Porto – Atlantikbrise statt Wüstensand

Porto – Atlantikbrise statt Wüstensand

Porto besticht durch seine Kontraste – von den prachtvoll gekachelten Fassaden bis zu den imposanten Brücken, die den Douro überspannen. Wir haben die Zeit genutzt, um die Stadt zu Fuss zu erkunden und die melancholische Schönheit des Nordens einzufangen. Aber wer uns kennt, weiss, dass wir ohne Golf nicht sein können: Bereits am zweiten Tag vermissten wir unser geliebtes Hobby und spielten deshalb anstatt einer weiteren Stadtbesichtigung den wunderschönen Linksplatz Estela Golf Club, etwa 45 Minuten nördlich von Porto. Einige mögen uns «Kulturbanausen» schimpfen, aber was stört uns das… wir sind halt eben Golf-Passionisten, smile.

Eindrücke von Porto

…und vom Estela Golf Club

Fort Bravo – Ennio Moricone lässt grüssen

Den Januar 2026 verbringen wir in Vera (Almeria), um eine weitere Region Spaniens kennen zu lernen. Rund eine Stunde von Vera entfernt befindet sich das Western Dorf «Fort Bravo». Anfang der 1970er Jahre errichtet, diente Fort Bravo/Texas Hollywood bereits mehreren Hollywood-Filmen und Serien als Kulisse. Sobald du das erste mal die Tabernas Wüste betrittst, wird dir schnell klar, warum dies der Fall ist. Hier sieht es tatsächlich aus wie im Westen der USA und man muss sich nur noch die Cowboys hinzudenken, um zu denken, man befände sich in New Mexico.

Es werden täglich zwei Shows gezeigt, die eine im Saloon und die andere auf den Strassen des Dorfs. Wir haben uns gefühlt, wie wenn wir mitten in einem Ennio Moricone Film sind.

Spaziergang durchs Dorf

Western Show im und vor dem Saloon

Gotthard Festung

Mitte August habe ich mit meinem Bruder die Gotthard Festung besucht. Wir haben wie Abenteuer-Führung gebucht und wurden von einem ehemaligen Festtungswächter kompetent durch die Anlage geführt. Insgesamt sind wir ca. 5 Kilometer im Berg gegangen und haben viele interessante Geschichten und Details erfahren. Es ist eindrücklich, was sich im Gotthardinneren verbirgt und ich bin mir sicher, dass es noch Vieles gibt, was immer noch geheim ist.

Die Gotthard-Festung zählte zu den bedeutendsten militärischen Anlagen der Schweiz im 20. Jahrhundert. Ihre strategische Lage im Gotthardmassiv machte sie zum Herzstück des sogenannten Réduit-Systems, mit dem sich die Schweiz im Falle eines Angriffs in die Alpen zurückziehen wollte. Bereits ab 1914 wurden erste militärische Einrichtungen im Gotthardgebiet errichtet. Der Ausbau erreichte während des Zweiten Weltkriegs seinen Höhepunkt: Zwischen 1940 und 1945 entstanden unterirdische Artilleriewerke, Kommandoposten, Munitionslager und kilometerlange Tunnel. Die Festung war darauf ausgelegt, die Nord-Süd-Verbindung über den Gotthardpass sowie die Eisenbahnlinie zu kontrollieren und zu verteidigen. Insbesondere war die Verteidigung gegen das Eindringen aus dem Süden (Italien) im Fokus.

🔹 Lage: Gotthardmassiv, rund 2’100 m ü. M.
🔹 Bauzeit: ab 1914, intensiviert ab 1940
🔹 Teil des Réduit-Dreiecks: mit Sargans und Saint-Maurice

Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor die Festung ihre militärische Bedeutung. Teile der Anlage wurden entmilitarisiert und sind heute als Museum unter dem Namen Sasso San Gottardo öffentlich zugänglich.

Heimaturlaub – Juni in der Schweiz (Teil 2)

Hölloch – Reise in die Vergangenheit
221 Kilometer erforschte Gänge, 6 °C Innentemperatur das ganze Jahr, mehrere Ebenen und über 1000 Meter Höhenunterschied – das Hölloch im Muotatal ist einfach beeindruckend. Man taucht ein in eine völlig andere Welt: dunkel, still, riesig – und trotzdem gleich um die Ecke.

Bei der Kurzführung bekamen wir einen spannenden Vorgeschmack auf dieses Naturwunder. Zwischen Felswänden, Tropfsteinen und alten Erkundungspfaden erlebten wir Geschichte, Geologie und Abenteuer hautnah.

Bielersee Schiffahrt – Fahrplan-Lesen sollte man können
Am Montag wollten wir mit dem Schiff von Biel nach Solothurn fahren. Diese Strecke hat uns schon letztes Jahr sehr gut gefallen. Abfahrt gemäss Internetfahrplan 15.10h ab Biel. Rechtzeitig dort angekommen – kein Schiff. Unter der Woche fahre das Schiff um 9.10h ab Solothurn und 12.10h ab Biel. Jänu, kurz entschlossen wie wir sind nahmen wir das Schiff von Biel nach La Neuveville. Zwar eine kürzere Schifffahrt, aber die Aussicht ebenfalls wunderschön.

Aescher – das speziellste Bergrestaurant der Schweiz
Unser Ausflug zum Aescher im Appenzell war ein weiteres Highlight. Bereits bei Fahrt von Gossau nach Wasserauen mit der Appenzeller Bahn konnten wir die liebliche Appenzeller Hügellandschaft geniessen. Auf der Ebenalp dann angenehmes frisches Bergwetter im Vergleich zur sommerlichen Hitze im Flachland. Am Himmel viele Gleitschirme, die die Thermik nutzten, um Höhe zu gewinnen. Erinnerung an meine Jugend, als ich selber Gleitschirm geflogen bin, kamen wir ins Gedächtnis. Und der Blick auf das einmalige Bergrestaurant Aescher, welches sich spektakulär an die Felswand schmiegt, war schlicht beeindruckend.

…wir vermissen unsere zwei Schätze sehr

Trotz den vielen schönen Erlebnissen in der Schweiz vermissen wir unser zwei Schätze und auch unser Praia..

Schiffahrt auf dem Obersee
Die zweite Hälfte Juni ist sehr heiss, so dass wir entweder in die Höhe gehen oder auf dem Wasser sind. Da wir am Sonntag-Abend mit Juzis zum Nachtessen im ältesten Gasthof der Schweiz (Sternen Wettingen) verabredet waren, wollten wir nicht zu weit weg. Deshalb haben wir uns entschlossen eine kleine Rundfahrt ab Rapperswil auf dem Obersee zu machen. Nebst schöner Aussicht kann man die Villen der Reichen bestaunen.

Mit der Seilbahn auf den Männlichen
Als Aktionär der Wengen-Männlichen Seilbahn erhält man jährlich ein Gratis-Ticket. Dieses Jahr wollten wir dieses mal nutzen und sind mit dem Zug nach Wengen gefahren. Von dort auf 2222 m ü.M. mit der Seilbahn auf den Männlichen. Bei sehr angenehmen 22°C (in Wettingen waren es über 35°C) stärkten wir uns mit einem Picnic und dann spazierten wir auf dem Panoramaweg 1 1/2 Stunden auf die kleine Scheidegg. Die Eigernordwand, den Mönch und die Jungfrau immer vor unseren Augen. Ein herrlicher Anblick.

Heimaturlaub – Juni in der Schweiz (Teil 1)

Mit dem GA durch die Schweiz – unsere jährliche Entdeckungsreise
Es ist fast schon ein fester Bestandteil unseres Jahres geworden: Für einen Monat kaufen wir uns das SBB GA – und reisen quer durch die Schweiz. Ob mit Zug, Schiff oder Bergbahn – wir lassen uns treiben, entdecken neue Orte und kehren auch gerne an altbekannte zurück.

Auch dieses Jahr war es wieder so weit. Während unsere Freunde Manuela und Roger in unserer Wohnung in Praia d’el Rey wohnen und sich liebevoll um Jeannie und Milo kümmern, nutzen wir die Gelegenheit, um das kleine, vielseitige Land noch besser kennenzulernen. Von Glarus bis ins Wallis, vom Rhein bis ins Tessin – jede Reise hat ihre eigenen Geschichten geschrieben.

Familienbesuche und Zukunftspläne in der Schweiz
Während unseres Aufenthalts in der Schweiz besuchten wir meine Patentante in Glarus sowie die Schwester meines Vaters in Bubikon – zwei Begegnungen, die für uns zur Tradition gehören und die wir jedes Mal von Herzen geniessen.

Auch im Wallis waren wir unterwegs: Ab Sierre mieteten wir ein Mobility-Fahrzeug und erkundeten die Region auf eigene Faust. Eine Zeit lang spielten wir mit dem Gedanken, dort vielleicht ein zweites Zuhause zu finden. Doch nachdem wir mehrere Immobilien und Baugrundstücke besichtigt hatten, entschieden wir uns, dieses Projekt – zumindest vorerst – nicht weiterzuverfolgen.

Unterwegs auf dem Wasserweg
Mit dem Zug ging es zunächst nach Kreuzlingen – von dort aus setzten wir unsere Reise ganz entspannt mit dem Schiff fort, immer dem Rhein entlang bis ins malerische Stein am Rhein. Eine wunderschöne Fahrt mit tollen Ausblicken und einem Hauch von Feriengefühl.

Hoch hinaus auf das Hochstuckli
Mit der Drehgondelbahn ging es hinauf zum Sattel-Hochstuckli – schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Oben angekommen, unternahmen wir eine wunderschöne Wanderung mit atemberaubendem Fernblick über die Zentralschweizer Alpen. Ein besonderes Highlight war der Gang über den „Skywalk“ – eine 374 Meter lange Hängebrücke in 58 Metern Höhe. Ein bisschen Nervenkitzel, viel Aussicht und ganz viel Naturerlebnis.

Ein besonderer Regentag in Zürich
An einem verregneten Tag machten wir uns auf den Weg nach Zürich, um das Lichtspieltheater „Tutanchamun“ zu besuchen. Die Show war beeindruckend inszeniert – visuell stark und emotional berührend. Besonders faszinierend war die virtuelle Erkundung der Grabstätte mittels VR: ein intensives Erlebnis, das uns mitten ins alte Ägypten versetzte.

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Aarau und Bern.
Dort informierten wir uns ausführlich über eTrikes und Liegefahrräder – und natürlich durften auch ein paar Probefahrten nicht fehlen. Bei der Gelegenheit legten wir einen kurzen Zwischenstopp am Bärengraben in Bern ein – ein kleiner, aber lohnenswerter Abstecher.

Ein kulinarischer Ausflug ins Tessin
Unsere Reise ins Tessin hatte ein ganz besonderes Ziel: das weltbeste Mon Chérie-Eis. Und ja – es war jede Fahrtminute wert! Die cremige Konsistenz und der intensive Kirsch-Geschmack mit einem Hauch Schokolade waren einfach himmlisch.
Doch damit nicht genug: Zum Mittagessen kehrten wir im Ristorante Stazione in Intragna ein. Ein echter Geheimtipp! Das Essen war hervorragend – frisch, authentisch und mit viel Liebe zubereitet.
Zum Ausklang unseres Ausflugs spazierten wir gemütlich entlang des Sees in Locarno. Die Aussicht, das Licht und die entspannte Atmosphäre machten den Tag perfekt.

Überraschung im Naturpark Thal – Wanderung mit unerwartetem Treffen

Unsere Wanderung durch den Naturpark Thal führte uns diesmal von Passwang nach Wasserfallen – eine herrliche Strecke mit weiten Ausblicken, saftigen Wiesen und ruhigen Waldabschnitten. Die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite, und das Wetter spielte perfekt mit. Der Naturpark Thal ist ein Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung und erstreckt sich über 139,39 km² im Solothurner Jura. Die Region zeichnet sich durch ihre charakteristische Kettenjura-Landschaft mit tief eingeschnittenen Tälern, Kalkfelsen und weiten Heumatten aus.

Unterwegs begegneten wir ganz unerwartet meinem Bruder Thomas und Susi, die zufällig dieselbe Wandergegend gewählt hatten. Wir tauschten ein paar Worte, machten gemeinsam eine kurze Pause (leider war Andy’s Hofladen geschlossen) und gingen dann in verschiedene Richtungen weiter. Eine kleine, überraschende Begegnung, die den Tag auf ihre eigene Weise bereichert hat.

PS: Leider war die Talfahrt mit der Gondel von der Wasserfallen nach Reigoldswil nicht im GA-Verbund enthalten. Aber wir sahen so alt aus, dass wir ein Seniorenticket erhielten 😉

Höhenwanderung Gryden – Ein Ausflug ins Kraterland

Die Höhenwanderung Gryden auf dem Betelberg oberhalb von Lenk bietet eine eindrucksvolle Landschaft mit bizarren Felsformationen, entstanden durch die Erosion von Gips- und Kalkgestein. Die Szenerie erinnert an eine Mondlandschaft – ruhig, weit und zugleich faszinierend fremd.

Trotz sommerlicher Hitze im Tal war es hier oben angenehm kühl – perfekte Bedingungen für eine Wanderung mit grandioser Aussicht auf die umliegenden Gipfel und Täler. Die klare Höhenluft und das Licht sorgten für besondere Momente entlang des Weges.

Kerstin spürte allerdings die Höhe deutlich: Beim Aufstieg wurde ihr schwindlig und etwas übel, weshalb wir einige Pausen einlegten. Mit etwas Ruhe und Geduld konnten wir die Tour dennoch gemeinsam genießen – inmitten dieser außergewöhnlichen Naturkulisse.

…Fortsetzung folgt

WSL – World Surf League – in Peniche

Wir wollten die professionellen Surfer am «Supertubos-Strand» in Peniche beobachten. Leider war es wegen dem Sturm Martinho, welcher schon fast den ganzen März 2025 das Wetter in Portugal bestimmte, viel zu windig. Wir bestaunten aber die hohen Wellen und wurden vom Wind und Sand richtiggehend «sandgestrahlt». Anstelle der Profis haben wir uns dann einfach auf die Bretter, die die Welt bedeuten gestellt.

Vorweihnachtszeit in der Schweiz

Regelmässig fliege ich in die Schweiz. Dieses Mal anfangs Dezember. Nebst dem obligaten Coiffeurbesuch war ich mal wieder bei der Dentalhygiene. Ausserdem genoss ich die Zeit mit meinen Eltern und habe mich mit ehemaligen Arbeitskollegen der arwo und der HINT und einem Studienkollegen getroffen.

Am Freitag-Abend fand dann das Weihnachtsessen der HINT AG statt, wo ich mit vielen bekannten und auch einigen neuen Mitarbeitenden interessante Gespräche führte. Alles in allem verging die Woche in der Schweiz extrem schnell und ich konnte gar nicht alle Freunde und Verwandten sehen, die ich wollte. Zum Glück fliege ich bereits Anfang Januar wieder hin.

Fondue und Rehrücken mit meinen Eltern

Treffen mit Freunden aus der arwo-, HINT- und Studienzeit

Weihnachtsessen der HINT in der Forsthütte in Bremgarten

Alcobaça: Ein historisches Juwel in Portugal

In Alcobaça liegt mit dem Mosteiro de Alcobaça eines der größten, berühmtesten und ältesten Klöster des Landes (Weltkulturerbe). Es war Sitz der Real Abadia de Alcobaça (Königliche Abtei von Alcobaça), die ab 1567 auch als Autonome Kongregation der Zisterzienser des Heiligen Bernhards von Alcobaça allen portugiesischen Zisterzienserklöstern vorstand. Die Anlage geht auf das Jahr 1153 zurück, als Portugals erster König Afonso Henriques dem Orden der Zisterzienser das etwa 500 km² große spätere Klostergebiet, das aus der Hand der Mauren gewonnen worden war, schenkte. Bernhard von Clairvaux (1090–1153), Abt des Hauptklosters der Zisterzienser in Clairvaux und einer der einflussreichsten Kleriker seiner Zeit hatte ihm bei seinen Auseinandersetzungen mit Alfonso VII. von Leao und Kastilien wegen der einseitig erklärten Unabhängigkeit Portugals und der Selbstkrönung von Alfonso Henriques zum König von Portugal im Jahre 1139 vermutlich die Unterstützung des Papstes verschafft, zumal von 1145 bis 1153 mit Eugen III. erstmals ein Zisterzienser auf dem Papstthron saß. Die päpstliche Bulle zur Anerkennung Portugals, nunmehr von Alexander III. erlassen, ließ aber bis 1179 auf sich warten.

Mit dem Bau des Klosters wurde 1178 begonnen und im Jahre 1240 mit seinem ersten Abschnitt (Kirche und erster Kreuzgang) beendet. Infolge des anfänglich insbesondere aus Burgund erfolgenden starken Zustroms von Ordensbrüdern wurde die Anlage ständig erweitert, so unter anderem mit drei weiteren Kreuzgängen (wovon, neben dem ersten von 1178, noch zwei erhalten sind). Noch im Jahre 1755 wurde die Bibliothek erstellt, seiner Zeit eine der größten Portugals, bevor 1834, nachdem im Vorjahr die Mönche das Kloster bereits verlassen hatten, aufgrund staatlicher Anordnung Alcobaça wie alle anderen Klöster in Portugal schließen musste.

Bacalhôa Buddah Eden Garden – Ein Park voller Buddahs und Pagoden

Ein Landschaftsgarten mit lauter Buddha-Statuen? Klingt im ersten Moment nach ziemlich viel Kitsch und seltsam für Portugal. Erwartet haben wir eine Art asiatisches “Gartenzwergerland”. Wir wurden aber eines Besseren belehrt und haben den Besuch im Buddha Garden Eden nicht bereut! Buddha Statuen gelten in heimischen Gärten mittlerweile als spirituelle Nachfolger des gemeinen Gartenzwergs. Und wer schaut sich schon freiwillig einen Landschaftsgarten mit “orientalischen” Gartenzwergen an? Aufgrund der zahlreichen positiven Empfehlungen haben wir beschlossen den Buddha Garden Eden aber trotzdem zu besuchen.

Vielleicht weil wir auch hofften, den Pfad der Erleuchtung zu finden oder zumindest ein bisschen gutes Karma zu sammeln. Man will ja schließlich nicht als Ameise wiedergeboren werden. Oder gar als Darmbakterie. Diese Stufe der Wiedergeburt ist ja bekanntlich für echte Bösewichte vorgesehen (siehe Mieses Karma von David Safier). Dazu zählen beispielsweise auch jene Talibans, die im Jahr 2001 die beiden über 50 Meter hohen Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan-Tal einfach in die Luft sprengten. Dieser Akt mutwilliger Zerstörung führte aber dazu, dass der portugiesische Geschäftsmann und Kunstmäzen Joe Berardo den Buddha Garden Eden als Hommage an die zerstörten Statuen errichten ließ. 6.000 Tonnen an Marmor und Granit waren für die Gestaltung der zahlreichen Buddha Statuen notwendig.

Von unserer Wohnung ist es nur einen Katzensprung nach Bombarral, wo sich die 35 Hektar große Gartenanlage inmitten von Weinbergen befindet. Nachdem wir den  Landschaftspark durch ein riesiges chinesisches Tor betreten hatten, schlug unsere anfängliche Skepsis in Begeisterung über. Verschlungene Wege führten uns hügelauf und hügelab an zahlreichen Buddha-Statuen und indische Gottheiten vorbei. Hinter jeder Wegbiegung gab es Neues zu entdecken: Da ein kleiner Wasserfall, dort ein Seerosenteich oder eine Pagode. Dazwischen laden Steinbänke zum Verweilen ein, besonders an einem so warmen Tag (25°C mit praller Sonne ist für uns schon zu warm).

Entlang eines Hügels hat eine Nachbildung der berühmten Terrakotta-Armee Aufstellung genommen, bereit zum Kampf gegen den Feind. Wie beim Original sind die Figuren individuell gestaltet. Gesichtszüge, Nasen, Haare, Bärte oder Bauchumfang unterscheiden sich oft erheblich. Zwei goldene Buddha-Statuen markieren den Beginn der Himmelstreppe, welche zu einem mächtigen liegenden Buddha führt.

Die Anlage ist riesig und wir kommen bestimmt noch einmal hierher. Wir sind sicher, dass man bei jedem Besuch wieder Neues entdeckt.

Pétanque und Bowling

Jeden Donnerstag Abend spielen wir mit Bekannten aus der Nachbarschaft entweder Pétanque oder Bowling. Beides macht riesigen Spass und wir lernen immer mehr Leute kennen. Und am Sonntag, 01.09.24 nahmen wir an einem internationalen Pétanque-Turnier teil. Das hat ebenfalls viel Spass gemacht, es gab leckeres essen und einige der Spieler waren wirklich sehr gut. Wir hatten keine Chance und schieden nach der Vorrunde und drei Niederlagen aus.

Donnerstag-Pétanque mit Nachbarn

…und jeden zweiten Donnerstag heisst es Bowling-Abend

Am grossen Pétanque-Turnier in Salir de Matos hatten wir keine Chance…

Salinas de Rio Maior

Die Saline liegt ca. 3 km nördlich von Rio Maior in der gleichnamigen Gemeinde und dem gleichnamigen Kreis Rio Maior ungefähr 25 km nordwestlich der Distrikthauptstadt Santarém. Von unserer Wohnung aus sind es ca. 45 Minuten zu fahren. Vorab haben wir in Aceite de Fonta da Bica Olivenöl und weitere Produkte aus Olivenöl degustiert und frisch vom Produzenten gekauft.

Nur ein Kilometer neben dem Olivengut lieg die Saline. Um den Solebrunnen verteilen sich die etwa 470 rechteckigen und trapezförmigen Solebecken der Saline. 70 größere Becken dienen als Reservoir für die geförderte Sohle, bevor sie auf die rund 400 kleineren Becken verteilt wird.

Die Becken haben eine durchschnittliche Größe von 7 × 5 m und sind aus Stein oder neuerdings auch Zement gefertigt. In der Mitte der Becken befindet sich eine Vertiefung, in der sich Verunreinigungen der Sohle während des Verdunstungsprozesses ablagern können. Ergänzt werden die Becken durch ein ca. 1,5 m tiefes Becken am Rand, das als Reservoir für die Sole dient.

Ursprünglich waren die Becken durch mit Holzbrettern eingefasste Stege – Kakerlaken (portugiesisch baratas) genannt – voneinander getrennt, heute finden auch Ziegel und Steine Verwendung. In einer Ecke des Beckens findet man häufiger eine rechteckige, hölzerne Plattform, die auf vier Holzpfosten ruht. Diese kleinen Plattformen dienen der Bleiche und der Trocknung des Salzes, das aus einem oder mehreren angrenzenden Becken gewonnen wurde, bevor es in die Lagerhallen des angrenzenden Dorfes verbracht wird

Nebst verschiedenen Salzprodukten kann man hier auch Handwerkskunst erstehen und in einem der vielen kleinen Restaurants einen leckeren Fisch geniessen.

Hier habe ich Euch ein kurzes Youtube-Video verlinkt:

Brot und Spiele – Mittelalter Markt in Obidos

Óbidos ist eine Kleinstadt in der portugiesischen Unterregion Oeste der Region Centro, die zur historischen Provinz Estremadura gehört. Der Ort ist für seine erhalten gebliebene, vollständig begehbare Stadtmauer berühmt. Die Gassen sind blumengeschmückten und geben dem Ort einen besonderen Flair. Ende Juli findet jeweils der Mittelaltermarkt statt, der zu den bekanntesten und ältesten seiner Art im Land gehört. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen, denn wir wohnen nur gerade 20 Minuten entfernt. Die Stimmung ist wundervoll, egal ob am Nachmittag oder Abend. Nebst vielen verschiedenen Ständen mit Köstlichkeiten und Handarbeiten gibt es Musik- und Theateraufführungen. So wie es halt im Mittelalter üblich war: Brot und Spiele.

Kleine Seerundfahrt auf dem Zürichsee

Noch einmal haben wir unser SBB GA genutzt und haben auf dem Zürichsee bei schönstem Wetter eine kleine Seerundfahrt (1.5h) gemacht. Es war einfach herrlich bei fast 30°C die leichte Seebrise zu spüren. Das war unser letzter Ausflug in diesem Jahr in der Schweiz mit dem SBB GA, es war eine tolle Zeit und wir würden es immer wieder machen.

Auf dem Bürkliplatz warten wir auf das Schiff.

Zürich sieht vom Wasser aus besonders schön aus.

Im gelben Haus in Küsnacht wohnte Tina Turner. Ein wunderbarer Blick auf den See. Aber Kerstin träumt schon von unserer Wohnung in Praia d’el Rey mit Sicht aufs Meer.

Creux du Van

An der Grenze der Kantone Neuenburg und Waadt liegt der «Creux du Van», eine natürliche Felsenarena gewaltigen Ausmasses. 160 Meter hohe, senkrechte Felswände umschliessen einen vier Kilometer langen und über einen Kilometer breiten Talkessel. Zuerst die Gletscher, danach die Bäche haben die atemberaubende Felsformation aus den Kalkablagerungen eines urzeitlichen Meers vor rund 200 Millionen Jahren verursacht. So bieten die steil abfallenden Felsenwände auch einen guten Einblick in die Geologie und Jurafaltung.

Hier wollte ich schon lange mal hin und dank unserem SBB GA haben wir entschlossen, an diesem sonnigen Sonntag in den Neuenburger Jura zu fahren. Zuerst ging es vom Bahnhof Noiraigue zu Fuss zwei Stunden steil durch den Wald hoch. Die Wurzeln und Steine waren wegen dem wochenlangen Regen noch sehr rutschig und der Aufstieg forderte alles von uns ab. Aber es hat sich gelohnt, der Ausblick war grandios und das Fondue im Alpbeizli köstlich.

Zu Fuss und dann per Anhalter fuhren wir nach Motiers NE, wo wir unseren Zug nach Hause genommen haben. Glücklich und müde blicken wir wieder auf einen wundervollen Ausflug und einen Ort der Schweiz, den wir bisher noch nicht kannten.

Fourtyseven – Im Kosmos völlig losgelöst

Der hiesige Sommer existiert ja kaum. Auch heute wieder kühle 11° Grad und bedeckt. Das ideale Wetter das Thermalbad Fourtyseven in Baden zu besuchen. Im Kosmos schwebt man, taucht ein und treibt davon. Mit Sound-Design von Boris Blank, musikalischer Kopf des Schweizer-Duos «Yello». Völlig losgelöst verliert ist man schwerelos und verliert den Bezug zu Raum und Zeit – einfach herrlich.

Die Architektur stammt vom Schweizer Architekten Mario Botta. Wir können das Fourtyseven in Baden jedem empfehlen.

WOW

Das WOW Museum in Zürich ist ein lebendiger und dynamischer Raum, der Kunst, Wissenschaft und Technologie miteinander verbindet, um einzigartige und immersive Erlebnisse zu schaffen. Vielleicht die Schnittstelle von CERN und Tinguely Musuem. Illusionen sind faszinierende Phänomene, die die Grenzen unserer Wahrnehmung herausfordern. Auf jeden Fall bin ich hier nicht an meine Grenzen gestossen und habe die Hoffnung ein vollkommener I… zu sein doch nicht aufgegeben.

Lese die Farbe die gezeigt ist und nicht jene die beschrieben ist…

..je nach Blickwinkel besteht der Stuhl aus zwei Teilen oder ist zusammengesteckt

Ich bin wahrscheinlich zu blöd…

Mein Traumberuf war einmal Astro-Physiker. Einstein, Nikola Tesla und Isac Newton finde ich beeindruckende Persönlichkeiten und ich «konsumiere» auf Youtube deren Theorien und Erfindungen. In Genf steht der weltgrösste Teilchenbeschleuniger und wir wohnen so nah. Deshalb haben wir unser SBB GA genutzt und sind nach Meyrin gefahren, um das CERN zu besichtigen. Der Eintritt ist frei und das Lab/Museum ist interaktiv gestaltet. Auch hat es eine Filmvorführung und geführte Touren sind ebenfalls buchbar. Aber leider bin ich wahrscheinlich zu blöd… Ich habe fast nichts verstanden, was erklärt wurde, noch weniger als wenn unser Security Officer bei HINT AG über Netzwerk, Cyber-Abwehr etc. spricht. Ich bleibe also doch besser bei Börse und Golf.

Auf dem Rückweg haben wir in Lausanne noch einen Stop eingelegt und die köstlichen Tartar bei Tartare & Co. genossen. Es gibt x-verschiedene Varianten und wir lieben dieses Restaurant. Beim Essen und Trinken taugen wir eindeutig mehr als bei der Physik.

Mit dem SBB GA unterwegs

Unsere Umzugsboxen sind gepackt und wir warten, bis das Transportunternehmen den Abholtermin bekannt gibt. Das sollte so um den 24. Juni 2024 sein. Bis dahin haben wir noch viel Zeit um die Schweiz zu erkunden. Wir haben uns wieder einmal ein Schnupper-GA gekauft. Am ersten Gültigkeitstag (01.06.2024) sind wir dem Regenwetter im Norden entflohen und via Olten-Brig nach Domodossola gefahren. Nach einer pizzamässigen Stärkung fuhren wir mit der Centovalli-Bahn nach Locarno. Dort bekam Kerstin endlich wieder einmal das leckerste Eis der Welt (Mon Cherie) und ich selbstverständlich Schokoladeneis mit Zitrone. Die warme Frühlingssonne genossen wir in vollen Zügen, bevor es dann von Locarno durch den Gotthard zurück in den herbstlichen Norden ging. Ein schöner Ausflug. Wohin uns die Wetterkapriolen des diesigen Frühling wohl das nächste mal bringen?

Pizza in Domodossola und Eis in Locarno. Aber mindestens so wichtig: SONNE und warme Temperaturen; eigentlich normales Frühlingswetter

Schweizerischer geht es nicht mehr

Am ersten Sonntag vom Mai findet jedes Jahr in Glarus die Landsgemeinde statt. Meine Mutter kommt aus dem Kanton Glarus und so haben wir noch Verwandte dort. Gerne wollte ich bevor wir die Schweiz in Richtung Süden verlassen diese langjährige Tradition nochmals erleben. Bei durchzogenem Wetter haben wir in der Kantonshauptstadt den Einmarsch der Regierung mitverfolgt. Im 2024 waren Bundesrat Jans sowie die Regierung des Fürstentums Liechtenstein als Gäste dabei. Eindrücklich ist es schon zu sehen, wie direkte Demokratie pur funktioniert. Inklusive «Schwören auf die Verfassung» und das Abstimmen mit erhobener Stimmkarte. Wir als nicht Stimmberechtigte hatten aber keinen Zutritt zum Ring.

..und nach dem offiziellen Teil genossen wir das traditionelle Landsgemeindeessen (Kalberwürste an Zwiebelsauce mit Kartoffelstock und Zwetschgenkompott) bei meiner Gotte. Es war einfach köstlich….

Chitzen Itza

Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Ihre Ruinen stammen aus der späten Maya-Zeit. Mit einer Fläche von 1547 Hektar ist Chichén Itzá einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund eingenommen, aus denen eine grosse, weitestgehend erhaltene Stufenpyramide herausragt. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht.

Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert muss diese Stadt eine überregional bedeutende Rolle gespielt haben. Wie diese genau aussah, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden. Einzigartig ist, wie in Chichén Itzá verschiedene Architekturstile nebeneinander auftreten. Neben Bauten in einem modifizierten Puuc-Stil gibt es Bauformen, die toltekische Züge aufweisen. Dies hat man früher oft auf einen direkten Einfluss von Auswanderern aus Zentralmexiko beziehungsweise von Eroberern aus Tula zurückgeführt. Heute geht man eher von diffusionistischen Modellen aus und nimmt eine weitgehende Gleichzeitigkeit verschiedener Stilformen in den Monumentalbauten an.

Dies ist unsere letzte Maya-Stätte unserer Rundreise. Von hier aus geht es noch für eine Nacht nach Puerto Morelos an der Karabik, bevor wir am Samstag, 30. März 2024 mit der Edelweiss in die Schweiz zurückkehren.

Cenote Ik Kil das riesige Naturwunder von Yucatan

Die Cenote Ik Kil dieses imposante Meisterwerk von Mutter Natur liegt nur 3 Kilometer von der archäologischen Zone Chichén Itzá entfernt, umgeben von einem wunderschönen Park der von exotischen Pflanzen und Bäumen umgeben ist. Das glasklare Gewässer liegt in 27 Metern Tiefe und ist nur über eine Treppe zu erreichen, unter dem Wasserspiegel geht es noch einmal rund 40 Meter in die Tiefe. Der auch als heilige blaue Cenote bekannte See zählt wegen seiner atemberaubenden Kulisse zu den bekanntesten Cenoten in Mexiko. Das Wasser im Ik-Kil hat angenehme 22 Grad und eine Schwimmrunde unter den knapp 20m hoch aufstrebenden Steilwänden ist ein unvergessliches Erlebnis.

Celustun – abseits der Touristenpfade

Celestún ist ein Fischerdorf im Norden der mexikanischen Halbinsel Yucatán am Golf von Mexiko 90 km westlich der alten Sisal-Stadt Mérida. Celestún liegt im extremen Westen des Bundesstaates Yucatán, hat ca. 6800 Einwohner und ist Verwaltungssitz des Municipio Celestún.

Sein Name wird häufig synonym für das angrenzende Biosphärenreservat Reserva de la biosfera Ría Celestún, ein artenreiches Naturschutzgebiet aus Ria-, Lagunen- und Mangroven-Landschaft, verwendet. Das Biosphärenreservat ist bekannt für seine hohe Flora- und Faunadiversität. In der Flussmündung Estero lebt die, neben dem Vorkommen in Ría Lagartos, einzige Kolonie von Kubaflamingos in Mesoamerika. Das Mangrovengebiet von Celestún wurde 2004 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt.

In Celestun haben wir eine Bootsfahrt zu den Flamingos und in die Mangroven gebucht. Leider haben wir nur noch 3 Flamingos gesehen; im Dezember und Januar sind tausende hier und auch die Krokodile in den Mangroven haben sich vor uns versteckt. Am Meer liegend lesen wir oder beobachten die Pelikane, wie sie sich ins Wasser stürzen, um die leckeren Fische zu fangen. Die Fische sind wirklich sehr lecker, das können wir bezeugen. Mehr gibt es in Celestun aber auch nicht zu sehen. Es ist ein noch sehr ursprüngliches, mexikanisches Fischerdorf. Kreditkarten werden kaum akzeptiert oder das Internet funktioniert gerade mal nicht. Hier hatten wir in unserem Haus am Meer mal Zeit, uns von unseren «Reisestrapazen» und unserem «hektischen Leben» zu entschleunigen. Der regelmässige Leser unserer Reiseberichte erkennt hier die Ironie und bedauert uns.

Uxmal

Uxmal bezeichnet die Ruinen einer ehemals grossen und kulturell bedeutenden Stadt der Maya in Mexiko. Der Name Uxmal kommt möglicherweise von „ox-mal“, was in der yukatekischen Mayasprache „dreimal“ bedeutet. Die Ruinenstadt liegt in der leicht welligen Karstlandschaft Puuc (mayathan pu’uk) auf der Halbinsel Yucatán im gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat, etwa 80 Kilometer südlich von Mérida.

Die Stadt erlebte ihre Hochblüte am Ende des Späten Klassikums im 9. und frühen 10. Jahrhundert n. Chr., wurde aber bereits ein bis zwei Jahrhunderte später völlig verlassen. Die Bauten werden von der „Pyramide des Zauberers“ (= „Piramide del Mago“) überragt, die wie die meisten Gebäude in Uxmal während der Besiedlung der Stadt immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Mächtigstes einzelnes Gebäude ist der auf einer hohen Plattform gelegene sogenannte Gouverneurspalast.

Nach dem Besuch von Uxmal wollten wir noch eine Höhle besuchen und in Ticul übernachten. Die Höhlen in Yucatan sind jedoch seit der Pandemie geschlossen – wer weiss warum – und die Unterkunft in Ticul war alles andere als einladend. So beschlossen wir unsere Pläne zu ändern, was wir ja hervorragend können, und schon eine Nacht früher nach Celestum zu fahren. Dafür werden wir noch eine Nacht in Chitzen Itza einlegen, um mehr Zeit für alles zu haben.

Zwischenstop in Campeche

Auf unserer Reise von Palenque nach Uxmal machten wir in Campeche (nach 5 1/2 Stunden Autofahrt) einen Zwischenstop und übernachteten im wunderschönen Hotel Plaza Colonial. Auch wenn 5 1/2 Stunden Fahrt oder gut 350 Kilometer eigentlich nichts für uns ist, sind diese Distanzen in Mexiko anders zu beurteilen. Hier ist das Fahren sehr anstrengend und obwohl ich extrem konzentriert fahre und aufpasse, erwischte ich heute wieder zwei Schlaglöcher, die mindestens 20 cm tief sind. Zum Glück hat es dem Auto nichts gemacht und zum Glück ist es nicht unser Wagen.

Die Stadt Campeche, offiziell San Francisco de Campeche, ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Südosten Mexikos. Seit dem Jahr 1999 gehört die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Hitze von 40°C lässt uns von einem Schatten zum anderen gehen und das Atmen fällt schwer. Von der Hitze sind wir in ein nettes Restaurant geflüchtet. Die 23°C der Klimaanlage waren erfrischend und das Essen extrem köstlich; vor allem meine Tacos mit Crevetten.

Cascadas de Agua Azul

Die Cascadas de Agua Azul (Wasserfälle des blauen Wassers) sind Wasserfälle, die sich 69 Kilometer südwestlich von Palenque an der Strasse nach Ocosingo befinden. Sie werden beidseitig von tropischem Regenwald flankiert. Insgesamt bestehen die Wasserfälle aus über 500 einzelnen Kaskaden, die eine Höhe von zwei bis 30 Metern erreichen. Der hohe Mineraliengehalt des Wassers verleiht der Wasserfallkaskade ein sehr intensives Leuchten, die Farbigkeit wandeln sich von Becken zu Becken. Während der Trockenzeit sind Farben von Azurblau bis hin zu dunklem Smaragdgrün zu sehen. In der Regenzeit sind die Fälle braun.

Palenque

Nach 5 Stunden Fahrt, die sich wie ein Videospiel anfühlte (langsame Lastwagen und PKWs überholen, Schlaglöchern ausweichen, vor den verschieden hohen «Bremsschwellen» die Geschwindigkeit reduzieren, der Polizeisperre erklären aus welchem Land wir kommen und wohin wir wollen), kamen wir Anfang Nachmittag in Palenque an.

Palenque ist eine von Tieflanddschungel umgebene archäologische Fundstätte im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. In der archäologischen Zone von Palenque befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Mayametropole, die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das in der Nähe der Grabungsstätte wohnende Volk der Lacandonen wird als direkter Nachkomme der ehemaligen Bewohner des alten Palenque betrachtet. Der historische Name Palenques lautete vermutlich Lakamha’ (zu deutsch etwa „Grosses Wasser“), während das von der Stadt beherrschte Gebiet mit B’aakal („Knochen“) bezeichnet wurde.

Die Ruinen sind grösser als die bisher besuchten und recht eindrucksvoll. Die zu Fuss besuchbare Fläche ist nur 5% des ganzen Komplexes, der mehrheitlich noch vom Urwald überwuchert ist. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind extrem und bei 38°C floss mir der Schweiss nur so herunter.

Tulum kann jeder

Tulum, wo die grossen Touristenmassen hinströmen kann jeder. Heute entdeckten wir eher unbekannte Majastätten. Zuerst fuhren wir nach Kohunlich, eine noch einigermassen gut erschlossene Majastätte, aber mehr als 6 Touristen waren nicht zu sehen. Danach auf abenteuerlicher Fahrt, 14 Kilometer in über 45 Minuten, nach Hormiguero. Hier mussten wir unser Wagen mitten auf der Strasse stehen lassen, da es nur noch zu Fuss weiterging. Bei der Majastätte trafen wir dann eine einsame Seele, der darauf schaute, dass man sich ja registrierte, aber von Touristen war weit und breit nichts zu sehen. Wir hatten die ganze Anlage für uns allein. Am Schluss noch ein kleiner Abstecher gleich bei unserer Unterkunft Casa Kaan, die Ruinen von Xpuhil.

Von Bacalar fuhren wir durch den Yucatan-Urwald. Auf der Seite immer begleitet von der Baustelle des Maja-Train.

Kohunlich

Kohunlich ist ein archäologischer Fundplatz der Maya aus dem präkolumbischen Mesoamerika. Besiedelt wurde die ehemalige Mayastadt ungefähr 200 v. Chr., wobei ein Grossteil der heute noch sichtbaren Gebäudefragamente aus der Frühklassik (ca. 250 bis 600 n. Chr.) stammt. Die Stadt mit einer maximalen vermutlichen Einwohnerzahl von etwa 10.000 ist während des Endklassikum um 1000 n. Chr. verlassen worden.

Hormiguero

Die Maya-Stätte von Hormiguero wurde wahrscheinlich im 9. Jahrhundert verlassen. Sie war nur wenigen Kautschuk-Sammlern bekannt und wurde erstmals 1933 beschrieben. Seit den späten 1970er Jahren wurden erste archäologische Grabungs- und Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt.

Die Zufahrt war zum Teil abenteuerlich, versperrt und am Schluss nicht mehr befahrbar. Deshalb liessen wir das Auto einfach auf der Strasse stehen. Hierher wird sich kein anderer Tourist verirren.

Xpuhil

Xpuhil ist der Name einer präkolumbischen Maya-Ruinenstätte im mexikanischen Bundesstaat Campeche. Die ausgedehnte Ruinenzone von Xpuhil besteht aus einer grossen Anzahl kleiner Gruppen von Gebäuden, die meist mehr oder weniger regelmässig um einen Hof angeordnet sind. Diese Gruppen liegen teils am Westrand des modernen Ortes Xpujil, auf dem Gelände der örtlichen Militärkaserne (nicht zugänglich) und in der unmittelbaren Umgebung des Ortes.

Bacalar

Nach dem Besuch von Tulum fuhren wir auf der Schnellstrasse durch den Dschungel von Yucatan nach Bacalar. Angekommen in dem verschlafenen Örtchen Bacalar hatte ich das Gefühl, direkt an der karibischen Küste zu sein. Doch der Schein trügt, denn die atemberaubende, türkisblau leuchtende Lagune, an der sich das kleine Örtchen Bacalar befindet, liegt gar nicht am Meer, sondern an einem See – der Laguna die Bacalar, die aufgrund ihrer Farben auch den Beinamen « Lagune der sieben Farben » trägt. Das Wasser der Lagune ist herrlich erfrischend und sehr angenehm zum Schwimmen. Danach ein Drink mit Blick aufs Wasser und am Abend ein lauschiges Restaurant, ebenfalls direkt an der Lagune. Das ist Urlaub für uns.

Bereits zu Zeiten der Maya existierte an der Stelle, an der sich heute das Dorf Bacalar befindet, eine kleine Siedlung. Von den Maya stammt im Übrigen auch der Ortsname Bacalar, der so viel wie « umgeben von Schilf » bedeutet.

Tulum

Als erster kultureller Stop auf unserer Yucatan-Rundreise stand heute Tulum auf dem Programm. Ich war vor rund 20 Jahren schon mal hier, aber heute ist alles viel touristischer, teurer und sehr voll. Trotzdem sieht diese Maya-Stätte an der Karibik (es ist die einzige, die am Meer liegt) sehr schön aus.

Tulum (auf Mayathan Tulu’um, „Mauer“ oder „Festung“) liegt im Bundesstaat Quintana Roo, rund 130 Kilometer südlich von Cancún. Die bekanntesten Gebäude sind neben dem sogenannten „Schloss“ der „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, auch „Haus des Halach Huinik“ genannt, der „Tempel des Windes“ und der „Freskentempel“. Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Aus denkmalpflegerischen Gründen sind für Besucher nicht mehr alle Strukturen zugänglich. Ebenso wurde die Stätte zur Beobachtung des Sternenhimmels, insbesondere der Venus errichtet. Der Maya-Kalender wurde an solchen Plätzen erstellt und ständig überprüft. Kleine Fensteröffnungen zeigen noch heute die Ausrichtung und Weiterleitung von Sonnenstrahlen zur Wintersonnenwende. Besiedelt seit ungefähr 1200, war Tulum im 13. und 14. Jahrhundert eine der größeren Städte der Halbinsel Yucatán.

«Bestellen beim Universum» funktioniert

Nach der Rückkehr aus Spanien, haben wir unser Auto ausgeräumt, in den Service gebracht und unser Handgepäck-Rucksack für unsere Mietwagenrundreise durch Yucatan gepackt. Am 19.03.2024 sind wir nach Panama geflogen, von dort geht es dann weiter nach Cancun.

Dieses mal haben wir nur Economie-Plätze gebucht, da die Businiess-Class doch wesentlich teurer ist. Aber schon Tage zuvor hatte ich keine Lust, mich über 10 Stunden in einen engen Sitz zu quetschen. Deshalb habe ich beim Universum ein Upgrade auf Business bestellt. Und siehe da, als wir am Montag das Online Check-In machten, kam die Meldung «Sie wurden für ein Upgrade in die Business Class ausgewählt». Soll mal einer sagen, das Universum liefere nicht. Auf jeden Fall war der Flug wesentlich angenehmer und wir haben gleich mit einem Glass Champagner darauf angestossen.

Ausflug nach Cartagena und Mar Menor

Anfang Februar sind wir von (Marbella) Costa de Sol nach La Zenia (Costa Blanca) umgezogen. An der Costa Blanca ist es etwas wärmer. Wir hatten in der ersten Hälfte Februar mehrere Tage mit 25°C oder mehr. Ebenfalls sind die Golfplätze günstiger und «gehbar». Wir bevorzugen es auf den Golfplätzen zu Fuss zu gehen anstelle mit Buggy.

Neben Golf (Las Ramblas, Villa Martin, La Finca Golf, Roda Golf, Campoamor, Alicante Golf etc.) haben wir auch Strandspaziergänge und einen Ausflug nach Cartagena und Mar Menor gemacht und wir geniessen fast täglich an der Sonne am Pool zu liegen.

Cartagena liegt im Südosten Spaniens, ihr Seehafen ist einer der bedeutendsten Handelshäfen Spaniens und die größte Marinebasis am Mittelmeer. Die Lagune von Mar Menor ist vom Mittelmeer durch die 22 Kilometer lange und 100 m bis 1.200 m breite Nehrung La Manga (übersetzt: „Der Ärmel“) abgetrennt. Der Salzgehalt beträgt 42–47 g/l. Das Mittelmeer hat im Vergleich dazu eine Konzentration von 36–37 g/l. Die tiefste Stelle liegt bei ungefähr sieben Metern, jedoch sind dies nur kleine Bereiche. Grösstenteils liegt die Tiefe bei ungefähr zwei Metern.

In Cartagena machten wir einen Stadtspaziergang hoch zum Castello. Den Eintritt für das Museum haben wir uns gespart, da wir ja gemäss Hans Hammer «Kulturbanausen» und «geizig» sind. 😉

…und wir fuhren auf der «Lagunenzunge» bis ans Ende. Hier hat man auf beide Seiten beste Sicht aufs Meer. Wir haben uns nur vorgestellt, wenn der Meeresspiegel nur einen Meter steigt, stehen hier viele Häuser bereits im Wasser.

…und zu Hause geniessen wir die Sonne am Pool

Ausflug nach Granada

Heute mussten wir mal wieder mit Wecker aufstehen, denn bereits um 8 Uhr wollten wir nach Granada abfahren. Die Wetterprognose sagte einen sonnigen und warmen (22° C) Tag voraus, was wir jedoch bei der Hinfahrt und um 10 Uhr bei frostigen 3.5°C bezweifelten. Aber wir sollten uns doch irren, denn bereits um 1 Uhr sassen wir in einem Café bei Churro und Kaffee an der Sonne.

Die Stadt Granada wurde im 8. Jahrhundert von den Mauren gegründet und war lange Zeit ein wichtiger Ort in der islamischen Welt. Im 13. Jahrhundert wurde Granada die Hauptstadt des Emirats von Granada, dem letzten muslimischen Reich auf der Iberischen Halbinsel. Die Stadt wurde 1492 von den Katholischen Königen erobert und im Laufe des 16. Jahrhunderts in eine christliche Stadt umgewandelt.

Caminito del Rey

Der Caminito del Rey ist ein Wanderweg in der Nähe von Álora in der Provinz Málaga im Süden Spaniens. Der Weg führt in etwa 100 Meter Höhe entlang steiler Wände durch zwei bis zu 200 Meter tiefe, schmale Schluchten. Ursprünglich war der Weg als Pfad für den Bau, die Versorgung und den Unterhalt für das Flusskraftwerk gebaut (1901 – 1905) worden. Als das Gesamtprojekt fertig war, kam König Alfons XIII. zur Einweihung und überschritt die Brücke über die Garganta del Chorro. Daraufhin erhielt der Weg seinen Namen.
Die Bewohner der Nachbardörfer nutzten fortan den Weg tagtäglich: die Kinder als Schulweg, die Männer zur Arbeitsstätte, die Frauen bei Einkäufen. Nachts war der Caminito beleuchtet.

Der Weg wurde bis Ende der 70er Jahre genutzt. Danach war er lange Zeit gesperrt und verfallen. Erst 2015 wurde er wieder für die Öffentlichkeit freigegeben, nachdem ein «neuer» Weg für die Touristen gebaut wurde.

Der ursprüngliche Weg ist der «untere», ohne Geländer und nur knapp einen Meter breit. Bis zur Fertigstellung des heutigen Touristenweges, galt der Caminito del Rey als der gefährlichste Weg der Welt.

Der Weg ist heute nicht mehr gefährlich, die Helme sollen nur gegen Steinschlag schützen. Die Sicht ins Tobel oder in die Höhe ist jedoch atemberaubend. Ich habe auch festgestellt, dass ich nicht mehr ganz so schwindelfrei bin (Überquerung der Hängebrück), wie als ich noch jünger war.

Rundwanderung von Istàn durch das Tal des Rio Molinos

Das weiße Dorf Istán liegt in 300 Meter Höhe auf einem Hügel über der Einmündung des Río Molinos in den Río Verde. Mit dem Auto ist es von Marbella in einer Viertelstunde zu erreichen und somit ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Einwohner und Touristen. Die Rundwanderung ab Istán durch das Tal des Rio Molinos ist zwar kurz (ca. 4 km), aber nicht gerade leicht. Der Stausee ist, wie fast alle Gewässer in Andalucien, fast ausgetrocknet. Gegenüber den Vorjahren fehlen rund 25% Wasser.

Der Abstieg ist zum Teil sehr steil und voller Geröll; trotzdem bei weitem nicht so anstrengend und schlimm, wie unsere Wanderung durch die Wälder beim Geirangerfjord während unserer Nordkap-Kreuzfahrt.

Nachdem wir durch das ausgetrocknete Flussbett gegangen sind (der Wanderweg wurde weggespühlt), führt der Anstieg auf angenehmen Pfaden durch Wälder. Von hier aus hat man auch eine super Sicht aufs Meer. Hinten rechts sieht man noch den Felsen von Gibraltar, wo wir vor zwei Jahren waren.

Ausflug nach Ronda

Ronda ist eine Stadt in der andalusischen Provinz Málaga. Sie liegt auf einer Höhe von 723 m über Meer in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft. Die Stadt liegt rund 113 km westlich der Provinzhauptstadt Málaga und 50 km nördlich der Costa del Sol. Bekannt ist Ronda vor allem für seine Lage: die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau. Die Altstadt ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, durch eine knapp 100 m tiefe, vom Río Guadalevín gebildete, Tajo de Ronda genannte Schlucht getrennt. Überspannt wird der Abgrund von drei Brücken: die Puente Árabe („Arabische Brücke“), die Puente Viejo („Alte Brücke“) und die bekannteste, die im 18. Jahrhundert erbaute Puente Nuevo („Neue Brücke“).

12-Kilometer Wanderung durch das Rio Formosa Naturschutzgebiet

Noch vor Weihnachten machten wir eine von «Komoot» empfohlene Wanderung im Rio Formosa Naturschutzgebiet (offiziell: Parque Natural da Ria Formosa). Der 60 km² grosse Naturpark im Osten der Algarve erstreckt sich zwischen den Stränden Praia do Garrão und Praia da Manta Rota. Er grenzt direkt an die Städte Faro, Olhão und Tavira. Hier findet man das reichhaltigste Ökosystem der portugiesischen Küste. Das Feuchtgebiet wird von den Gezeiten bestimmt und beherbergt eine Lagunenlandschaft aus Sanddünen und Landzungen. Zudem wird hier noch Salz gewonnen, in dem die Salzbecken mit Meerwasser geflutet und dann durch die Sonnen ausgetrocknet werden. In diesen Salzbecken kann man rosa Flamingos beobachten, leider sind viele von ihnen im Dezember nach Marokko weitergereist.

Ausflug nach Tavira

Golf ist wichtig und fast alles in unserem Leben, aber eben nur fast. Wir spielen, wenn das Wetter es zulässt, jeden zweiten Tag Golf. Am golffreien Samstag den 21. Oktober haben wir einen Ausflug nach Tavira gemacht. Dort kann man ca. 20 Minuten zu Fuss in ein Naturschutzgebiet hinauslaufen. Viele Vögel sind zu sehen, schöner Strand und ein Ankerfriedhof. Die sorgfältig aufgereihten 248 verrosteten Anker am Strand Praia do Barril bei Tavira sind ein beliebtes Fotomotiv. Es handelt sich um die Anker, die die Stellnetze des Thunfischfangs am Meeresboden fixierten. Als der Fischbestand in den 1960er Jahren zurückging, wurde das Stellnetz vor der Praia do Barril aufgegeben, die Anker am Strand aufgereiht und die Häuser der Fischer, die nur während der Fangsaison von April bis September bewohnt waren, verlassen. Heute sind in den Fischerhäuser Restaurants, Bars und Souvenirläden.

Ausflug nach Fàtima

Fátima ist eine Stadt in Zentralportugal. Hier befindet sich das Heiligtum von Fátima, eine katholische Wallfahrtsstätte. Die Erscheinungskapelle steht dort, wo die Jungfrau Maria 1917 erschienen sein soll. Ausserdem befindet sich ein eindrucksvolles Höhlensystem, die Grutas von Fátima.

Unser portugiesischer Steuerberater hat sein Büro in Fátima, so haben wir die Gelegenheit genutzt und diesen Wallfahrtsort besucht.

Die Kirche ist von aussen und innen imposant…

..und auch der Platz vor der Kirche ist enorm gross. Hier sollen 2’000 Gläubige Platz finden. Wir waren fast alleine. Obwohl schönstes Wetter ist zur Zeit keine Hochsaison. Dies werden wohl die kirchlichen Feiertage wie Weihnachten und Ostern sein, oder wenn der Papst mal hier ist, wie das letzte mal im 2017, als er den hundertsten Jahrestag der Erscheinungen feierte.

Links die Kapelle, wo den Kindern die Maria erschienen sein soll und rechts das Geschenk zum 100. Jahrestag

Neben dem Wallfahrtsort ist auch das Höhlensystem in Fátima (Grutas da Moeda) bekannt und war für uns viel eindrucksvoller als die religiöse Stätte.

Die Grutas da Moeda (Grotten der Münzen) liegen im Gebiet von Sao Mameda westlich von Fátima. Sie wurden 1971 von Jägern entdeckt. Sie fanden zuerst die Schäferhalle, eine große Höhle mit Tropfsteingebilden. Von schmalen Öffnungen dieser Höhle ausgehend gruben die Männer fast zwei Monate und stießen auf weitere Hallen, die zum System der Grutas da Moeda gehören.

Der Besichtigungsbereich der Grotten beträgt etwa 350 m und geht in bis zu 45 m Tiefe. Die Temperatur in den Grotten beträgt konstant um 18 °C. Ein- und Ausgang liegen an verschiedenen Stellen in einer steinigen Landschaft.

100 Jahre Badenfahrt

Im 2023 findet die Jubliäums Badenfahrt statt. Ein Stadtfest, das weit über die Region hinaus Beachtung findet. Wir haben den Umzug am Sonntag angeschaut. Zum Glück haben wir ein schönes Schattenplätzchen gefunden, da es tagsüber mit über 35 Grad viel zu heiss ist. Das ist auch der Grund, weshalb wir abends an die Badenfahrt gingen. Wir schlenderten durch die Strassen Badens und der Limmatpromenade entlang. Einige Beizen sind wirklich spektakulär, aber das Menschengedränge und die laute Musik überall sind nichts für uns. Wir haben es mal gesehen und das reicht uns auch.

Ein Imbissstand weckte dann noch unsere Erinnerung an unser geliebtes Portugal.

Paris bei Cathérine und Christian

Zu meiner PH Zeit vor rund 10 Jahren besuchte ich einen Französischkurs in Paris. Ich wohnte und lebte beim Lehrer zu Hause. Diesen Kontakt habe ich bis heute gepflegt und Cathérine danach auch schon zweimal in Paris besucht. 2021 wollte ich auch wieder in diese schöne Stadt, aber Corona hatte uns damals einen Strich durch die Rechnung gemacht. So freue ich resp. wir uns sehr, nach langer zeit Cathérine und Christian wieder einmal zu sehen. Geplant sind der Besuch des Schloss Versailles und bekannte und unbekannte Orte von Paris wieder zu entdecken. Vielen Dank liebe Cathérine und Christian, dass wir bei Euch willkommen waren.

12-Tage Arctic Circle Cruise (11.-23. Juli 2023)

Kurzfristig haben wir über Stornokabinen vom Kreuzfahrtberater eine Kreuzfahrt ans Nordkap gebucht. Erstens um der Hitze in der Schweiz zu entfliehen und zweitens um zu sehen, ob wir uns überhaupt eine längere Kreuzfahrt vorstellen könnten. Kerstin hatte von Life on Sea eine 3-jährige Weltreise-Kreuzfahrt gefunden.

Am 11. Juli reisten wir nach Amsterdam, wo unser Schiff, die «Jewel of the Seas» um 17.00h ablegt. Die Reise begann bereits in Zürich mit einem Kribbeln im Bauch, da der Flug bereits vor dem Start mehr als 30 Minuten Verspätung hatte. So kamen wir am Pier am Amsterdamer Hafen 30 Minuten nach dem letzten Boarding an. Dafür dauerte unser Check-in nur wenige Minuten und wir  konnten ohne Schlangestehen durchgehen. Fazit: Wir reisen in Zukunft einen Tag vor dem Ablegen an.

Der erste Tag war ein Seetag, so hatten wir genügend Zeit zum Erkunden des Schiffs.

13. Juli 2023 – Geirangerfjiord

Am Morgen früh fuhr unser Schiff in den Geirangerfjiord. Der Kapitän machte die Passagiere auf die zwei imposanten Wasserfälle «Seven Sisters» (linkes Foto) und den «Bachelor» (rechtes Foto) aufmerksam.

Geiranger ist die Stadt (oder das Dorf) am Ende des Fjord. Es ist imposant auf dem Meer soweit «ins Land hinein» zu fahren. Jedoch sieht es nicht viel anders als auf dem Vierwaldstättersee aus. Wasser (hier Meer) und Berge mit viel Natur. Es gibt x-Fjorde, die mit dem Postschiff der Hurtigruten angefahren werden. Diese Schiffe sind jedoch einiges kleiner als unser Kreuzfahrtschiff.

Den teuren Landausflug, welcher von Royal Caribbean sparten wir uns. Kerstin hat Komoot, mit dem wir unsere Wanderungen jeweils planen. In Geiranger hat sie den Indiana Jones Trail herausgesucht, welcher als mittelschwer eingestuft ist. Ich habe nicht geschimpft und auch nicht geflucht, dazu hatte ich gar keine Kraft mehr nach einem gefühlt nicht endenden Aufstieg über Geröll, Geäst und durch Farne. Insgesamt 410 Höhenmeter quer den Jungle hoch. Nur noch die wilden Tiere haben gefehlt und hinter jedem Baum erwartete ich Indi herausspringen. Der Abstieg war nicht wesentlich besser, ich versank immer wieder knöcheltief im Moor. Endlich wieder in der Zivilisation, mussten wir noch 5 Kilometer der Strasse entlang hinunter zum Schiff zurück.

14. Juli 2023 – Molde

Über Nacht ist das Schiff nach Molde gefahren. Mutig wie ich bin, habe ich trotz dem Indi-Trail die Planung für den Molde-Ausflug Kerstin überlassen. Diesmal gingen wir nur 6 Kilometer durch die Kleinstadt Molde.

16. Juli 2023 – Nordkap

Nach einem weiteren Seetag liefen wir am Sonntag, 16. Juli in Honningvåg ein. Von dort organisierte meine Reiseleitung einen Bus ans Nordkap; ich war mal wieder fürs Wetter zuständig. Ich machte alles richtig und wir erwischten die 2 1/2 Stunden Sommer, die unser Guide Helga auf der Hinfahrt erwähnte. Aber zuerst machten wir wieder einen Spaziergang durch das 2000-Seelen-Dorf.

Die norwegischen Küstenorte ähneln sich alle. Fast alle Häuser sind aus Holz.

und im hohen Norden gibt es auch Hobbits…

Mit dem Bus ging es dann ca. 40 Minuten weiter Richtung Norden. An den nördlichsten Punkt von Europa bei 71° 10′ 21″. Auf diesem Breitengrad liegen sowohl Sibirien wie auch Alaska. Nur ist es hier wärmer (Winter ca. -3° und im Sommer rund 10°), wegen des Golfstroms. Im Arctic-Center erfuhren wir viel Interessantes über das Nordkap und konnten vor allem die Schönheit der Natur bewundern. Es sieht etwas ähnlich aus wie bei uns in der Schweiz in Hochalpinen Gegenden. Auch ist die Fauna ähnlich.

Beim Anblick der vielen Fahrradtouristen musste ich an meinen Bruder denken, der mit dem Fahrrad von Mai – September 1992 von Wettingen ans Nordkap geradelt ist. Was für eine Leistung.

Auf der Rückfahrt zum Schiff machten wir noch Halt bei einem Sammen mit Rentier und am nördlichsten Fischerdorf Europas (Skarsvåg). Irgend etwas hier oben ist immer «das nördlichste» hat unser Buschauffeur gesagt.

Am Abend geniessen wir oft die Pianobar mit Livemusik bis spät in die Nacht hinein, obwohl man dies gar nicht bemerkt, da die Sonne über dem Polarkreis nicht mehr untergeht. Es ist seltsam, wenn man die Uhr 23.30h anzeigt und die Sonne steht immer noch handbreit am Horizont.

17. Juli 2023 – Tromsö

Wieder haben wir Glück mit dem Wetter. Die Sonne scheint und die Temperatur ist angenehm bei 18 Grad. Komoot hat uns wieder einen Stadtrundgang vorgeschlagen. Zwischen Wohngebieten, durch ein Naturschutzgebiet sehen wir immer wieder schöne Flecken und haben eine gute Sicht auf den Fjord. Auf der gegenüberliegenden Fijordseite liegt die Eiskathedrale, die von aussen eindrucksvoller ist als von innen.

19. Juli 2023 – Flam

Nach einem weiteren Seetag legte die Jewel of the Seas für ein paar Stunden in Flam an. Da das Wetter positiv ausgedrückt nur mässig schön war, haben wir in einer kurzen Regenpause einen knapp 1-stündigen Spaziergang gemacht und den Rest des Tages mit Lesen und Youtube verbracht. Aber da die Landschaft sehr ähnlich zu den vorherigen Landausflügen war, haben wir unserer Ansicht nach nicht viel verpasst. Es hätte noch einen Ausflug mit der Eisenbahn gegeben, aber dafür hätten wir erstens viel früher reservieren müssen und hätten dann wie Schweine gepfercht im 3 Stunden im Zug verbracht.

20. Juli 2023 – Stavanger

In Stavanger übernachtete ich vor über 35 Jahren auf unserem Interrailtrip. Aber die Stadt kam mir überhaupt nicht bekannt vor und nur mit gutem Willen habe ich eventuell die einstige Unterkunft in der damaligen Bahnhofshalle (heute ein Bistro) erkannt. Könnte aber auch wo anders gewesen sein. Also eigentlich ein völlig irrelevanter Beitrag. Stavanger hat heute viel Streetart und ist sonst eine norwegische Kleinstadt wie die anderen auch.

Ist das eventuell die ehemalige Bahnhofshalle, wo wir auf unserem Interrailtrip übernachtet haben, da es in strömen regnete? Stavanger hat sich in den letzten 35 Jahren total verändert oder mein Erinnerungsvermögen lässt zu wünschen übrig, was kaum sein kann.

Auch wenn ich die damalige Unterkunft nicht zu 100% sicher ausfindig machen konnte, kamen die Erinnerungen an Interrail zurück..

21. Juli 2023 – Kristiansand

Bei herrlichem Wetter hat mich Kerstin auf einen weiteren Indi-Trail, dieses Mal aber light, geführt. Wir haben die Insel Oddaroya (musste mir Kerstin buchstabieren) erkundet. Manche Passagen durch den Wald oder die Treppen haben uns an unseren ersten Ausflug in Geiranger erinnert. Schön war es trotzdem. Kerstin findet es sieht aus wie Ferien in Saltkrokan.

23. Juli 2023 – Amsterdam und Rückreise in die Schweiz

Den letzten Tag (22. Juli) verbrachten wir wieder auf dem Schiff. Die Fahrt von Kristiansand nach Amsterdam dauert rund 36 Stunden. Morgens um 6.00h legten wir in Amsterdam an und um 8.30h mussten wir die Jewel of the Seas verlassen. Bis zu unsrem Rückflug um 15h hatten wir noch Zeit, Amsterdam bei einer Grachtenfahrt kennen zu lernen.

Fazit:

Für mich war es die erste Kreuzfahrt. Es wird wahrscheinlich nicht die letzte sein, aber die Idee von einer dreijährigen Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff haben wir beiseite gelegt. Am meisten hat uns das «selber Kochen» gefehlt; auch wenn die Auswahl an Restaurants auf dem Schiff gross ist, wird es mit der Zeit langweilig und es schmeckt alles immer ähnlich. Zweitens hat uns das Golf spielen gefehlt sowie spontan irgendwohin fahren oder gehen. Das Schiff bietet zwar viele Attraktionen (die jedoch nicht so unser sind; z.B. Casino, Theater, Auktionen, Tanzkurse und im Kino liefen fast nur Filme aus dem letzten Jahrhundert). Ausserdem ist es schon recht teuer. Auch wenn wir für die 12tägige Kreuzfahrt pro Person «nur» 1299 bezahlt haben, kostete der Spass das Doppelte, da Getränke, Ausflüge und Internet enorm teuer sind. Trotzdem, für spezifische Reisen (evtl. Baltikum und St. Petersburg) können wir uns eine nächste Kreuzfahrt vorstellen.

Blues-Brunch mit Freunden

Wie jedes Jahr seit 20 Jahren findet über die Auffahrt das Bluesfestival in Baden statt. Am Sonntag, 21. Mai 2023 haben wir zusammen mit Freunden einen super Brunch mit Blueskonzert von Dawn Tylor Watson genossen. Ein Schmaus für den Geschmack und die Ohren.

Barbara und Alex sowie Margrit und Hansruedi haben uns an den Brunch und ans Konzert von Dawn Tylor Watson begleitet. Wieder ein sehr schöner Tag hier in der Schweiz.

Am Gardasee bei Jürgen und Brigitte

Ende März sind wir von Vilamoura zurück in die Schweiz gefahren. Vom 16.-20. April haben wir Brigitte und Jürgen am Gardasee besucht. Nebst dem megaschönen Haus von Jürgen und Brigitte besuchten wir mit den Beiden Verona, Salò, Sirmione und das Weingut Casa dei Fratti. Auf dem Ca’degli Ulivi haben wir dann auch noch eine Runde Golf gespielt. Selbstverständlich heisst eine Italienreise auch leckeres Essen. Nebst all dem, hatte ich sehr interessante Gespräche mit Jürgen bezüglich Investments und Hedge Funds. Zusammengefasst: Ein paar super schöne Tage am Gardasee.

Weingut Casa dei Fratti

Wir besichtigen das Weingut Casa dei Fratti, ein wunderschöner Betrieb, der pro Jahr 6 Millionen Flaschen herstellt. Bei dieser Menge muss alles automatisiert und bis ins letzte Detail geplant sein. Trotzdem schmeckt uns der Wein (vor allem der Rotwein) hervorragend und wir gönnen uns zwei Flaschen.

Von der Ernte direkt in die Presse und dann in den Weinkeller. Natürlich wird die Qualität der eingehenden Trauben im Labor zuerst geprüft.

Der Zugang zum Weinkeller ist beeindruckend, wie auch die Grösse und die Sauberkeit, ob im Keller oder im Verkaufslokal.

Ausflug nach Verona

Nachdem wir durch die Stadt geschlendert sind genossen wir einen kleinen Lunch.

Beim Balkon von Romeo und Julia war der Andrang gross – im Gegensatz zu einem anderen schönen Balkon mitten in der Stadt.

Ausflug nach Sirmione

…und nach Salò

Zwischen den Ausflügen genossen wir das super Haus von Jürgen und Brigitte mit Sicht auf den Gardasee…

Besuch aus der Schweiz

Schon lange haben Zita und Jürg angekündigt, dass sie uns in Vilamoura besuchen kommen. Eigentlich wollten wir auch zusammen Golfen, aber die Dom Pedro Plätze sind im März so ausgebucht, dass es nur für eine gemeinsame Runde Golf auf dem Pinhal klappt.

Aber Golf ist ja nur das halbe Leben, so geniessen wir die Gesellschaft von Zita und Jürg bei gemeinsamen Nachtessen und beim Tagesausflug nach Benagil (was Kerstin vor einer Woche zusammen mit Barbara rekognosziert hatte).

@ Jüzis: schön habt Ihr uns besucht. Wir hoffen, dass Ihr auch nächsten Winter wieder kommt.

Kurzwanderung zur Fonte Benémola und Geburt eines Golfplatzes

Wir wandern regelmässig; d.h. mind. einmal pro Jahr. Dieses Jahr am 19.02.2023 machten wir eine Kurzwanderung zur Finte Benémola, das liegt etwas im Hinterland von Vilamoura. Auf der Fahrt zum «Startpunkt» haben wir die Geburt eines Golfplatzes gesehen. Im nächsten Herbst, wenn wir wieder hier sind, werden wir das «Golf-Baby» besuchen 😉

Alles dem Bach entlang und wieder zurück. Auch bei bedecktem Himmel ist es angenehm warm und die Natur schön anzusehen.

Hier entsteht ein neuer Golfplatz. Wir werden ihn im Herbst 2023 spielen.

Die runde Kirche von Loulé liegt auf einem Hügel. Bei Sonnenschein (siehe Foto rechts aus dem Internet) wäre es noch eindrucksvoller.

Einkauf auf dem Wochenmarkt

Jeden Mittwoch findet in Quarteira der Wochenmarkt statt, wo vor allem die Einheimischen Gemüse, Früchte und alles was man sonst so zum kochen benötigt einkaufen. Wir fuhren mit unseren Fahrrädern bei schönstem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen (mind. 20 Grad) zum Markt. Ich wollte Himbeeren und Erdbeeren kaufen, um wieder Konfitüre zu kochen. Denn das letzte Glas meiner vorherigen «Produktion» ist beinahe leer. Ebenfalls kauften wir Gemüse für das Silvesteressen. Ich werde Fajitas zubereiten.

Ausflug nach Silves

Am 16. Februar machten wir einen Ausflug Richtung Westen nach Silves. Silves wurde am Rio Arade errichtet, den noch heute eine mittelalterliche Brücke überquert. Zeitweilig war Silves Residenz eines Emirs bzw. Sitz eines Bischofs. Heute hat Silves rund 11’000 Einwohner. Wir schlenderten durch die Stadt, besichtigten die Burg und genossen einen frisch gepressten Orangensaft.

ehem. Maurische Hauptstadt (Bild von Geo)

Ein Rundflug über die Burg und die Burgmauer ist auf unserem Youtube-Kanal abrufbar.

Am Strand von Quarteira

Ich wollte schon lange wieder einmal meine Drohne fliegen lassen und Aufnahmen vom Strand machen. Leider war bisher der Wind immer zu stark. Doch am Mittwoch 25. Januar 2023 war es endlich sonnig und windstill. Zu Zweit ist es auch einfacher die Drohne zu fliegen. Ich steure und mache die Aufnahmen, Kerstin behält die Drohne im Auge.

Der Film ist wieder auf unserem Youtube-Kanal zu sehen.

Ausflug nach Lagos und Punta de la Piedad

Heute Samstag, 14. Januar 2023 war wieder ein wunderbarer Tag. Sonne pur, keine Wolke am Himmel und gute 22 Grad. Wir können es immer noch nicht glauben, dass der Winter hier so warm ist. Wir geniessen auch diesen Tag wie fast jeden anderen ganz besonders und fühlen uns privilegiert. Heute wollten wir mal wieder etwas von der Algarve sehen (nicht immer Golf) und fuhren Richtung Westen nach Lagos. Eine sehr schöne Stadt, wobei uns wieder einmal die Natur und die Küste besser gefielen als die Stadt selber. Aber seht selbst…

Was gefällt Euch besser? Kirche aus Bodenperspektive oder Kirche aus der Drohnensicht. Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Die Kunst an den Wänden erinnert uns an die Streetart in Bristol.

Mittagessen am Meer

Auf Empfehlung einer englischen Bekannten, die zeitweise hier in Vilamoura wohnt, haben wir mit dem Fahrrad einen Ausflug ans Meer zu einem der besten Restaurants gemacht. Dieses liegt direkt am Meer und beim Rauschen der Wellen und Blick aufs Meer genossen wir einen Vino Verde und einen fangfrischen Fisch vom Grill. Was gibt es Schöneres? Wir haben auch gleich nochmals für nächsten Sonntag Nachmittag und für Weihnachten reserviert.

Mit dem Fahrrad fuhren wir rund 20 Minuten von den Prado Villas dem Meer entlang zum BJ’s Fischrestaurant

Ausflug nach Tavira und ein Fado Konzert vom Feinsten

Am Samstag, 5. November fuhren wir nach Tavira, ein hübsches Städtchen ca. 45 Minuten östlich von Vilamoura. Ein kurzer Bummel durch die Stadt zur Burg, von wo man eine gute Übersicht über den Ort hat und danach ein Fado Konzert. Fado ist die traditionelle Musik von Portugal. Hier ein Link zu Youtube.

Auf der Burg von Tavira hat man einen schönen Blick über die Stadt. Aber auch die Burg mit der Kirche ist sehr pitoresk.

Fado ist die typische Musik von Portugal. Auch wenn ich die Texte nicht verstanden habe, sicher ging es um Liebe, Sehnsucht und Heimweh.

Bootsausflug zu den Höhlen von Benagil

Obwohl wir «golfangefressen» sind und vor allem ich mich nach einer Runde Golf bereits auf die nächste freue, unternehmen wir ab und zu auch Ausflüge in die Umgebung, wo wir gerade sind. Die Algarve ist u.a. auch bekannt für die steilen Küsten und Höhlen (die meist nur vom Boot aus zu sehen sind). Um nicht ganz als «Kulturbanausen» dazustehen, haben wir zusammen mit unseren Freunden Susann und Hans eine Bootstour zu den Benagil Höhlen gemacht.

Fazit: Ganz nett, einmal gesehen OK, aber müssen wir das nächste Jahr nicht wieder machen…

Der Küste entlang Richtung Westen fahren wir bis zu den Benagil Höhlen

Ausflug ans Meer (Praia do Arrifes und Secco Sagres)

An unseren golffreien Tagen machen wir Einkäufe, geniessen das Nichtstun oder erkunden die Umgebung. Am 14.10.2022 fuhren wir von Vilamoura Richtung Westen ans Meer. Zuerst nach Praia do Arrifes und dann weiter nach Secco Sagres. Wir sind aber weder Wasserratten noch Strandlieger, so haben wir einfach die schöne Landschaft genossen und Fotos gemacht.

Praia do Arrifes

Secco Sagres

Genussreise ins Piemont

Unsere Genussreise mit der Familie wird schon zur Tradition. Bereits zum dritten Mal sind wir (meine Eltern, mein Bruder und Kerstin) im Spätsommer für ein paar Tage ins Piemont gefahren. Wir übernachten jeweils im Hotel i Castelli in Alba, welches ideal und zentrumsnah gelegen ist. Tagsüber besuchen wir Weingüter, degustieren und kaufen Weine. Abends schlemmen wir im Enoclub in Alba und im Bovio in La Morra, für mich das beste Restaurant. Wenn ich bei mini Beiz dini Beiz mitmachen würde, wäre dies das Restaurant, das ich wählen würde. Am Samstag assen wir in Mailand im Ribot noch zu Mittag, bevor wir dann nach Bad Ragaz fuhren, um an der ASGI Bündner Classic (3tägiges Golfturnier) mitzumachen. Vom Piemont hier ein paar Eindrücke und Erinnerungen.

Unser Aufenthalt in der Schweiz – Ausflüge

Verkehrshaus Luzern (08.06.2022)

Am 8. Juni fuhr ich mit dem Zug nach Luzern und nahm das Schiff zum Lido. Ich besuchte mit meinem Golffreund Fritz das Verkehrshaus Luzern. Das letzte mal war ich wahrscheinlich vor über 30 Jahren hier. Es gibt so viele Dinge zu sehen, so dass der Tag im Flug vorbei ging.

Tellspiele Interlaken (14.06.2022)

Zu Kerstins Geburtstag habe ich Ihr Tickets für die Tellspiele in Interlaken geschenkt. Dieses Freiluft Theater zeigt die Geschichte der Schweiz mit dem Schuss mit der Armbrust auf den Apfel von Willis Kopf und den Rütlischwur der drei Urkantone. Das Tell-Denkmal und die Rütliwiese wollen wir dann in echt auch noch besuchen, sobald wir das GA der SBB haben.

Mit dem GA unterwegs

Im Sommer 2022 ist es in der Schweiz fast zu heiss zum golfen. Drei Wochen sind wir nach England «geflüchtet» und vom 14.07.-13.08.2022 haben wir bei der SBB ein Schnupper GA für 340 Franken gekauft. Insgesamt haben wir dieses 19x genutzt:

Thun und Thunersee, Besuch von Renate in Luzern, Rigi und Vierwaldstättersee, Stoos, Schloss Heideck, Essen im Hiltl in Zürich, Technorama Winterthur, Basel Rheinschwimmen, Rundreise Basel-Delémont-Biel-Solothurn, Gruyere, Besuch von Brigitte in Reigoldswil, 1. August Feuerwerk in Basel, mit meinem Vater nach Locarno, Glacier 3000, Treffen in Oerlikon mit Sigi und Christa, Taufe von Felix in Glarus, Stanserhorn, Kreuzlingen/Stein am Rhein und Essen Moules et frites in Bern.
Von ein paar Ausflügen gibt es nachstehend Fotos und Berichte.

Thun und Thunersee (14.07.2022)

Per heute haben wir für einen Monat das SBB GA gekauft und können so alle öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn, Bus, Schiff, Bergbahnen) kostenlos nutzen. Als erstes haben wir einen Ausflug nach Thun gemacht und sind dann mit dem Schiff von Thun nach Interlaken gefahren. Bei diesem heissen Wetter war es auf dem Schiff doch noch einigermassen erträglich. Die Aussicht auf die Berner Alpen ist einfach wunderschön, wie im Bilderbuch. Wir begriffen, weshalb die Ausländer die Schweiz so lieben; wir tun es auch.

Rigi und Vierwaldstättersee (16.07.2022)

Ein weiterer heisser Tag in der Schweiz, welchem wir in die Berge entfliehen. Heute auf die Königin der Berge, die Rigi. Nebst dem Pilatus (werden wir am 21.07.2022 besuchen) einer der bekanntesten Berge der Region Luzern.

Mit dem Zug nach Arth Goldau und von dort mit der Zahnradbahn auf Rigi Kulm. Von hier hat mein eine super Weitsicht ins Schweizer Mittelland. Zu Fuss gehen wir eine 3/4 Stunde nach Rigi Kaltbad. Hier haben meine Eltern vor 55 Jahren geheiratet.

Von Rigi Kaltbad mit der Seilbahn nach Weggis und dann mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee nach Flüelen und dann nach Altdorf. Wir haben die Station «Rütli» gesehen, (aufs Rütli wollen wir auch noch einmal), die Tellsplatte und in Altdorf das Telldenkmal. Ein schöner Tag im Herzen der Schweiz.

Stoos – steilste Standseilbahn der Welt (20.07.2022)

Heute waren wir auf dem Stoos mit der steilsten Standseilbahn der Welt (110% = 47.7 Grad Steigung). Auf gut 1300 m ü.M. war es immer noch sehr warm, so dass wir im Stoosseeli unsere Füsse ins kühle Nass streckten. Zum baden war es uns das Wasser aber doch zu kalt.

Stoosbahn

Schloss Heidegg (21.07.2022)

Der heutige Ausflug ging nur ins Seetal. Mit dem Zug von Aarau über Lenzburg bis Heidegg. Von dort zu Fuss zum Schloss Heidegg. Der dortige Rosengarten wurde mir von meiner Kollegin Claudia empfohlen. Nach Besichtigung des Rosengartens (leider blühten noch nicht so viele Rosen), wanderten wir durch Wald und über Wiesen zurück nach Hitzkirch, von wo es wieder zurück nach Aarau ging.

Technorama (23.07.2022)

Wieder einmal nach über 30 Jahren besuchte ich das Technorama in Winterthur. Ein Ort, wo Physik erlebt werden kann.

Schwimmen im Rhein (25.07.2022)

An heissen Tagen wie heute, bei über 34° Grad im Schatten, gibt es fast nichts schöneres, als im Rhein zu schwimmen. Bei angenehmer Wassertemperatur von 25° Grad stiegen wir beim Tinguely Museum in den Rhein. Kleider, Handy etc. sind im Wickelfisch gut geschützt und geben gleichzeitig Auftrieb im Wasser. Der Ausstieg ist dann bei der Kaserne, wo wir am Rheinufer uns an der Sonne trocknen lassen. Ein erfrischendes Erlebnis, das wir sicher nochmals machen werden; die Aussichten zeigen, dass die Temperaturen noch sicher eine Woche heiss bleiben.

Mit den Schiff vom Bielersee nach Solothurn (26.07.2022)

Am heutigen Tag wollten wir per Zufallsapp die ÖV nutzen. Zuerst fuhren wir in Aarau von Gleis 12 fünf Stationen nach Gränichen. Hier ging es jedoch nur wieder zurück nach Aarau oder weiter nach Menziken. Schon nach einer halben Stunde fanden wir unsere Idee etwas doof. Aber wir versuchten es nochmals. Also zurück nach Aarau und den ersten Zug nehmen. Die Zufallsapp sagte fünf Stationen. Nach ca. 45 Minuten waren wir in Basel. Von hier geht es nach Frankreich oder Deutschland, wo unser GA nicht gültig ist. Zurück Richtung Zürich wollten wir nicht, also beschlossen wir ohne App, die S-Bahn Richtung Delémont zu nehmen. Von dort via Moutier nach Biel. In Biel fand 2002 die Expo statt; Erinnerungen kamen auf. Am See stellten wir fest, dass es eine Flussfahrt auf der Aare nach Solothurn gibt. Wir bestiegen das Schiff und fuhren 2 1/2 Stunden die Aare runter. Von Solothurn ging es dann mit dem Zug zurück nach Aarau. Auch mal spannend, wenn man am morgen bei der Abfahrt nicht weiss, wohin uns die Gleise und das Schiff führt.

Fondue und Alphornmusik – Nach viel Geduld ein Schweizer-Klischee-Tag in Gruyère (28.07.2022)

Eigentlich wollten wir um 12.15h in Gruyère sein, um dort ein Fondue und Raclette zu essen und danach die Cailler Schokoladenfabrik in Broc zu besuchen. Wir waren auch rechtzeitig aufgestanden, haben den richtigen Zug bis nach Bulle genommen, aber dort habe ich mich vertan und wir verpassten wegen 1 Minuten den Anschlusszug nach Gruyère . Der nächste Zug ging erst eine Stunde später, also beschlossen wir (ich), den Bus nach Broc zu nehmen und von dort nach Gruyère zu fahren. Nach einer Stunde waren wir aber wieder in Bulle und wieder um 1 Minuten den Zug nach Gruyère verpasst. Kerstin war not amused. Wir beschlossen zu Fuss nach Gruyère zu gehen, in 40 Minuten sollten wir dort sein. Dank Autostopp und einer kurzen Wanderung durch den Wald auf den Schlosshügel, waren wir um 14.00h endlich am Ziel. Wir stärkten uns mit Fondue und Raclette und zum Dessert Himbeeren mit Doublecrème. Dazu stilecht Alphornbläser und Fahnenschwinger. Schweizer-Klischee zum feinsten.

Glacier 3000 – A high level experience (04.08.2022)

Den Peak Walk by Tissot auf dem Glacier 3000 wollte ich schon lange mal machen. Auf knapp 3000 m ü.M. wurden zwei Berggipfel mit einer Hängebrücke verbunden. Am heutigen HItzetag (im Unterland 37°C) war es auf knapp 3000 m sehr angenehm mit 18°C und die Fernsicht war wunderbar. Wir schauten weit ins Welschland hinein, auf die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, auf den Mont Blanc und auch das Matterhorn war noch zu sehen.

Die Anreise führte via Spiez, Zweisimmen, Gstaad auf den Col de Pillon und von dort per Seilbahn auf den Gletscher. Die Rückreise über Les Diablerets, Aigle, Yverdon-les-Bains zurück nach Aarau. Wieder ein wunderbarer Ausflug. Weshalb in die Ferne schweifen, denn das Schöne liegt so nah.

Stanserhorn (10.08.2022)

Ein weiterer Punkt auf unserer Ausflugsliste war die Fahrt mit der «Cabrio-Bahn» aufs Stanserhorn. Wieder ein schönes und einzigartiges Erlebnis.

Vom Bodensee nach Stein am Rhein (11.08.2022)

Der letzte grössere Ausflug mit dem GA unternahmen wir nach Kreuzlingen und fuhren mit dem Schiff nach Stein am Rhein. Wir haben alle Ausflüge sehr genossen und können uns vorstellen, auch im nächsten Jahr wieder für einen Monat ein GA zu kaufen und die Schweiz zu erkunden.

Bristol

Heute (02.07.2022) haben wir mal wieder einen Golfpausetag eingelegt. In den kommenden fünf Tagen werden wir fünf verschiedene Golfplätze spielen. Aus diesem Grund wollten wir ausgeruht sein. Wer aber schon Städtetrips gemacht hat weiss, dass man an solchen Tagen viel zu Fuss unterwegs ist. Bei uns waren es heute 14 Kilometer. Nach einem kurzen Lunch wollten wir aufstehen, aber jemand hat uns Bleiplatten an die Füsse geschnallt. Jeder Schritt war sehr mühsam und wir sehnten uns, im Hotel aufs Bett zu liegen.

Bristol ist eine spannende Stadt. Wir besuchten das Hafenviertel, die Clifton Hängebrücke, das Museum und das restaurierte Schiff SS Great Britain und suchten in der Stadt die Kunstwerke von Banksy, einem lokalen und weltberühmten Künstler. Eigentlich wollten wir noch den englischen Garten der Universität von Bristol besuchen, aber unsere Beine streikten.

Padstow Harbour

Der 28. Juni war ein verregneter Tag und wir beschlossen deshalb wieder einen golffreien Tag einzuschieben. Tripadvisor meinte, Padstow Harbour sei ein lauschiges typisches Fischerdorf, das auch in den Rosamunde Pilchner Filmen vorkommt. Also entschieden wir, uns dieses Fischerdorf anzusehen. Wir waren nicht die einzigen und so spektakulär wir Tripadvisor uns dies schmackhaft machte, war es nun auch wieder nicht. Aber der Spaziergang zum Aussichtspunkt über das Fischerdorf war doch schön. Wir haben uns mindestens etwas bewegt, wenn wir schon nicht golfen.

Blinde Löcher und einen Albatros

Von unserer Unterkunft «Oceanside Hotel» in Newquay hatten wir einen direkten Blick auf den Newquay Golfplatz und das Meer. Wir beschlossen jedoch einen Golf-Pausetag zu machen, da wir am kommenden Tag den Perranporth Golfplatz spielen wollten. Es zeigte sich jedoch, dass dies ein Fehler war. Der Newquay Golfplatz lag schön am Meer, war eher flach und mit breiten Fairways.

Newquay Golf und Meer – unsere Aussicht vom Zimmer

Beim Perranporth Golfplatz waren 16 der 18 Löcher «blind» und ich wusste meist nicht wohin ich spielen sollte. Das ist eine äusserst schlechte Kombination mit meinem aktuellen Spielniveau. Ich verlor unzählige Bälle und nach 18 Löchern erreichte ich gerade mal 20 Punkte. Was für ein Frust. Ich hasse dieses Spiel und trotzdem liebe ich es. Trotzdem gab es noch einen Albatros (im Golf sind das 3 Schläge unter PAR), aber natürlich nicht auf dem Golfplatz, sondern vor unserem Fenster auf dem Balkontisch.

Treewidden Garden – ein mal anderer englischer Garten

England ist für seine schönen Gärten bekannt und auch wir wollten einen davon sehen. Trewidden Garden lag nur zwei Meilen von unserer Unterkunft in Sennenrise entfernt. Auf seinen 6 ha zeigt der Garten eine der besten Sammlungen an Kamelien und Magnolien in England. Leider war es für die Blütezeit noch zu früh. Wir genossen zwar den Spaziergang durch den Garten resp. den Wald. Aber unter einem englischen Garten verstehe ich etwas anderes. Mal sehen, ob wir später auf unserer Reise doch noch einen typischen englischen Garten finden.

Lands End

Am westlichsten Zipfel von Grossbritannien bei Lands End schauten wir Richtung Amerika, aber nichts als Meer. Es ist hier nicht anders als am westlichsten Punkt von Europa in Portugal, wo wir anfangs Jahr waren. Felsen, Aussichtspunkt Richtung Amerika (ich fragte mich, wer zahlt für das Fernrohr um auf das Meer zu blicken?), Wind und touristische Kioske. Trotzdem war es schön, aber uns hätte die Aussicht vom Cape Cornwell Golfplatz gereicht.

Bei lands end ist es sehr windig

Hope Cove

Unsere heutige Unterkunft liegt in Hope Cove, direkt am Meer. Wir sind in einem Pub einquartiert und haben dort leckere Muscheln und einen fangfrischen Fisch gegessen. Dazu Cider, Weisswein und Malbec. Köstlich.

Etwas windig war es in Hope Cove, aber trotzdem sehr schön.

Sicht auf Hope Cove

…und heute kein Foto von mir. Nur Kerstin 🙂

Zwischenhalt in Stonehenge und 120 Golfbälle

Mein Golfspiel lässt im Moment etwas zu Wünschen übrig. Ein Engländer sagte uns, «today the golf went not right – everything went right». Aus diesem Grund mussten wir auf dem Weg nach Stonehenge im American Golf Store einen Zwischenstop einlegen, damit ich mir neue gebrauchte Bälle kaufen konnte. Ich habe mal 5 Packungen à 24 Bälle (Titleist Pro V1) für £17 pro Schachtel gekauft. Ich hoffe, das reicht bis zum Ende des Urlaubs.

Das Wetter war durchzogen und es tröpfelte immer wieder. So beschlossen wir heute nur Stonehenge zu besuchen und einen golffreien Tag einzulegen. Das gibt mir auch die Zeit, um im Pub «Fisherman’s Hunt», in welchem wir auch nächtigen, unsere Website wieder zu aktualisieren. Ich gebe mir Mühe, nun wieder regelmässiger zu berichten und ich freue mich auf die Feedbacks und Kommentare meiner kleinen, aber sehr geschätzten Leserschaft.

Da wir heute nicht Golf spielen, haben wir uns entschlossen, den rund 2 Kilometer langen Weg vom Besucherzentrum zu den Stones zu Fuss zu gehen und nicht den Shuttlebus zu nehmen. Schon aus der Ferne sahen wir den Steinkreis und von der Nähe sind die Megalithen schon beeindruckend.

Ausserdem habe ich, wie versprochen, auch mal ein Foto von Kerstin gemacht 😀

Von Folkstone der Küste entlang nach Seaford

England sieht immer noch so aus, wie wir es in Erinnerung haben. Die Häuser, entweder mit den «roten» Backsteinen oder in Naturfarben; alles etwas heruntergekommen und in den Hotels die Teppiche, die wahrscheinlich zu King Georges Krönung neu verlegt wurden. Aber auch das Wetter ist so, wie ich es in Erinnerung habe, viel Sonne, angenehme Temperaturen und viel weniger Regen als die meisten denken, wenn man vom englischen Wetter spricht.

Von unserem Hotelzimmer aus konnten wir aufs Meer sehen. Ein Foto des Zimmers ersparen wir Euch und unserer Erinnerung.

In Folkstone mussten wir zuerst für Konnektivität sorgen, da Peter (der Schreibende; also ich) die falschen Stecker-Adapter eingepackt hat. Aber bereits im ersten Geschäft, das wir aufsuchten, wurden wir fündig. Der nette Verkäufer hat kurzerhand bei unserer mitgebrachten CH-Steckleiste den Stecker abgeknipst und einen UK-Stecker montiert.

Unser erster Golfstop war der Seaford Head Golf Course. Ein etwas hügeliger Platz, aber mit atemberaubender Aussicht auf Seaford und die Seven-Sisters. So konnten wir das erste «Kultur-Higlight» direkt mit Golf verbinden.

Als die Sieben Schwestern (Seven Sisters) wird die Kliffküste die zwischen Eastbourne und Seaford gelegen ist, bezeichnet. Sie sind die eindrucksvollsten Klippen der South Downs in Sussex. Bei den Seven Sisters handelt es sich um eine Kette aufeinander folgender Kreidefelsen der Küstenlinie. Da es sich um acht Kuppen und sieben Senken handelt, ist strittig, ob sich der Name auf die Kuppen oder die Senken bezieht. Laut einer Ausstellung im Besucherzentrum des National Trust bei Birling Gap ist die Bezeichnung Seven Sisters um 1600 entstanden. Erst danach hat sich durch die kontinuierliche Erosion eine weitere Klippe, die achte Schwester, gebildet.

Sicht auf die Seven-Sisters von Loch 15 des Seaford Head Golf Club
…und Sicht auf die Stadt Seaford von Loch 2

Übernachtet haben wir einem B&B ohne Breakfast aber mit Sicht auf den Hafen. Das Zimmer und das Bett waren aber etwas klein für zwei.

Ich habe Glück, da ich die meisten Texte hier schreibe und unsere Website à-jour halte und Kerstin für die Fotos zuständig ist, bin ich öfter auf den Fotos. Aber ich gebe mir Mühe öfter mal auch ein Foto von Kerstin zu machen 😉

Reise durch Südengland – die Anreise nach Folkstone

Unseren Schweiz-Aufenthalt unterbrechen wir für 3 Wochen und reisen durch Südengland. Einerseits brauchen wir wieder einmal Ferien (die letzten liegen bereits über zwei Jahre zurück – März 2020 in Belek – und anderseits flüchten wir von der Hitze in der Schweiz und geniessen den englischen Sommer bei angenehmen 20 – 24 Grad.

vom 20. Juni – 9. Juli reisen wir durch den Süden Englands

Über Bergheim im Elsass fahren wir nach Calais, wo wir am Montagabend den Autozug durch den Eurotunnel nehmen. In Folkstone übernachten wir nach einer langen Anfahrt, bevor es dann Richtung Westen entlang der Südküste von England geht. Wir freuen uns auf vielen schönen Golfplätzen zu spielen und wenn ab und an mal etwas Kultur «mitgenommen» werden kann, machen wir auch das.

Bergheim im Elsass

Vor dem Verladen auf den Eurotunnel-Autozug, hatten wir noch Zeit für eine rasche 9-Loch Runde in Dünkirchen und ein Nachtessen in Calais. Für Nicht-Golfer sieht sowieso jeder Platz gleich aus; wir geniessen es aber, verschiedene Plätze zu spielen und nutzen fast jede freie Minute um einen neuen Platz kennenzulernen.

Ausflug nach Lissabon

Barbara wird am Samstag in die Schweiz zurückkehren. Das haben wir genutzt und sind mit ihr am Freitag 11. März 2022 nach Lissabon gefahren. Leider war das Wetter am Vormittag durchzogen, nachmittags schielte die Sonne ab und zu hinter den Wolken hervor. Trotzdem haben wir den gemeinsamen Stadtrundgang genossen, haben Apéro genommen und noch ein letztes gemeinsames Mittagessen bei der Markthalle verzehrt. Es war eine schöne Woche zusammen mit Barbara und sie wird uns auch nächsten Winter an der Algarve wieder besuchen.

Ein paar Impressionen von Lissabon….

Ausflug nach Baleal und Nazaré mit Freunden

An unserer neuen Destination in Praia d’el Rey haben wir Besuch von Freunden. Martin, ein ehemaliger Arbeitskollege von mir und seine Frau Adejane sowie Barbara, eine ehemalige Arbeitskollegin von Kerstin sind für ein paar Tage bei uns. Es ist schön, auch mal etwas Leben im Haus zu haben. Aus diesem Grund ist für uns heute auch ein golffreier Tag.

Nach einem leckeren Frühstück in einem Surfercafé spazierten wir gut 4 Kilometer am Strand von Baleal.

Nach diesem Spaziergang fuhren wir nach Nazaré, rund 50 Kilometer Richtung Norden. Adejane und Martin kennen dort ein typisch portugiesisches Restaurant. Die Fischplatte war einfach köstlich. Leider gibt es zu dieser Jahreszeit die bekannten grossen Wellen nicht, die diesen Ort zum Surferparadies Europas machen. Trotzdem hat uns die Sicht auf das Meer und das Städtchen Nazaré sehr gut gefallen.

Ausflug nach Sevilla

Als wir noch in Spanien waren, haben wir verschiedene Ausflüge in die Umgebung gemacht. Sevilla, die Hauptstadt von Andalusien, wollten wir ebenfalls besichtigen. Damals entschieden wir uns jedoch, diese Stadt erst von Portugal aus zu besuchen. Von Castro Marim aus liegt Sevilla nur 1 1/2 Autostunden entfernt. Mit knapp 700’000 Einwohnern ist Sevilla die viertgrösste Stadt Spaniens. Wir stiegen im Hotel Fernando III mitten in der Altstadt ab. Ein sehr schönes Hotel, von dem aus vieles zu Fuss erreichbar ist. Am ersten Tag nahmen wir den roten Sightseeing Bus um einen Überblick zu erhalten. Das Quartier der ehemaligen Weltausstellung ist nun ein Technopark, sieht aber etwas heruntergekommen aus. Jedes Land der spanischen Überseegebiete hat in der Stadt einen «Pavillon» gebaut, wobei es sich hier um mehr oder weniger grosse Gebäude handelt, in der heute Museen, Konsulate, Flamencoschulen etc. eingemietet sind.

Unserer Ansicht nach hat uns Valencia und Malaga wesentlich besser gefallen. Auch die Flamncoshow am Abend hätten wir uns sparen können. Aber man muss alles ausprobieren um zu wissen, was einem gefällt ;-). Mit den Fotos haben wir eine Erinnerung an diese Stadt, die wir aber nicht so bald wieder besuchen werden.

Frühling im Januar

Wir geniessen das herrliche Wetter. Fast täglich haben wir einen wolkenlosen Himmel und Temperaturen von 18 bis 22 Grad. Auf dem Golfplatz Benamor und auch auf den Feldern der Bauern blühen bereits die Mandelbäume. Ein wunderbarer Duft liegt in der Luft.

Für uns kaum vorstellbar, dass es in der Schweiz jetzt kalt und nass ist und anstelle der Frühlingsgefühle die Winterkälte vorherrscht. Keine Frage für uns, auch den nächsten Winter werden wir wieder hier an der Algarve verbringen. Wir sind bereits am Erkunden von möglichen Unterkünften. Wir sind überzeugt, auch für den Winter 2022/2023 etwas Schönes für uns zu finden.

Fahrradtour in der Umgebung von Castro Marim

Castelo de Castro Marim – Ermida de San Antonio – Salzgärten

Die Umgebung von Castro Marim bietet sich an, mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Castro Marim hat eine Burg/Schloss, eine schöne Kirche auf dem Hügel, von dem man eine gute Weitsicht hat und Salzgärten. Bei schönstem Wetter aber etwas Wind sind wir wieder einmal mit dem Fahrrad unterwegs.

Nur ein paar Fahrminuten später erreicht man die Ermida de San Antonio und der Mühle. Eine Barrock-Kirche ebenfalls auf einem Hügel am Rande der Stadt Castro Marim.

Wir geniessen das schöne Wetter, die interessanten Sehenswürdigkeiten und vor allem, die grosse Freiheit, nicht mehr arbeiten zu müssen.

Ria Formosa, das wichtigste Naturschutzgebiet der Algarve, und der Sapal von Castro Marim und Vila Real de Santo António, das Schwemmgebiet des Flusses Rio Guadiana, sind zwei geschützte Gebiete, die man zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem Boot erkunden kann. Die Fahrt durch das Naturschutzgebiet ist idyllisch.

Meeresbrise

Mit dem Fahrrad und mit dem Auto sind wir schon ans Meer gefahren. Die schönsten Strände und Beizen befinden sich in Monte Gorde, 14 km von unserem Zuhause. Es ist wunderbar die Sonne zu geniessen, die Wellen zu hören und dem Strand entlang zu spazieren.

Fischerboote am Strand von Monte Gordo
Am Meer mit dem Fahrrad. Wir geniessen es, nicht immer das Auto benutzen zu müssen.
…bald sind wir wieder zu Hause. Nur noch eine Steigung, aber mit dem eBike ist das kein Problem.

Rundwanderung zu «La tumba del Capitàn»

Heute (04.12.2021) hatten wir keine Lust zum Golf spielen, trotzdem wollten wir uns ein wenig bewegen. Ganz in der Nähe von Alcaidesa haben wir die Rundwanderung zum Grab des Kapitäns gefunden. Bei schönstem Wetter und 19 Grad (man beachte das Datum!) haben wir die 5.54 km unter die Füsse genommen. In 1 1/4 Std. sind wir über Weiden und durch Dickicht über Stock und Stein gewandert. Obwohl wir beim Golfen länger und weiter gehen, haben wir unsere Beine gespürt; das heisst unsere Kondition hat noch Steigerungspotential. Wir freuen uns schon auf die nächste Wanderung, dann wahrscheinlich in der Umgebung von Castro Marim.

Rundwanderung «La tumba del Capitàn»

Ausflug nach Màlaga

Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht. Trotzdem kam das Treffen in Màlaga mit Sandra unerwartet. Wir waren vor über 30 Jahren zusammen im KV, hatten aber seither keinen Kontakt mehr. Sandra gratulierte mir dieses Jahr auf FB zu meinem Geburtstag und nur weil ich mich bedankte und Grüsse aus Spanien sendete kamen wir ins Gespräch, da Sandra seit 30 Jahren in Màlaga lebt und diese Stadt auf unserer Reiseroute liegt.

So kam es also, dass wir uns gestern in Màlaga trafen. Sandra zeigte uns «ihre» Stadt und zum Schluss trafen wir noch ihren Mann Alberto (ein waschechter Malageño und ein super Typ). Es war ein wunderbarer und interessanter Tag. Wir haben uns sofort in diese sensationelle Stadt verliebt und kommen bestimmt wieder. Vielleicht ist es ja sogar möglich, dass wir Sandra und Alberto nochmals treffen, bevor wir am 19.12.2021 nach Castro Marim fahren. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank liebe Sandra, es war einfach schön mit Dir / Euch gestern!

Màlaga – Stadt der Museen, dort wo die Kunst wohnt

…und nun noch ein paar Impressionen von unserem Stadtrundgang

Ausflug nach Gibraltar

Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet an der Südspitze der Iberischen Halbinsel. Es steht nach dem spanischen Erbfolgekrieg seit 1704 unter der Souveränität des Königreichs Grossbritannien und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten, wird jedoch seitdem von Spanien beansprucht.

Die Fahrzeuge haben das Kennzeichen GBZ und man sieht diese Autos sehr oft in Andalusien. In Gibraltar herrscht Rechtsverkehr und die Autos haben das Lenkrad auf der linken Seite (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Gibraltar ist eine Halbinsel, die die Bucht von Algeciras östlich begrenzt, und liegt an der Nordseite der Strasse von Gibraltar, an der Europa und Afrika sich am nächsten sind. Das Territorium umfasst eine Landfläche von 6,5 km², wobei die Grenze zwischen Gibraltar und Spanien nur 1,2 Kilometer lang ist. Auf der spanischen Seite der Grenze liegt die Stadt La Línea de la Concepción. Die von Gibraltar beanspruchte Meeresfläche reicht bis zu drei Seemeilen vor die Küste.

Gibraltar besteht aus einem flachen Gebiet, auf welchem die Wohn- und Geschäftsgebäude gebaut sind (es wohnen rund 30’000 Menschen in Gibraltar und es gibt ungefähr gleichviele Unternehmen) und dem Felsen von Gibraltar, der von den Affen bewohnt ist. Der an der Ostseite spektakulär steil aus dem Meer aufragende Kalksteinfelsen fällt schon von weitem über die Bucht von Algeciras ins Auge. Der Felsen erreicht eine Höhe von 426 m und kann mit der Seilbahn oder zu Fuss erklommen werden. Das Material für die Landgewinnung stammt zum grossen Teil aus dem Inneren des Felsens, wo es beim Bau der insgesamt ca. 50 Kilometer Tunnel anfiel.

Gibraltar hat auch einen Flughafen, dessen Piste quer durch die Stadt geht. Bei Start oder Landung von Flugzeugen wird der Verkehr angehalten. Aus dem im Stau stehenden Auto sieht man dann die Flugzeuge vorbeirauschen.

Mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden

Noch vor meiner Erkältung haben wir mit unseren zwei Fahrrädern die Umgebung unserer aktuellen Wohnung erkundet. Alcaidesa ist der Teil von San Roque, der die zwei Golfplätze und sehr viele Wohnungen und Häuser beinhaltet. Hier hat es nicht nur Ferienwohnungen noch wohnen nur Golfer hier, nein hier wohnen viele Spanier oder Gibralteser, die in der Umgebung und in Gibraltar arbeiten. Zu Alcaidesa gehört auch ein Zentrum mit Apotheke, Supermarkt, kleiner Polizeistation, vielen Restaurants und Bars sowie ein Beachclub. All dies wollten wir uns ansehen. Wie Ihr von den Fotos von unserer Terrasse aus bereits gesehen habt, liegt unsere Wohnung etwas erhöht und man sieht sehr schön auf das Meer hinunter. So waren wir auch froh, dass wir eBikes haben, denn auch mit Elektromotorenhilfe waren wir über 1 1/2 Stunden unterwegs um nur den Teil um das Zentrum und den Strand abzufahren.

53 2 40’000 zwischen Geschichte und Moderne

Meinen 53. Geburtstag verbrachten wir in Valencia. 2 Tolle Tage zwischen Geschichte und Moderne. Wie bei jeder Stadtbesichtigung ist man lange zu Fuss unterwegs. An diesen zwei Tagen machten wir mehr als 40’000 Schritte. Am Abend des ersten Tages fielen wir müde in ein bequemes Bett. Das Hotel You & Co. Botanico liegt nur 5 Minuten zu Fuss vom Mercat Central in der historischen Altstadt. Hier gibt es auch viele nette Tapas-Bars und Restaurants. Zu Fuss kann man dann in ca. 20 Minuten durch den Jardín del Turia (ehemaliger Fluss, der umgeleitet wurde und nun als grüne Lunge der Stadt fungiert) zur Neustadt Ciudad de las Artes y las Ciencias mit architektonisch spannenden Gebäuden gehen. Dort liegt auch das Oceanografic, dem grössten Aquarium von Europa.

Valencia ist die drittgrösste Stadt Spaniens und hat uns nicht nur wegen seiner tollen Architektur, dem angenehmen Klima, den freundlichen Menschen und dem sehr feinen Essen beindruckt. Valencia ist auch eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Fast überall gibt es abgetrennte Radwege und mit dem Fahrrad kommt man überall schnell hin. Auf jeden Fall sind wir von Valencia begeistert. und wir werden ganz sicher wieder nach Valencia kommen, das nächste mal aber mind. 2 Monate. Dann können wir wie die Einheimischen die Stadt per Rad erkunden.

Ausflug nach Peñiscola

Peñíscola liegt rund 20 Minuten südlich von Vianrós. Es zählt rund 7’500 Einwohner. Die Altstadt liegt auf einem imposanten Felsen, der 64 m über dem Meer emporragt und mit dem Festland durch einen Sandstreifen verbunden ist, der früher bei Sturm von den Wellen weggespült wurde, sodass sich die Stadt vorübergehend in eine Insel verwandelte. Das Zentrum der Altstadt bildet eine Festungsburg aus dem 14. Jahrhundert.

Hans komm doch rein…

Am Sonntag sind wir zur Talsperre von Ulldecona gefahren. Das liegt ca. 1/2 Stunde weiter Richtung Landesinnere. Hier war Tiffy mit ihren Eltern jeweils im Sommer baden; d.h. der Vater (Hans) wollte nicht schwimmen gehen, obwohl es doch soooo schön und angenehm war. Hans komm doch rein…. (Insider wissen um was es geht, die anderen schauen sich am besten Loriot an –> Klick auf das Foto).

Talsperre und Stausee von Ulldecona

1 Pfund Kaffee für über $ 3’500

Boquete selber hat zwar ein sehr angenehmes Klima bei rund 22-24°C das ganze Jahr über, aber sonst ist es eher eine trostlose Stadt. Umso mehr haben wir uns über die Kaffeetour zur Don Pepe Kaffeeplantage im Hochland von Boquete gefreut. Wir erfuhren den ganzen alles von den verschiedenen Kaffeepflanzen, Anbauorten, die Ernte (Januar bis April), dem Waschen, Trocknen bis zur Degustation.

Insgesamt produziert Panama nur gerade 200’000 Säcke Kaffee pro Jahr (ggü. z.B. Brasilien von 40 Mio.). Hier wird v.a. auf Qualität gesetzt. So wird auch der teuerste Kaffee der Welt in Panama, u.a. auf der Plantage von Don Pepe angebaut. Die Sorte heisst Geisha, ist sehr fruchtig und tee-ähnlich, was insbesonders auf dem asiatischen Markt sehr gefragt ist. Ein Pfund dieses Kaffees kann in China oder Japan bis zu $ 3’500 kosten. Auch wir durften diesen Kaffee kosten, aber unserem europäischen Gaumen schmeckte dieser sehr dünne, fruchtige Kaffee nicht besonders.

Auf der Seite Reiseziele «Panama 2021» habe ich ein paar Fotos unserer Kaffeetour hochgeladen.

Auszug aus dem Paradies

Manchmal ist auch das Paradies nicht alles. Uns war es auf jeden Fall zu langweilig. Auch wenn die Umgebung noch so schön ist, nur immer aufs Meer zu gucken, am Pool zu sitzen oder eine Runde zu schwimmen ist nicht tagesfüllend. Nach drei Tagen hatten wir genug und auch das Klima mit immer mind. 30 Grad ist uns mit der Zeit zu heiss.

Kurz entschlossen fahren wir mit Taxi und Bus nach Boquete, einer Kleinstadt (ca. 16’000 Einwohner) und liegt in der Provinz Chiriqui. Dank seiner Lage in rund 1’100 m ü.M. ist hier die Temperatur das ganze Jahr bei rund 23° C. Diese «Kühle» geniessen wir sehr, v.a. nach den doch schwülen Tagen in Panamà City und Santa Catalina.

Nebst vielen kleinen Restaurants hat es auch einen Indio-Markt, wo wir uns für die kühleren Wintertage unserer Reise durch Europa einen Poncho gekauft haben.

Morgen werde ich Euch über unsere «Kaffee-Tour» berichten.

Das Paradies hat einen Namen – Villa Coco

Villa Coco – Cabana Nr. 6

Am Freitag Abend nach gut 7 stündiger Fahrt mit dem Bus von Panama City erreichen wir Santa Catalina. Mitten im tropischen Wald liegt das Hotel Villa Coco. Unser Bungalow hat direkten Blick auf den Pazifik. Das Rauschen der Brandung dringt in unser Schlafzimmer und wir gleiten in einen tiefen erholsamen Schlaf.

Auf unserer Veranda fühle ich mich wie Hemingway. Und wie dieser aussergewöhnliche Schriftsteller sagte «Der erste Entwurf von allem ist Scheisse» so beginne ich die Artikel meines Blogs auch mehrmals. Ich freue mich sehr, dass ich ein paar Follower habe, was mich antreibt, weiter über unsere Reise zu schreiben. Vielen Dank Euch allen für Euer Interesse. PS: Gerne nehme ich Tips für «besseres» Schreiben entgegen.

In den nächsten Tagen werden wir aber das Nichtstun geniessen, das beinhaltet auch das nicht Schreiben, bevor wir dann am Mittwoch wieder zurück nach Panama City fahren.

Der verlorene Tag

Anstelle der Reise nach Santa Catalina, einem beschaulichen Surfer-Spot am Pazifik stehen Behördengänge an. Staatsanwaltschaft um den Verlust meiner Residencia zu melden und auf der Bank muss ich meine verlorene Debitkarte erneuern. Ob das ohne Pass geht (dieser ist ja noch bei der Migration für das Mulit-Entry-Visum). Ja es geht, mit meinem Charme kann ich die Banker davon überzeugen, dass meine Passkopie mit der Apostille doch genauso gut ist. Auch auf der Staatsanwaltschaft geht alles fast unheimlich schnell, 15 Minuten und wir sind mit der Verlustanzeige, dem wichtigen Stempel der Fiscalia wieder auf der Strasse. Leider werde ich am kommenden Donnerstag nochmals frühmorgens auf die Migration gehen müssen. Doch wieder kommt alles anders als gedacht. Am frühen Nachmittag erhalten wir von Uber eine Nachricht, dass der Fahrer nun mein Portemonnaie doch gefunden hat. 

Nun versuche ich den Fahrer via Uber zu kontaktieren, er reagiert jedoch nicht. Nach dem x-ten Versuch fahren wir direkt zur Uber-Zentrale. Die müssen doch die Telefonnummer des Fahrers haben und können ihn kontaktieren. Das können sie, aber der Fahrer ist gerade auf einer Fahrt und ziemlich weit Weg. Bis er dann in der Zentrale ankommt vergeht eine geschätzte Ewigkeit. Aber kurz vor 5 Uhr halte ich mein Portemonnaie mit allem Geld, Bankkarten und Residencia wieder in der Händen. 

Zur Feier gehen wir fein Essen im Santa Rita, einem schicken argentinischen Restaurant…..und morgen soll es dann wirklich nach Santa Catalina ans Meer gehen.

…was für ein Tag

Corona-Vollmontur mit Residencia-Karte von Panama

Um 06.30h werden wir in unserem Hotel abgeholt und fahren zur Migration. Nebst langen Hosen, geschlossenen Schuhen ist Corona Vollmontur Pflicht. Genau um 07.56h halte ich meine Residencia in den Händen. Ein weiterer Schritt in die Grosse Freiheit – dachten wir, aber das sollte jedoch nur ein kurzes Glück sein.

Anfangs Nachmittag installierten wir mit Josefina noch das eBanking, was trotz vorgängiger Bedenken relativ schnell und unkompliziert war. Schon um 15.00h konnten wir einen Uber nehmen um zum Fischmarkt zu fahren. Ein kleines «Hüngerchen» schlich bei uns beiden durch den Magen. Ein frisches Ceviche sollte gerade das Richtige sein. Am Abend wollten wir mit den anderen unsere Residencia feiern.

Zum zahlen Griff zu meiner Geldbörse und – sie war nicht mehr da. Das menschliche Hirn ist manchmal schon etwas eigen, denn ich konnte mind. 5x an dorthin greifen, wo normalerweise mein Portemonnaie ist, und es war doch nie da….. Bankkarte, Kreditkarte und meine neue Residencia weg. Nicht einmal 8 Stunden war ich stolzer Besitzer. Wir gingen nochmals den Weg ab, um zu sehen ob wir was finden. Gleichzeitig die Bankkarte und die Kreditkarte sperren. Leider nichts. Rapport des Verlustes bei Uber. Am Abend noch das Mail von Uber, dass der Fahrer nichts in seinem Auto gefunden hat. Schöne Sch….

Zum gross feiern hatte ich nach diesem Schlamassel nicht mehr wirklich Lust, so trafen wir uns noch zu einem Bier und ein paar Tacos auf unserer Dachterrasse anstelle fein Essen zu gehen.

Für Donnerstag hatten wir geplant nach Santa Catalina ans Meer zu fahren und nach dem ganzen Residencia-Prozedere Strandurlaub zu machen. Diese Pläne waren innert weniger Minuten auf den Kopf gestellt. Am Donnerstag sollte es nun zuerst zur Staatsanwaltschaft gehen, ein verlorenes Dokument ist ja nicht Nichts. Was kommt da noch auf mich zu? Bekomme ich ein Duplikat oder fange ich nochmals von vorne an? Ist dies in der Zeit bis zum Rückflug noch machbar? Können wir dennoch noch ein paar Tage ans Meer? Fragen über Fragen.

..der Donnerstag wird es zeigen.

Ein Tag vor dem grossen Ereignis

Heute Dienstag haben wir «frei». Montag war ja ein Arbeitstag…..Für «Bankgeschäfte» und Unterschriften beim Anwalt benötigten wir einen ganzen halben Tag. In der Schweiz hätten wir wahrscheinlich alles in 1 Stunde erledigt. Was ich in Kolumbien und Mexiko lernte kann ich nun hier brauchen….GEDULD. 

An unserem freien Tag wollten wir das Miraflores Vistor Center besuchen und die grossen Schiffe im Kanal und bei den Schleusen bewundern. Leider ist das Virus überall, auch hier. Das Visitor Center bleibt bis auf Weiteres geschlossen, gleich wie auch das Kanalmuseum. Ein grosses Schiff, welches auf die Einfahrt in den Kanal wartet, konnten wir vom Parkplatz her fotografieren. 

Dafür hat die Kirche «San José» im Casco Viejo (Altstadt) geöffnet, wo wir den goldenen Altar und eine der grössten Krippen besichtigen konnten. Am Abend trafen wir uns mit ein paar neuen Bekannten, welche denselben Prozess machen wie ich in einem Restaurant. Es ist spannend, wie schnell man «Gleichgesinnte» kennenlernt.

Coming next: Am Mittwoch, 7. Juli 2021 werden wir dann um 06.30h im Hotel abgeholt, um auf die Migration zu fahren, die Residencia steht kurz bevor…

Erster Tag in Panama

Heute um 9.25h wurden wir von Viktor vor unserem Hotel Selina Casco Viejo in der Altstadt von Panama City abgeholt. In der Bank Banesco warteten dann Michael und Maria. Mit ihnen zwei erledigten wir zuerst die «Bankangelegenheiten», erhielten unsere Bankkarten und dann ging es zum Anwalt, um diverse Dokumente zu unterzeichnen. Das war es für den ersten Tag schon an «Arbeit». Am kommenden Mittwoch geht es dann zur Migration und dann erhalten wir bereits unsere Cedula.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Maria, Michael und Viktor erkundeten wir die Altstadt von Panama. Es ist jedoch schon recht warm und schwül, so dass wir nach kurzer Zeit zurück ins Hotel gehen um den kühlenden Pool zu geniessen.

Wir wohnen im Selina Casco Viejo, einem hippen Hotel in Mitten der Altstadt. Das Selina verfügt über die coolste Rooftop-Bar von ganz Panama; bei den Reisezielen speichere ich ein paar Fotos vom Hotel und der Rooftop-Bar ab. Wir lernen Reisende aus der ganzen Welt kennen und geniessen bei karibischer Musik, feinen Drinks uns mexikanischen Tacos den Blick auf die «Neustadt» von Panama mit ihrer Skyline.

Die Grosse Freiheit beginnt in Deutschland….aber die Freiheit ist dort nicht wirklich gross.

Am 2. Juli 2021 geht es los. Vom Badischen Bahnhof in Basel fahren wir mit dem ICE nach Düsseldorf und dann von dort nach Hilden. Die Grosse Freiheit setzt sich aus vielen kleinen Freiheiten zusammen. Zum Beispiel mit einem Apéro mit Gemüse-Dips und Prosecco im ICE, einem Nachtessen mit Roland in Hilden, einer 2-stündigen Thai-Massage am Samstag Vormittag oder einem Mittagessen mit Kerstins Familie in der Markthalle auf dem Marktplatz in Hilden. Das Resultat des PCR-Test, den wir am Freitag-Abend machen mussten wurde uns per Mail zugestellt. Beide «Negativ» – was positiv ist, denn in der Medizin ist negativ gleich positiv. In D gibt es aber viel mehr «Blockwarte» als in der Schweiz und wir werden öfters «angemacht», weil wir ohne Maske unterwegs sind. Trotz Maskenattest kann es vorkommen, dass wir gar nicht bedient werden. Wir sind gespannt auf Panama, dort soll es wesentlich liberaler sein. Morgen Sonntag, 4. Juli fliegen wir dann von Frankfurt über Madrid nach Panama City.