Sturmtief Kristin: Schwere Verwüstungen in Portugal

Der Wintersturm Kristin fegte in der Nacht vom 27. auf den 28. Januar 2026 über Portugal hinweg und hinterliess eine Spur der Zerstörung. Besonders das Zentrum des Landes wurde von den extremen Wetterbedingungen hart getroffen. Der Kern des Sturms traf in der Nacht zum Mittwoch, den 28. Januar 2026, auf die Küste. Es wurden Rekordwerte gemessen. Auf der Luftwaffenbasis Monte Real erreichten die Böen 178 km/h, bevor der Windmesser zerstört wurde. Inoffizielle Messungen und Berichte in der Region Leiria (Praia d’el Rey liegt in der Region Leiria, 100km südlich der Stadt) sprachen stellenweise von Spitzenböen bis zu 202 km/h. An der Atlantikküste (u.a. in Nazaré) wurden Wellen von über 14 Metern gemessen.

Der Zivilschutz verzeichnete über 5’400 Vorfälle landesweit. Die Bilanz ist verheerend:

  1. Opferzahlen: Mindestens sechs Menschen verloren ihr Leben (u.a. in Leiria, Silves und Vila Franca da Xira), oft durch umstürzende Bäume oder einstürzende Gebäudeteile.
  2. Infrastruktur & Strom: * Auf dem Höhepunkt waren rund eine Million Menschen ohne Strom.
    • In Figueira da Foz stürzte ein riesiges Riesenrad in einen Parkplatz.
    • In Monte Real stürzte ein Wartungshangar der Luftwaffe ein und beschädigte mehrere F-16 Kampfjets.
    • Das Stadion Dr. Magalhães Pessoa in Leiria erlitt schwere Schäden am Dach.
  3. Verkehr: Der Bahnverkehr kam auf vielen Linien (insbesondere der Linha do Norte) zum Erliegen. Zahlreiche Strassen waren durch umgestürzte Bäume und Trümmer unpassierbar.
  4. Gebäude: Der Bürgermeister von Leiria beschrieb die Szenen als «dantesk» und verglich sie mit einem Kriegsgebiet – Kirchen und Sportzentren verloren ihre Dächer, Kräne knickten um.

Wir in Praia d’el Rey hatten 24h keinen Strom und 36h kein Internet. Auch danach fiel der Strom noch lange immer wieder für kurze Zeit aus. In unserer Wohnung riss der Sturm in der Nacht vom 27. auf den 28. Januar die Storen herunter und diese schlugen so heftig an die Fenster, dass diese stark zerkratzen und wir mit Bangen zusahen und hofften, dass wenigstens die Fenster halten würden. Tags darauf haben wir sofort sturmfeste Fenster und Storen bestellt. Auch ein Mobilfunkmast wurde durch den Sturm einfach geknickt, so dass wir auch eineinhalb Tage keinen Mobilempfang hatten.

Der Eingang zum Resort war durch umgefallene Bäume blockiert, aber die Portugiesen sind schnell, schon nach 2 Stunden war die Zufahrt wieder frei.

Januar 2026 in Vera, Spanien

Im Januar ist es in Praia d’el Rey eher regnerisch, kühl und windig. Deshalb haben wir uns entschlossen, dieses Jahr im Januar einen Monat in Vera in Spanien zu verbringen. Vera liegt nochmals zwei Stunden südlich von La Zenia, wo wir letztes Jahr waren. Vera soll im Winter der wärmste Ort in Spanien sein und es hat in der Umgebung von 30 Minuten 3 Golfplätze.

Fazit:
Die ersten 10 Tage waren kühl und regnerisch, wie bei unseren Freunden in La Zenia und in Mijas. Also nicht wesentlich besser als wir es in Praia gehabt hätten. Danach wurde es aber meist sonnig und zwischen 14° und 19°C aber oft windig. Wir haben regelmässig das Wetter in Praia d’el Rey verglichen und hatten es hier doch besser.

Zu den Golfplätzen. Es sind dies Valle del Este (hier hatten wir unser Airbnb) und jeweils 30 Minuten entfernt den Aguilon und den Desert Spring. Wir haben alle drei Golfplätze gespielt, aber wirklich schön war nur der Desert Spring. Diesen haben wir dann auch mehrmals gespielt.

Trotzdem kamen uns 4 Wochen lange vor und wir vermissten unsere Wohnung in Praia und «unsere» Golfplätze. Es ist halt schwierig, wenn man im Paradies wohnt, noch etwas besseres zu finden.

Hier ein paar Eindrücke von den Golfplätzen

Hitchcock in Vera: Wenn das Airbnb zum Horrorfilm wird

Eigentlich wollten wir in Vera nur die Sonne und eine entspannte Zeit geniessen. Doch was uns in unserem Airbnb erwartete, erinnerte weniger an Urlaub und mehr an Alfred Hitchcocks Klassiker „Die Vögel“.

Alles begann schleichend: Aus einem Lüftungsrohr an der Badezimmerdecke rieselten gelegentlich Schmutz und vereinzelte Federn auf die Badmöbel. Die Abdeckung lockerte sich bedrohlich, und in uns keimte der schaurige Verdacht, dass sich dort oben ein ungebetener Gast eingenistet haben könnte.

Der Schockmoment

Nach einem entspannten Vormittag beim Golfen und Einkaufen kehrten wir in die Wohnung zurück – und wurden von einer Wand aus bestialischem Gestank begrüsst. Als ich die Küche betrat, blieb mir fast das Herz stehen: Mitten im Raum sass ein Star auf dem Boden. Wie in einer Szene aus dem Horrorfilm flatterte das Tier panisch auf, als ich mich näherte, und prallte mit voller Wucht gegen die geschlossene Terrassentür.

Benommen blieb der Vogel direkt neben Jeannie liegen. Und Jeannie? Die schnarchte seelenruhig weiter und merkte absolut nichts von dem gefiederten Eindringling.

Ein kurzer Gedanke am Rande:
Hätte unser Milo noch gelebt und wäre mit nach Spanien gekommen – das Airbnb hätte nach diesem Vorfall wohl wie ein blutiges Schlachtfeld ausgesehen.

Das Grauen im Schacht

Ich konnte den völlig benommenen Vogel schliesslich vorsichtig auf die Terrasse bringen, von wo aus er nach 15 Minuten endlich in die Freiheit entflog. Doch das wahre Ausmass des Grauens erwartete uns im Bad. Die Lüftungsabdeckung war heruntergerissen, der Boden übersät mit Federn, Dreck und Unrat. Es stank erbärmlich.

Der Eigentümer reagierte zum Glück sofort: Innerhalb von nur 30 Minuten rückten drei Hausmeister an. Was sie aus dem engen Schacht ans Tageslicht beförderten, war nichts für schwache Nerven: Vier tote Vögel wurden geborgen.

Doch die Erleichterung hielt sich in Grenzen, denn es blieb ein extrem beklemmendes Gefühl zurück. Der Hausmeister konnte nur so weit in das Rohr greifen, wie sein Arm reichte. Wir befürchten seither, dass das gesamte Lüftungssystem „lebendig“ ist oder noch weitere Kadaver in den Tiefen der Rohre verbirgt, die unerreichbar für die Hand des Handwerkers blieben. Die Vorstellung, dass nur eine Armlänge entfernt das Verderben im Schacht liegt, machte die restliche Zeit nicht gerade gemütlicher.

Ein sauberer Abschluss mit Beigeschmack

Das Positive? Am nächsten Tag rückte die Putzfrau an und unterzog die gesamte Wohnung einer gründlichen Tiefenreinigung. Für die letzten zehn Tage unseres Aufenthalts hatten wir also wieder ein blitzblankes Heim. Doch ehrlich gesagt: Diesen speziellen Geruch bringe ich trotzdem nicht mehr aus der Nase.

Wir freuen uns nun riesig darauf, Ende Januar den Schlüssel in unserem eigenen Schloss in Praia umzudrehen – hoffentlich mit einer Belüftung, die keine dunklen Geheimnisse hütet!

Update 24.01.2026

Nachdem wir zwei Tage Ruhe hatten (der Gestank war aber immer noch da) hörten wir in der Nacht auf den 24.01.2026 ein «Krabbeln» in der Lüftung. Das war so laut, dass wir es in der ganzen Wohnung hörten. Durch ein Lüftungsgitter sah ich ein Tier (ich weiss nicht ob 2 oder 4-beinig) vorbeihuschen. Das war genug für uns. Wir meldeten dem Vermieter den erneuten «Befall» und beschlossen noch am selben Tag zu packen und zurück nach Praia zu fahren.

«Was war euer schlimmstes Erlebnis in einer Ferienunterkunft?»

Fort Bravo – Ennio Moricone lässt grüssen

Den Januar 2026 verbringen wir in Vera (Almeria), um eine weitere Region Spaniens kennen zu lernen. Rund eine Stunde von Vera entfernt befindet sich das Western Dorf «Fort Bravo». Anfang der 1970er Jahre errichtet, diente Fort Bravo/Texas Hollywood bereits mehreren Hollywood-Filmen und Serien als Kulisse. Sobald du das erste mal die Tabernas Wüste betrittst, wird dir schnell klar, warum dies der Fall ist. Hier sieht es tatsächlich aus wie im Westen der USA und man muss sich nur noch die Cowboys hinzudenken, um zu denken, man befände sich in New Mexico.

Es werden täglich zwei Shows gezeigt, die eine im Saloon und die andere auf den Strassen des Dorfs. Wir haben uns gefühlt, wie wenn wir mitten in einem Ennio Moricone Film sind.

Spaziergang durchs Dorf

Western Show im und vor dem Saloon

Xmas Schwimmen im Meer

In Praia d’el Rey gibt es die Tradition, am 25. Dezember im Meer zu baden. Es treffen sich dann an diesem Tag um 10.00h morgens viele Bewohner am Strand und die ganz «Harten» gehen dann auch im ca. 14° C kalten Meer baden. Wir waren auch dabei, aber wir sind halt «Warmduscher» und haben das Spektakel vom Strand her beobachtet und uns über die teils lustigen Verkleidungen gefreut/gewundert.

Krafttraining

Wir haben uns im Oktober ein HomeGym gekauft. Mit dem Speediance Gym 2 trainieren wir jeweils, wenn wir nicht Golf spielen, d.h. jeden zweiten Tag mit dem Ziel Muskeln aufzubauen – ja auch wir werden nicht jünger. Mit dem Speediance können wir die Gewichte elektronisch einstellen und ein Trainingsprogramm programmieren. Wir haben einen virtuellen Personal-Trainer, der die Übungen (es gibt über 800 verschiedene) zeigt, uns motiviert und wenn notwendig korrigiert. Ich dachte nicht, dass Krafttraining Spass machen kann, aber wir sind begeistert und motiviert.

…aber es ist sehr anstrengend…

PS: Wenn wir nicht trainieren, können wir das Gerät zusammenklappen, so dass es fast keinen Platz braucht.

Freunde aus der Schweiz sind hier

Seit Mitte Oktober sind Golffreunde aus der Schweiz in Praia d’el Rey. Sie haben eine Wohnung gleich in unserer Nachbarschaft gemietet. Da von September bis Mitte November Hochsaison ist und die Plätze sehr gut belegt sind, haben wir schon Anfang Juli die Ttimes für gemeinsame Golfrunden reserviert. So konnten wir doch einige Runden auf dem Praia d’el Rey, West Cliffs und Royal Obidos zusammen spielen.

…und am 25.10.2025 waren wir zusammen am Oktobrerfest, welches von unserem Club organisiert wurde. Leider viel das dazugehörende Turnier buchstäblich ins Wasser..

Auch die gemeinsamen Nachtessen beim Inder, in Peniche beim Fischessen, bei uns zu Hause grillieren und die gemeinsamen Apéros auf der Sonnenterrasse waren sehr schön. Liebe Eliane und lieber Andrea es war schön, dass Ihr hier gewesen seid.

Surfers Cove – Surfpark

5 Minuten von uns entfernt wird ein Surf-Park gebaut (Fertigstellung November 2026). Davon gibt es weltweit 14 Stück. Dort können sie dann 25 verschiedene Wellen erzeugen und man kann das Surfen lernen.

Peniche (von uns 15 Minuten entfernt) gehört zu den besten Surf-Spots in Europa. Jedoch ist das Meer hier nur ca. 18° C und man benötigt einen Trockenanzug um zu surfen. Vielleicht mache ich das mal, wenn ich dank des Krafttrainings in ein paar Jahren nicht mehr wie eine Pellwurst aussehe, wenn ich den Trockenanzug anhabe 🙂

Ich war an der Präsentation des Surf-Parks; hier ein paar Impressionen…

Aber ob dieser je finanziell erfolgreich sein wird, daran zweifeln wir. Als Anfänger mag ein solcher Surfpark ja sehr gut sein, damit man mit standartisierten Wellen das Surfen erlernen kann, aber welcher Surfer würde ein künstliches Wellenbecken den natürlichen Wellen gleich ein paar Kilometer entfernt vorziehen. Auch sind die Preisvorstellungen meiner Ansicht nach utopisch…aber wir werden es sehen. Ich hoffe nur, dass es nicht eine Bauruine gibt.

Wir haben das Surfen ja schon mal im trockenen geübt 😉

Mein vierter Eagle

Bei unserem wöchentlichen Friday Fun Golf Turnier habe ich auf dem Praia d’el Rey Golf Course auf Loch 5 (ein 404 m langes Par 4) meinen vierten Eagle (2 unter Par) gespielt. Die Freude im Team war gross und nebenbei haben wir auch noch das Turnier gewonnen (eine Flasche Wein für jeden). So macht Golf noch mehr Spass.

Bei unserem wöchentlichen Friday Fun Golf Turnier habe ich auf dem Praia d’el Rey Golf Course auf Loch 5 (ein 396 m langes Par 4) meinen vierten Eagle (2 unter Par) gespielt. Die Freude im Team war gross und nebenbei haben wir auch noch das Turnier gewonnen (eine Flasche Wein für jeden). So macht Golf noch mehr Spass.

Meine bisher gespielten Eagles:

Golf Engelberg, Loch 7, 469 m Par 5 (ASGI Turniers)
Golf Castro Marim, Loch 3 Atlantic Course, 250 m Par 4 (Plauschrunde mit Freunden)
Vilamoura Old Course, Loch 9, 260 m Par 4 (Plauschrunde mit Freunden)
Praia d’el Rey, Loch 5, 396 m Par 4 (Friday Fun Golf Turnier)

Leider fehlt noch ein Hole-in-One, was im Grunde genommen auch ein Eagle wäre. Aber ich habe ja (hoffentlich) noch viele Jahre Golf vor mir, so dass ich immer noch hoffen kann.