Gotthard Festung

Mitte August habe ich mit meinem Bruder die Gotthard Festung besucht. Wir haben wie Abenteuer-Führung gebucht und wurden von einem ehemaligen Festtungswächter kompetent durch die Anlage geführt. Insgesamt sind wir ca. 5 Kilometer im Berg gegangen und haben viele interessante Geschichten und Details erfahren. Es ist eindrücklich, was sich im Gotthardinneren verbirgt und ich bin mir sicher, dass es noch Vieles gibt, was immer noch geheim ist.

Die Gotthard-Festung zählte zu den bedeutendsten militärischen Anlagen der Schweiz im 20. Jahrhundert. Ihre strategische Lage im Gotthardmassiv machte sie zum Herzstück des sogenannten Réduit-Systems, mit dem sich die Schweiz im Falle eines Angriffs in die Alpen zurückziehen wollte. Bereits ab 1914 wurden erste militärische Einrichtungen im Gotthardgebiet errichtet. Der Ausbau erreichte während des Zweiten Weltkriegs seinen Höhepunkt: Zwischen 1940 und 1945 entstanden unterirdische Artilleriewerke, Kommandoposten, Munitionslager und kilometerlange Tunnel. Die Festung war darauf ausgelegt, die Nord-Süd-Verbindung über den Gotthardpass sowie die Eisenbahnlinie zu kontrollieren und zu verteidigen. Insbesondere war die Verteidigung gegen das Eindringen aus dem Süden (Italien) im Fokus.

🔹 Lage: Gotthardmassiv, rund 2’100 m ü. M.
🔹 Bauzeit: ab 1914, intensiviert ab 1940
🔹 Teil des Réduit-Dreiecks: mit Sargans und Saint-Maurice

Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor die Festung ihre militärische Bedeutung. Teile der Anlage wurden entmilitarisiert und sind heute als Museum unter dem Namen Sasso San Gottardo öffentlich zugänglich.

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