vor unserem Fenster auf dem Balkontisch.

Treewidden Garden – ein mal anderer englischer Garten

England ist für seine schönen Gärten bekannt und auch wir wollten einen davon sehen. Trewidden Garden lag nur zwei Meilen von unserer Unterkunft in Sennenrise entfernt. Auf seinen 6 ha zeigt der Garten eine der besten Sammlungen an Kamelien und Magnolien in England. Leider war es für die Blütezeit noch zu früh. Wir genossen zwar den Spaziergang durch den Garten resp. den Wald. Aber unter einem englischen Garten verstehe ich etwas anderes. Mal sehen, ob wir später auf unserer Reise doch noch einen typischen englischen Garten finden.

..überfordert

Dass ich ab und an beim Golfen überfordert bin, wissen meine Golfkollegen sicher. Das ist ja auch der Grund, dass ich vor ein paar Tagen im America Golfshop 120 Stk. Lakeballs gekauft habe. Eine 24er Packung ist inzwischen wieder auf den Golfplätzen verteilt 😉

Es ist vielleicht auch bekannt, dass ich Langusten und Krabben liebe. Deshalb habe ich in einem Pub, in welchem es fangfrische Krabben auf der Karte hatte, keinen Moment gezögert und mir diese Köstlichkeit bestellt. Dass die Krabbe als Ganzes und nicht zerlegt serviert wird, habe ich nicht erwartet. Ich war überfordert und «saute» den ganzen Tisch, mein Shirt und alles ein. Das Foto nach dem Verzehr erspare ich Euch. Aber es war einfach super lecker.

Lands End

Am westlichsten Zipfel von Grossbritannien bei Lands End schauten wir Richtung Amerika, aber nichts als Meer. Es ist hier nicht anders als am westlichsten Punkt von Europa in Portugal, wo wir anfangs Jahr waren. Felsen, Aussichtspunkt Richtung Amerika (ich fragte mich, wer zahlt für das Fernrohr um auf das Meer zu blicken?), Wind und touristische Kioske. Trotzdem war es schön, aber uns hätte die Aussicht vom Cape Cornwell Golfplatz gereicht.

Bei lands end ist es sehr windig

Hope Cove

Unsere heutige Unterkunft liegt in Hope Cove, direkt am Meer. Wir sind in einem Pub einquartiert und haben dort leckere Muscheln und einen fangfrischen Fisch gegessen. Dazu Cider, Weisswein und Malbec. Köstlich.

Etwas windig war es in Hope Cove, aber trotzdem sehr schön.

Sicht auf Hope Cove

…und heute kein Foto von mir. Nur Kerstin 🙂

Zwischenhalt in Stonehenge und 120 Golfbälle

Mein Golfspiel lässt im Moment etwas zu Wünschen übrig. Ein Engländer sagte uns, «today the golf went not right – everything went right». Aus diesem Grund mussten wir auf dem Weg nach Stonehenge im American Golf Store einen Zwischenstop einlegen, damit ich mir neue gebrauchte Bälle kaufen konnte. Ich habe mal 5 Packungen à 24 Bälle (Titleist Pro V1) für £17 pro Schachtel gekauft. Ich hoffe, das reicht bis zum Ende des Urlaubs.

Das Wetter war durchzogen und es tröpfelte immer wieder. So beschlossen wir heute nur Stonehenge zu besuchen und einen golffreien Tag einzulegen. Das gibt mir auch die Zeit, um im Pub «Fisherman’s Hunt», in welchem wir auch nächtigen, unsere Website wieder zu aktualisieren. Ich gebe mir Mühe, nun wieder regelmässiger zu berichten und ich freue mich auf die Feedbacks und Kommentare meiner kleinen, aber sehr geschätzten Leserschaft.

Da wir heute nicht Golf spielen, haben wir uns entschlossen, den rund 2 Kilometer langen Weg vom Besucherzentrum zu den Stones zu Fuss zu gehen und nicht den Shuttlebus zu nehmen. Schon aus der Ferne sahen wir den Steinkreis und von der Nähe sind die Megalithen schon beeindruckend.

Ausserdem habe ich, wie versprochen, auch mal ein Foto von Kerstin gemacht 😀

Von Folkstone der Küste entlang nach Seaford

England sieht immer noch so aus, wie wir es in Erinnerung haben. Die Häuser, entweder mit den «roten» Backsteinen oder in Naturfarben; alles etwas heruntergekommen und in den Hotels die Teppiche, die wahrscheinlich zu King Georges Krönung neu verlegt wurden. Aber auch das Wetter ist so, wie ich es in Erinnerung habe, viel Sonne, angenehme Temperaturen und viel weniger Regen als die meisten denken, wenn man vom englischen Wetter spricht.

Von unserem Hotelzimmer aus konnten wir aufs Meer sehen. Ein Foto des Zimmers ersparen wir Euch und unserer Erinnerung.

In Folkstone mussten wir zuerst für Konnektivität sorgen, da Peter (der Schreibende; also ich) die falschen Stecker-Adapter eingepackt hat. Aber bereits im ersten Geschäft, das wir aufsuchten, wurden wir fündig. Der nette Verkäufer hat kurzerhand bei unserer mitgebrachten CH-Steckleiste den Stecker abgeknipst und einen UK-Stecker montiert.

Unser erster Golfstop war der Seaford Head Golf Course. Ein etwas hügeliger Platz, aber mit atemberaubender Aussicht auf Seaford und die Seven-Sisters. So konnten wir das erste «Kultur-Higlight» direkt mit Golf verbinden.

Als die Sieben Schwestern (Seven Sisters) wird die Kliffküste die zwischen Eastbourne und Seaford gelegen ist, bezeichnet. Sie sind die eindrucksvollsten Klippen der South Downs in Sussex. Bei den Seven Sisters handelt es sich um eine Kette aufeinander folgender Kreidefelsen der Küstenlinie. Da es sich um acht Kuppen und sieben Senken handelt, ist strittig, ob sich der Name auf die Kuppen oder die Senken bezieht. Laut einer Ausstellung im Besucherzentrum des National Trust bei Birling Gap ist die Bezeichnung Seven Sisters um 1600 entstanden. Erst danach hat sich durch die kontinuierliche Erosion eine weitere Klippe, die achte Schwester, gebildet.

Sicht auf die Seven-Sisters von Loch 15 des Seaford Head Golf Club
…und Sicht auf die Stadt Seaford von Loch 2

Übernachtet haben wir einem B&B ohne Breakfast aber mit Sicht auf den Hafen. Das Zimmer und das Bett waren aber etwas klein für zwei.

Ich habe Glück, da ich die meisten Texte hier schreibe und unsere Website à-jour halte und Kerstin für die Fotos zuständig ist, bin ich öfter auf den Fotos. Aber ich gebe mir Mühe öfter mal auch ein Foto von Kerstin zu machen 😉

Reise durch Südengland – die Anreise nach Folkstone

Unseren Schweiz-Aufenthalt unterbrechen wir für 3 Wochen und reisen durch Südengland. Einerseits brauchen wir wieder einmal Ferien (die letzten liegen bereits über zwei Jahre zurück – März 2020 in Belek – und anderseits flüchten wir von der Hitze in der Schweiz und geniessen den englischen Sommer bei angenehmen 20 – 24 Grad.

vom 20. Juni – 9. Juli reisen wir durch den Süden Englands

Über Bergheim im Elsass fahren wir nach Calais, wo wir am Montagabend den Autozug durch den Eurotunnel nehmen. In Folkstone übernachten wir nach einer langen Anfahrt, bevor es dann Richtung Westen entlang der Südküste von England geht. Wir freuen uns auf vielen schönen Golfplätzen zu spielen und wenn ab und an mal etwas Kultur «mitgenommen» werden kann, machen wir auch das.

Bergheim im Elsass

Vor dem Verladen auf den Eurotunnel-Autozug, hatten wir noch Zeit für eine rasche 9-Loch Runde in Dünkirchen und ein Nachtessen in Calais. Für Nicht-Golfer sieht sowieso jeder Platz gleich aus; wir geniessen es aber, verschiedene Plätze zu spielen und nutzen fast jede freie Minute um einen neuen Platz kennenzulernen.

…es sollte ein schöner Sommer werden

Den Sommer 2022 haben wir mehrmals «umgeplant» von Bretagne über Peniche bis wir uns schlussendlich für die Schweiz entschieden haben, um öfters mal die Familie und Freunde zu sehen. Ursprünglich war dann geplant bei Freunden in Lenzburg zu wohnen. Leider haben diese zwei Wochen vor Einzug dann doch entschieden, dass es für sie nicht passt. So mussten wir sehr kurzfristig eine Unterkunft suchen. Kriterien: Katzen erlaubt und Terrasse, Nähe von Wettingen und Wylihof, wo wir eine Golfmitgliedschaft gekauft hatten. So kurzfristig ist dies nicht so einfach. Wir haben dann die Wohnung in Erlinsbach AG genommen, welche über eine grosse Terrasse für die Katzen verfügt. Vor allem Jeanny geniesst die Sonne auf der grossen Terrasse. Diese ist für uns jedoch trotz Grösse ungemütlich, da sehr zugig, lärmig von der Strasse Küttigen-Erlinsbach und die Gartenmöbel total unbequem, so dass wir kaum auf der Terrasse sind. Auch in der Wohnung fühle ich mich gar nicht wohl. Alles ist so, wie x-Jahre gebraucht und dann für die «Ferienwohnung» reicht es schon…..und das für über 3’300 Franken pro Monat. Ich zähle schon lange die Tage, bis wir am 19.06. hier ausziehen können und für drei Wochen nach Südengland fahren; so können wir hier in Erlinsbach früher raus 🙂

Wir hoffen, dass uns dann die Unterkunft ab Mitte Juli bei Lars und Lilian in Aarau besser gefällt.

Westcliff – einer der schönsten Golfplätze ausserhalb Schottlands

Auf den Westcliff waren wir besonders gespannt, wird er doch als einer der schönsten und besten Plätze in Europa genannt. Er soll aber auch extrem schwierig und ein «Ballfresser» sein. Wir haben während unseres Aufenthalts hier in Praia del Rey diesen Platz dreimal gespielt. Er ist wirklich super schön, mit vielen Dünen, spannenden Bahnen und wunderbaren Blicken auf den Atlantik. Aber entweder spielen wir nach 6 Monaten intensivem Golf schon viel besser oder der Platz ist doch nicht so schwierig wie befürchtet. Auf jeden Fall brauchten wir die extra gekauften Bälle nicht (ich habe je nach Runde zwischen einem bis fünf Bälle verloren – also nicht mehr oder weniger als auf anderen Plätzen) und für den Score von bis zu 33 Punkten muss ich mich nicht schämen. Für mich ist der Westcliff einer der schönsten und spannendsten Golfplätzen ausserhalb von Schottland. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich wilde Plätze mit Linkscharakter liebe, egal ob die Sonne scheint oder es windig ist und wir sogar zweimal verregnet wurden. Sicher kommen wir wieder einmal hierher. Hier ein paar Impressionen von unseren Runden:

Das schönste Loch – die Bahn 18

Ausflug nach Lissabon

Barbara wird am Samstag in die Schweiz zurückkehren. Das haben wir genutzt und sind mit ihr am Freitag 11. März 2022 nach Lissabon gefahren. Leider war das Wetter am Vormittag durchzogen, nachmittags schielte die Sonne ab und zu hinter den Wolken hervor. Trotzdem haben wir den gemeinsamen Stadtrundgang genossen, haben Apéro genommen und noch ein letztes gemeinsames Mittagessen bei der Markthalle verzehrt. Es war eine schöne Woche zusammen mit Barbara und sie wird uns auch nächsten Winter an der Algarve wieder besuchen.

Ein paar Impressionen von Lissabon….

Ausflug nach Baleal und Nazaré mit Freunden

An unserer neuen Destination in Praia d’el Rey haben wir Besuch von Freunden. Martin, ein ehemaliger Arbeitskollege von mir und seine Frau Adejane sowie Barbara, eine ehemalige Arbeitskollegin von Kerstin sind für ein paar Tage bei uns. Es ist schön, auch mal etwas Leben im Haus zu haben. Aus diesem Grund ist für uns heute auch ein golffreier Tag.

Nach einem leckeren Frühstück in einem Surfercafé spazierten wir gut 4 Kilometer am Strand von Baleal.

Nach diesem Spaziergang fuhren wir nach Nazaré, rund 50 Kilometer Richtung Norden. Adejane und Martin kennen dort ein typisch portugiesisches Restaurant. Die Fischplatte war einfach köstlich. Leider gibt es zu dieser Jahreszeit die bekannten grossen Wellen nicht, die diesen Ort zum Surferparadies Europas machen. Trotzdem hat uns die Sicht auf das Meer und das Städtchen Nazaré sehr gut gefallen.

…in Schottland, oder doch nicht?

Seit ein paar Tagen sind wir nun hier an der Silver Coast im Praia d’el Rey Golf Resort. Insgesamt gibt es hier vier Golfplätze, den Bom Successo, den Royal Obidos, den Praia d’el Rey und den West Cliff.

Gestern spielten wir den Bom Successo, etwas von der Küste entfernt. Die letzten paar Löcher sind sehr hügelig und die Qualität des Platzes entspricht auch dem relativ günstigen Greenfee. Der Praia d’el Rey, den wir heute spielten ist damit nicht zu vergleichen. Die Fairways schön grün und gepflegt und die Landschaft wild. Bei 10 der 18 Bahnen wähnt man sich auf einem Links-Course in Schottland. Auch mit dem starken Wind (40 km/h) dachten wir eher an Schottland als an Portugal. Aber das Wilde und Raue gefällt uns ja gerade so gut. Wir sind auf die anderen Plätze gespannt.

Unser Zuhause im Praia del Rey bei Peniche

Ausflug nach Sevilla

Als wir noch in Spanien waren, haben wir verschiedene Ausflüge in die Umgebung gemacht. Sevilla, die Hauptstadt von Andalusien, wollten wir ebenfalls besichtigen. Damals entschieden wir uns jedoch, diese Stadt erst von Portugal aus zu besuchen. Von Castro Marim aus liegt Sevilla nur 1 1/2 Autostunden entfernt. Mit knapp 700’000 Einwohnern ist Sevilla die viertgrösste Stadt Spaniens. Wir stiegen im Hotel Fernando III mitten in der Altstadt ab. Ein sehr schönes Hotel, von dem aus vieles zu Fuss erreichbar ist. Am ersten Tag nahmen wir den roten Sightseeing Bus um einen Überblick zu erhalten. Das Quartier der ehemaligen Weltausstellung ist nun ein Technopark, sieht aber etwas heruntergekommen aus. Jedes Land der spanischen Überseegebiete hat in der Stadt einen «Pavillon» gebaut, wobei es sich hier um mehr oder weniger grosse Gebäude handelt, in der heute Museen, Konsulate, Flamencoschulen etc. eingemietet sind.

Unserer Ansicht nach hat uns Valencia und Malaga wesentlich besser gefallen. Auch die Flamncoshow am Abend hätten wir uns sparen können. Aber man muss alles ausprobieren um zu wissen, was einem gefällt ;-). Mit den Fotos haben wir eine Erinnerung an diese Stadt, die wir aber nicht so bald wieder besuchen werden.

Milo entdeckt die Welt

Dass Milo neugierig ist und keine Angst kennt wissen wir ja bereits. Er fühlte sich an jedem neuen Ort sofort wohl und inspizierte im Haus alles. Aber das Haus ist nicht gross genug, deshalb zieht es Milo in die weite Welt, oder zumindest in die Natur vor unserem Haus. Hunger und Durst führen den Strolch aber immer wieder nach Hause.

Frühling im Januar

Wir geniessen das herrliche Wetter. Fast täglich haben wir einen wolkenlosen Himmel und Temperaturen von 18 bis 22 Grad. Auf dem Golfplatz Benamor und auch auf den Feldern der Bauern blühen bereits die Mandelbäume. Ein wunderbarer Duft liegt in der Luft.

Für uns kaum vorstellbar, dass es in der Schweiz jetzt kalt und nass ist und anstelle der Frühlingsgefühle die Winterkälte vorherrscht. Keine Frage für uns, auch den nächsten Winter werden wir wieder hier an der Algarve verbringen. Wir sind bereits am Erkunden von möglichen Unterkünften. Wir sind überzeugt, auch für den Winter 2022/2023 etwas Schönes für uns zu finden.

Fahrradtour in der Umgebung von Castro Marim

Castelo de Castro Marim – Ermida de San Antonio – Salzgärten

Die Umgebung von Castro Marim bietet sich an, mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Castro Marim hat eine Burg/Schloss, eine schöne Kirche auf dem Hügel, von dem man eine gute Weitsicht hat und Salzgärten. Bei schönstem Wetter aber etwas Wind sind wir wieder einmal mit dem Fahrrad unterwegs.

Nur ein paar Fahrminuten später erreicht man die Ermida de San Antonio und der Mühle. Eine Barrock-Kirche ebenfalls auf einem Hügel am Rande der Stadt Castro Marim.

Wir geniessen das schöne Wetter, die interessanten Sehenswürdigkeiten und vor allem, die grosse Freiheit, nicht mehr arbeiten zu müssen.

Ria Formosa, das wichtigste Naturschutzgebiet der Algarve, und der Sapal von Castro Marim und Vila Real de Santo António, das Schwemmgebiet des Flusses Rio Guadiana, sind zwei geschützte Gebiete, die man zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem Boot erkunden kann. Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet ist idyllisch.

Sonntagsausflug nach Santa Luzia

An diesem sonnigen und angenehm warmen (18 Grad) Sonntag, sind wir nach Santa Luzia (bei Tavira) gefahren. Dies ist die «Pulpo-Hauptstadt» von Portugal. Mit Susann, Hans und Silvia haben wir in einem kleinen Restaurant am Meer frischen Pulpo genossen.

Meeresbrise

Mit dem Fahrrad und mit dem Auto sind wir schon ans Meer gefahren. Die schönsten Strände und Beizen befinden sich in Monte Gorde, 14 km von unserem Zuhause. Es ist wunderbar die Sonne zu geniessen, die Wellen zu hören und dem Strand entlang zu spazieren.

Fischerboote am Strand von Monte Gordo
Am Meer mit dem Fahrrad. Wir geniessen es, nicht immer das Auto benutzen zu müssen.
…bald sind wir wieder zu Hause. Nur noch eine Steigung, aber mit dem eBike ist das kein Problem.

Apéro nach dem Golf mit Freunden

Nach dem Golf geniessen wir mit unseren Freunden Susann und Hans feine Apéros auf der Sonnenterrasse. Es ist schön, dass wir Susann und Hans auch hier sind. Die Golfrunden sind abwechslungsreich, da wir verschiedene Spielformen in Teams spielen, uns über Gott und die Welt unterhalten, gemeinsam Kochen und Essen und auch Gesellschaftsspiele machen können. Trotzdem hat jedes Paar sein eigenes Haus und auch Zeit für sich. Bis jetzt ist es eine gute Mischung.

@ Susann und Hans: schön dass Ihr hier seid!