PDR 463/8/A6

Was bedeutet der Titel dieses Beitrages? Ganz einfach, es bezeichnet den Ort wo wir hier in Portugal leben. PDR ist die offizielle Abkürzung für Praia d’el Rey, 463 ist das Condominium, 8 die Hausnummer wo unsere Wohnung A6 in der obersten Etage liegt.

Zwischen November 2024 und Februar 2025 haben wir unsere Wohnung komplett renovieren lassen. Neuer Fussboden, neue Bäder und neue Küche. Wir sind vom Resultat begeistert. Die Umbauarbeiten wurden während unserer Abwesenheit durchgeführt und alles hat tip top geklappt. ich hatte aber auch nie einen Hauch eines Zweifels, dass etwas nicht funktionieren könnte. Unser Bauleiter und der Küchenbauer haben einwandfreie Arbeit geleistet.

Aber bis dann wirklich alle Details fertig waren wurde es doch Ende März. Das Resultat ist aber so schön, dass wir den anfänglichen Schmutz, die Wochen ohne Küche oder eingeschränkter Küche schon fast wieder vergessen haben. Sind wir nun fertig? Nein; wir möchten noch zwei Jalousien elektrifizieren und lassen uns einen neuen Esstisch und Beistelltisch aus portugiesischer Korkeiche produzieren.

Und hier nun ein paar Eindrücke wie die Wohnung beim Kauf und nach dem Einzug ausgehen hat und wie sie sich jetzt präsentiert:

Erste Reihe jeweils Foto beim Kauf, in der Mitte, wie es nach unserem Einzug aussah und ganz rechts, wie es aktuell aussieht.

Beim Eingang zur Wohnung können wir gemütlich an der Morgensonne frühstücken. Die 3 farbigen Behälter gehören zum Standard-Recycling. In ganz Portugal bedeutet gelb = Plastik und Aluminium, blau = Papier und Karton und grün = Glas. Unsere 3 Behälter werden wöchentlich geleert. Dieser «Vorplatz» zur Wohnung ist wie ein zusätzliches Zimmer – und nein, es wird hier nichts gestohlen. Portugal gehört zu den sichersten Ländern in ganz Europa.

Das Wohnzimmer war uns beim Kauf zu «rustikal und kitschig» und die Vorhänge waren voll Schimmel und alles müffelte schrecklich.

Mit unseren Möbeln gefiel es uns schon besser, aber Boden und Cheminée war immer noch nicht unser Styl.

Jetzt mit dem neuen Boden und dem schnörkellosen Cheminée (inkl. Palletofen) fühlen wir uns richtig wohl.

Ebenfalls eine grosse Veränderung sieht man in den Schlafzimmern (eines haben wir als Büro umgenutzt)

…und den zwei Bädern:

aber die grösste Veränderung ist die Küche. Nun ist sie modern, offen und mit viel Stauraum. Ausserdem ist die Arbeitshöhe um 10cm höher als vorher. Die Portugiesen sind eher klein gewachsen, so dass ich beim «schnippseln» immer Rückenschmerzen bekommen hatte.

Sicher gibt es einige von Euch, denen die «ursprüngliche» Einrichtung, der ländliche Bodenbelag und die traditionelle Küche besser gefallen hat. Aber ist das wichtig? Nein – denn einzig und allein wir sollen uns hier wohl fühlen, und das tun wir zu 100%. Und noch was: live sieht es noch viel besser aus als auf den Fotos, kommt uns doch mal besuchen. Das sehr angenehme Raumklima, die Meeresbrise und das Rauschen der Wellen kann ich leider nicht auf Fotos bannen.

Was geblieben ist, ist die wunderbare Umgebung und die phänomenale Aussicht aufs Meer und den Golfplatz.

Golf mit Freunden an der Costa Blanca

Seit knapp einer Woche sind wir an der Costa Blanca in Spanien. Bereits Anfang 2024 waren wir einen Monat in La Zenia und haben verschiedene Golfplätze gespielt. Dieses Jahr sind auch unsere Freunde Zita und Jürg hier und zusammen die verschiedensten Plätze zu spielen macht doppelt Spass. Besonders haben uns die Plätze Las Ramblas und La Finca gefallen. In den nächsten Tagen werden wir noch Vistabella und Font del Llop spielen, ebenfalls sehr schöne Plätze, die wir auch mit der Golfandmore-Karte (50% Rabatt) spielen können.

Das Wetter ist sonnig, ca. 17-23 Grad warm aber auch zum Teil recht windig (das sind wir uns ja von Praia d’el Rey gewohnt). Hier ein paar Impressionen unserer ersten Woche hier an der Costa Blanca.

Vorweihnachtszeit in der Schweiz

Regelmässig fliege ich in die Schweiz. Dieses Mal anfangs Dezember. Nebst dem obligaten Coiffeurbesuch war ich mal wieder bei der Dentalhygiene. Ausserdem genoss ich die Zeit mit meinen Eltern und habe mich mit ehemaligen Arbeitskollegen der arwo und der HINT und einem Studienkollegen getroffen.

Am Freitag-Abend fand dann das Weihnachtsessen der HINT AG statt, wo ich mit vielen bekannten und auch einigen neuen Mitarbeitenden interessante Gespräche führte. Alles in allem verging die Woche in der Schweiz extrem schnell und ich konnte gar nicht alle Freunde und Verwandten sehen, die ich wollte. Zum Glück fliege ich bereits Anfang Januar wieder hin.

Fondue und Rehrücken mit meinen Eltern

Treffen mit Freunden aus der arwo-, HINT- und Studienzeit

Weihnachtsessen der HINT in der Forsthütte in Bremgarten

Golf an der Algarve

Die zwei Wochen an der Algarve haben wir 2x Pine Cliffs, Palmares, Castro Marim, Epiche, Ombria, Pinhal und Millenium gespielt. Dank unserer CNIG Karte haben wir bis auf Ombria jeweils nur 35 Euro bezahlt. Zum Vergleich: Eine Runde Golf auf dem Old Course in Vilamoura kostet jetzt 205 Euro. Der neueste Golfplatz Ombria ist extrem hügelig, hat 6 PAR 3 und 6 PAR 5 Löcher (normalerweise sind es 4 und 4) und der Preis ist mit 75 Euro mit CNIG unverschämt. Auf jeden Fall ist es unserer Meinung nach viel zu teuer.

Zweimal (Castro Marim und Ombria) haben wir mit Schweizer Kollegen gespielt, die wir bereits in Praia d’el Rey kennengelernt hatten. Sicher werden wir uns auch im 2025 wieder treffen. Eliana und Andrea wir freuen uns aufs Wiedersehen.

Hier ein paar Eindrücke unserer «Golfferien» an der Algarve:

auf dem Pine Cliffs…

…dem Palmares…

..und in Castro Marim

und Ombria mit unseren Golfkollegen Eliana und Andrea

Vilamoura ist nicht mehr was es mal war

Die letzten zwei Winter haben wir ganz oder teilweise in Vilamoura verbracht. So dachten wir, auch diesen Winter knapp 2 Monate dort zu verbringen, bevor wir weiter nach Spanien gehen. Wir haben sogar die Wohnung unserer Freundin zur Nutzung bekommen. Aber Vilamoura hat sich verändert, und das unserer Ansicht nach nicht positiv. Besonders Dom Pedro Golf hat erstens die Mitgliedschaften von 3 Monaten abgeschafft und auch das Programm «Frequent Player» wird ab 2025 nicht mehr angeboten. Dann sind die zwei Topplätze «Victotria» (wegen Umbau) und «Old Course» aus dem Memberprogramm gestrichen. Der Old Course kostet jetzt über 200 Euro; wir hatten den die letzten zwei Jahre in unserer Mitgliedschaft und so umgerechnet unter 30 Euro pro Runde bezahlt.

Ein weiter Punkt ist, dass es einige Geschäfte und Restaurants (z.B. Teppan Yaki) nicht mehr gibt. Alles zusammen hat uns dazu bewogen, nur bis zum 10. Dezember in Vilamoura zu bleiben und dann 4 Wochen früher als geplant nach La Zenia zu gehen. Ausserdem werden wir dort Juzis, unsere Golffreunde aus der Schweiz treffen. Sie sind ebenfalls von Anfang Dezember bis zum März in La Zenia 🙂

Und drittens sind die Golfplätze an der Algarve überfüllt und sehr teuer geworden. Mit CNIG können wir zwar für 35 Euro spielen, aber nur zwei Tage im Voraus reservieren. Eine TTime für zwei Spieler zu finden ist dann gar nicht so einfach, und den «Normalpreis» für das Greenfee sind wir nicht (mehr) bereit zu zahlen. Deshalb heisst es schon bald wieder «Bye bye Vilamoura».

Bye Bye Paradies

In wenigen Tagen werden wir Praia d’el Rey verlassen. Wenn wir so auf die letzten 4 Monate zurückblicken, die wir nun hier sind erkennen wir, was in dieser kurzen Zeit alles gegangen ist. Neues Heim beziehen und nach unserem Gusto einrichten. Viele neue Menschen kennenlernen und uns in der PDR-Community einleben. Die Umgebung erkunden. Auch die Vorbereitung auf die anstehenden Renovationsarbeiten haben viel Zeit gebraucht und wir sind gespannt, wie die Wohnung Ende Februar aussehen wird, wenn wir wieder zurück sind. Ich kann die Einzelheiten in meiner Vorstellung sehen, aber in echt wirkt dann alles sicher noch viel besser.

Nun wird es Richtung Süden nach Vilamoura gehen, wo wir unsere Freundin Kate treffen und dann Ihre Wohnung bis Ende Jahr haben dürfen. Sicher treffen wir auch Anne und Ben wieder und wer weiss, wen sonst noch. Wir werden jedoch nicht mehr Mitglied vom Dom Pedro Golf, da dort die Ttimes zuerst and die Greenfee-Spieler gehen und nicht an die Mitglieder. Dank unserer Mitgliedschaft im Praia d’el Rey und West Cliffs, können wir aber mit CNIG praktisch alle Plätze in Portugal für unter 35 Euro spielen. So werden wir in den 6 Wochen Algarve, die verschiedenen Golfplätze im Süden Portugals spielen.

Anfang Januar fahren wir dann nach Spanien, genauer gesagt nach La Zenia. Dort hatten wir auch schon Februar und März 2024 verbracht. Die Gegend und vor allem die vielen Golfplätze hatten uns sehr gut gefallen, so dass wir entschieden haben, auch das Jahr 2025 dort zu beginnen. Wie es der Zufall so will, werden unsere Freunde Zita und Jürg ebenfalls in La Zenia sein. So hoffen wir, ein paar Golfrunden zusammen zu spielen, wenn es in der Schweiz schon fast nie geklappt hatte 😉

Hier noch ein paar Eindrücke, wie wir unsere Wohnung in PDR für den Umbau geleert haben. Die Küche wurde durch das Broki bereits vorher abgeholt und die restlichen Möbel werden wir während den Umbauarbeiten einlagern lassen.

Alles für die Abholung schön verpackt

Mit dem Lift ist es einfach, alles vom 2. Stock runter zu bringen.

Alles leer. Wir sind gespannt, wie es dann im Frühling mit dem neuen Boden und der neuen Küche aussieht.

Jeannie hat alles aus sicherer Umgebung beobachtet. Schon wieder umziehen finden sie doof (wir auch), aber im Frühling kommen wir wieder.

Besuche in und aus der Schweiz

Anfang Oktober bin ich mal wieder in die Schweiz geflogen, um meine Eltern zu besuchen und Familie und Freunde zu treffen. Eine Woche geht dann doch sehr schnell vorbei, aber Anfang Dezember ist die nächste Reise auch schon geplant resp. gebucht.

Während meiner Abwesenheit kam eine Freundin von Kerstin nach Praia d’el Rey und die zwei hatten genug Zeit um sich in Ruhe auszutauschen und ein paar sehenswerte Orte in der Umgebung anzuschauen.

Nach meiner Rückkehr nach Portugal, haben Manuela und Roger auf ihrem Spanien/Portugal Roadtrip einen Zwischenstop bei uns eingelegt und wir konnten die paar Tage zusammen geniessen. Nebst der ersten Surfstunde, haben sie auch ihre erste Golf-Pro-Stunde genommen. Spass hatten sie an beidem. Wir freuen uns schon auf gemeinsame Golfrunden 🙂

Wir danken unseren Gästen für die tolle Zeit, die wir zusammen verbringen konnten und freuen uns schon auf den nächsten Besuch.

Alcobaça: Ein historisches Juwel in Portugal

In Alcobaça liegt mit dem Mosteiro de Alcobaça eines der größten, berühmtesten und ältesten Klöster des Landes (Weltkulturerbe). Es war Sitz der Real Abadia de Alcobaça (Königliche Abtei von Alcobaça), die ab 1567 auch als Autonome Kongregation der Zisterzienser des Heiligen Bernhards von Alcobaça allen portugiesischen Zisterzienserklöstern vorstand. Die Anlage geht auf das Jahr 1153 zurück, als Portugals erster König Afonso Henriques dem Orden der Zisterzienser das etwa 500 km² große spätere Klostergebiet, das aus der Hand der Mauren gewonnen worden war, schenkte. Bernhard von Clairvaux (1090–1153), Abt des Hauptklosters der Zisterzienser in Clairvaux und einer der einflussreichsten Kleriker seiner Zeit hatte ihm bei seinen Auseinandersetzungen mit Alfonso VII. von Leao und Kastilien wegen der einseitig erklärten Unabhängigkeit Portugals und der Selbstkrönung von Alfonso Henriques zum König von Portugal im Jahre 1139 vermutlich die Unterstützung des Papstes verschafft, zumal von 1145 bis 1153 mit Eugen III. erstmals ein Zisterzienser auf dem Papstthron saß. Die päpstliche Bulle zur Anerkennung Portugals, nunmehr von Alexander III. erlassen, ließ aber bis 1179 auf sich warten.

Mit dem Bau des Klosters wurde 1178 begonnen und im Jahre 1240 mit seinem ersten Abschnitt (Kirche und erster Kreuzgang) beendet. Infolge des anfänglich insbesondere aus Burgund erfolgenden starken Zustroms von Ordensbrüdern wurde die Anlage ständig erweitert, so unter anderem mit drei weiteren Kreuzgängen (wovon, neben dem ersten von 1178, noch zwei erhalten sind). Noch im Jahre 1755 wurde die Bibliothek erstellt, seiner Zeit eine der größten Portugals, bevor 1834, nachdem im Vorjahr die Mönche das Kloster bereits verlassen hatten, aufgrund staatlicher Anordnung Alcobaça wie alle anderen Klöster in Portugal schließen musste.

Bacalhôa Buddah Eden Garden – Ein Park voller Buddahs und Pagoden

Ein Landschaftsgarten mit lauter Buddha-Statuen? Klingt im ersten Moment nach ziemlich viel Kitsch und seltsam für Portugal. Erwartet haben wir eine Art asiatisches “Gartenzwergerland”. Wir wurden aber eines Besseren belehrt und haben den Besuch im Buddha Garden Eden nicht bereut! Buddha Statuen gelten in heimischen Gärten mittlerweile als spirituelle Nachfolger des gemeinen Gartenzwergs. Und wer schaut sich schon freiwillig einen Landschaftsgarten mit “orientalischen” Gartenzwergen an? Aufgrund der zahlreichen positiven Empfehlungen haben wir beschlossen den Buddha Garden Eden aber trotzdem zu besuchen.

Vielleicht weil wir auch hofften, den Pfad der Erleuchtung zu finden oder zumindest ein bisschen gutes Karma zu sammeln. Man will ja schließlich nicht als Ameise wiedergeboren werden. Oder gar als Darmbakterie. Diese Stufe der Wiedergeburt ist ja bekanntlich für echte Bösewichte vorgesehen (siehe Mieses Karma von David Safier). Dazu zählen beispielsweise auch jene Talibans, die im Jahr 2001 die beiden über 50 Meter hohen Buddha-Statuen im afghanischen Bamiyan-Tal einfach in die Luft sprengten. Dieser Akt mutwilliger Zerstörung führte aber dazu, dass der portugiesische Geschäftsmann und Kunstmäzen Joe Berardo den Buddha Garden Eden als Hommage an die zerstörten Statuen errichten ließ. 6.000 Tonnen an Marmor und Granit waren für die Gestaltung der zahlreichen Buddha Statuen notwendig.

Von unserer Wohnung ist es nur einen Katzensprung nach Bombarral, wo sich die 35 Hektar große Gartenanlage inmitten von Weinbergen befindet. Nachdem wir den  Landschaftspark durch ein riesiges chinesisches Tor betreten hatten, schlug unsere anfängliche Skepsis in Begeisterung über. Verschlungene Wege führten uns hügelauf und hügelab an zahlreichen Buddha-Statuen und indische Gottheiten vorbei. Hinter jeder Wegbiegung gab es Neues zu entdecken: Da ein kleiner Wasserfall, dort ein Seerosenteich oder eine Pagode. Dazwischen laden Steinbänke zum Verweilen ein, besonders an einem so warmen Tag (25°C mit praller Sonne ist für uns schon zu warm).

Entlang eines Hügels hat eine Nachbildung der berühmten Terrakotta-Armee Aufstellung genommen, bereit zum Kampf gegen den Feind. Wie beim Original sind die Figuren individuell gestaltet. Gesichtszüge, Nasen, Haare, Bärte oder Bauchumfang unterscheiden sich oft erheblich. Zwei goldene Buddha-Statuen markieren den Beginn der Himmelstreppe, welche zu einem mächtigen liegenden Buddha führt.

Die Anlage ist riesig und wir kommen bestimmt noch einmal hierher. Wir sind sicher, dass man bei jedem Besuch wieder Neues entdeckt.

Dutch Day – Der Höhepunkt des Jahres

Am 11. September organisierten die Holländer den jährlichen «Dutch Day». Tagsüber ein Team-Golfturnier und am Abend ein indonesisches Buffet und Musik/Tanz. Man sagte uns, das sei der Höhepunkt des Jahres und alle freuen sich jeweils auf diesen Event. Auch andere Nationen (Iren 17.03., Schweden, Amerikaner 04.07. oder Thanks Giving etc.) organisieren einen «eigenen Tag».

Kerstin und ich haben jedoch schon seit geraumer Zeit festgestellt (und es bewahrheitet sich immer wieder), dass wir nicht so sehr auf Abendveranstaltungen stehen. Erstens ist das Essensangebot für Veganer/Vegetarier meist sehr bescheiden und der Lärmpegel extrem laut, so dass man sich kaum unterhalten kann. Wir bevorzugen Treffen mit Freunden in kleinerem Rahmen. An den verschiedenen Golfturnieren nehmen wir aber häufig und gerne teil.

Pétanque und Bowling

Jeden Donnerstag Abend spielen wir mit Bekannten aus der Nachbarschaft entweder Pétanque oder Bowling. Beides macht riesigen Spass und wir lernen immer mehr Leute kennen. Und am Sonntag, 01.09.24 nahmen wir an einem internationalen Pétanque-Turnier teil. Das hat ebenfalls viel Spass gemacht, es gab leckeres essen und einige der Spieler waren wirklich sehr gut. Wir hatten keine Chance und schieden nach der Vorrunde und drei Niederlagen aus.

Donnerstag-Pétanque mit Nachbarn

…und jeden zweiten Donnerstag heisst es Bowling-Abend

Am grossen Pétanque-Turnier in Salir de Matos hatten wir keine Chance…

Aus dem Schlaf gerüttelt

Am 26.08.2024 um 05.12h wurden wir unsanft aus dem Schlaf gerüttelt. Südlich von Lissabon gab es ein Erdbeben der Stärke 5.9. Praia d’el Rey, wo wir wohnen, liegt etwas nördlich von Lissabon und unweit des Epizentrum (siehe Karte blauer Punkt). Unser Wohnblock rüttelte und bewegte sich während gefühlten 30 Sekunden stark hin und her. Erinnerungen an mein erstes Erdbebenerlebnis in Mexiko vor vielen Jahren waren wieder da. Da ich aber sofort wusste, was es war, konnte ich das Geschehen gelassen beobachten. Einzig wusste ich nicht, wie gut die Bausubstanz hier in Portugal ist. Aber wie es am Morgen darauf aussieht, gab es (zumindest in unserer Gegend) keine sichtbaren Schäden. Wie wir am Morgen aus den News entnehmen konnten, handelte es ich um ein mittelstarkes Seebeben in 18km Tiefe und der Stärke 5.4. Einen Tsunami gab es nicht.

Aber auch dieses Erlebnis hat sein Gutes (wie alles was uns geschieht). Ich habe etwas über die Geschichte Portugals gelernt: siehe Wikipedia Artikel.

Salinas de Rio Maior

Die Saline liegt ca. 3 km nördlich von Rio Maior in der gleichnamigen Gemeinde und dem gleichnamigen Kreis Rio Maior ungefähr 25 km nordwestlich der Distrikthauptstadt Santarém. Von unserer Wohnung aus sind es ca. 45 Minuten zu fahren. Vorab haben wir in Aceite de Fonta da Bica Olivenöl und weitere Produkte aus Olivenöl degustiert und frisch vom Produzenten gekauft.

Nur ein Kilometer neben dem Olivengut lieg die Saline. Um den Solebrunnen verteilen sich die etwa 470 rechteckigen und trapezförmigen Solebecken der Saline. 70 größere Becken dienen als Reservoir für die geförderte Sohle, bevor sie auf die rund 400 kleineren Becken verteilt wird.

Die Becken haben eine durchschnittliche Größe von 7 × 5 m und sind aus Stein oder neuerdings auch Zement gefertigt. In der Mitte der Becken befindet sich eine Vertiefung, in der sich Verunreinigungen der Sohle während des Verdunstungsprozesses ablagern können. Ergänzt werden die Becken durch ein ca. 1,5 m tiefes Becken am Rand, das als Reservoir für die Sole dient.

Ursprünglich waren die Becken durch mit Holzbrettern eingefasste Stege – Kakerlaken (portugiesisch baratas) genannt – voneinander getrennt, heute finden auch Ziegel und Steine Verwendung. In einer Ecke des Beckens findet man häufiger eine rechteckige, hölzerne Plattform, die auf vier Holzpfosten ruht. Diese kleinen Plattformen dienen der Bleiche und der Trocknung des Salzes, das aus einem oder mehreren angrenzenden Becken gewonnen wurde, bevor es in die Lagerhallen des angrenzenden Dorfes verbracht wird

Nebst verschiedenen Salzprodukten kann man hier auch Handwerkskunst erstehen und in einem der vielen kleinen Restaurants einen leckeren Fisch geniessen.

Hier habe ich Euch ein kurzes Youtube-Video verlinkt:

Von der Ferienwohnung zu unserem Heim

Die Wohnung, die wir gekauft hatten war zwar möbliert und eigentlich war alles vorhanden. Aber die Einrichtung war typisch für Ferienwohnungen, viel Billiges und «Schnörkel-Design». Das ist nicht unsere Welt und nicht die Wohnung, in der wir uns wohlfühlen. Deshalb haben wir praktisch alles dem örtlichen Brokenhaus verschenkt und Kerstin hat die ganze Wohnung gründlich geputzt.

Die ersten Wochen galten deshalb dem Entsorgen, neue Möbel, Rollos, Pfannen etc. zu suchen, kaufen und meist auch selber aufzustellen. Nach gut drei Wochen sieht es nun fast so aus wie wir es gerne hätten. Wir haben noch weitere Pläne (neue Küche, neue Bäder, neuer Boden, neuer Anstrich), diese werden wir evtl. im Winter machen lassen, wenn wir nicht hier sind. Aber zumindest können wir uns nun entspannt auf die Terrasse oder ins Wohnzimmer setzen und uns mit Blick auf den Atlantik nicht sattsehen.

Unser neues Zuhause liegt direkt am Meer und wir lieben es am Strand spazieren zu gehen oder von der Wohnung aus auf das Meer zu gucken; egal ob bei Tag oder bei Sonnenuntergang.

…und auf einer solchen Terrasse schmeckt das Essen doppelt so gut…

Hier noch ein paar Bilder von der Wohnung, wie sie jetzt aussieht.

Brot und Spiele – Mittelalter Markt in Obidos

Óbidos ist eine Kleinstadt in der portugiesischen Unterregion Oeste der Region Centro, die zur historischen Provinz Estremadura gehört. Der Ort ist für seine erhalten gebliebene, vollständig begehbare Stadtmauer berühmt. Die Gassen sind blumengeschmückten und geben dem Ort einen besonderen Flair. Ende Juli findet jeweils der Mittelaltermarkt statt, der zu den bekanntesten und ältesten seiner Art im Land gehört. Das liessen wir uns natürlich nicht entgehen, denn wir wohnen nur gerade 20 Minuten entfernt. Die Stimmung ist wundervoll, egal ob am Nachmittag oder Abend. Nebst vielen verschiedenen Ständen mit Köstlichkeiten und Handarbeiten gibt es Musik- und Theateraufführungen. So wie es halt im Mittelalter üblich war: Brot und Spiele.

Unsere zwei neuen (Golf-) Heimplätze

Nach mehreren Golfmitgliedschaften in der Schweiz (Otelfingen, Oberkirch, St. Apollinaire, Wylihof und Obere Alp sowie bei Migros und ASGI) haben wir nun in Portugal zwei neue Heimclubs gefunden (Praia d’el Rey und Westcliff Golf). Vergünstig können wir auch noch auf den Plätzen Royal Obidos und Bom Successo, die ebenfalls nur 5 Minuten von unserer Wohnung weg sind spielen.

Praia d’el Rey und Westcliff sowie Royal Obidos gehören zu den Top-Plätzen in Europa. Wir erachten es jedes mal als Privileg, wenn wir auf «unseren» Plätzen Golf spielen dürfen. Auch ist das Clubleben sehr aktiv, mit über 16 Turnieren pro Monat. So fällt es uns leicht, neue Bekanntschaften zu schliessen und uns ein Netzwerk in unserer neuen Heimat aufzubauen.

Diese Youtube-Clips geben Euch einen Eindruck über unsere wunderschönen Golfplätze. Vielleicht animiert es ja den einen oder anderen Golfer dazu, uns mal zu besuchen und mit uns ein paar schöne Runden Golf zu geniessen. Aber auch Nichtgolfer heissen wir herzlich willkommen. Es gibt auch in der Umgebung viel zu sehen. Beiträge dazu folgen.

Mein Lieblingsplatz ist der Westcliff. Atemberaubende Blicke aufs Meer lassen mich missglückte Schläge locker wegstecken.

…und Praia d’el Rey ist der Schwesterplatz vom Westcliff. Vor allem die Backnine, welche am Atlantik entlang führen sind wunderschön.

..und auf dem Royal Obidos finden regelmässig Profiturniere statt.

Vom Layout her ist auch der Bom Successo ein sehr schöne Golfplatz, leider gibt es hier aber ein paar «Bauruinen».

Von unserem Wohnzimmer und unserer Terrasse blicken wir auf das 15. Green des Praia d’el Rey Course. Hier sind es keine 5 Minuten zu Fuss auf den Golfplatz.

Kleine Seerundfahrt auf dem Zürichsee

Noch einmal haben wir unser SBB GA genutzt und haben auf dem Zürichsee bei schönstem Wetter eine kleine Seerundfahrt (1.5h) gemacht. Es war einfach herrlich bei fast 30°C die leichte Seebrise zu spüren. Das war unser letzter Ausflug in diesem Jahr in der Schweiz mit dem SBB GA, es war eine tolle Zeit und wir würden es immer wieder machen.

Auf dem Bürkliplatz warten wir auf das Schiff.

Zürich sieht vom Wasser aus besonders schön aus.

Im gelben Haus in Küsnacht wohnte Tina Turner. Ein wunderbarer Blick auf den See. Aber Kerstin träumt schon von unserer Wohnung in Praia d’el Rey mit Sicht aufs Meer.

Creux du Van

An der Grenze der Kantone Neuenburg und Waadt liegt der «Creux du Van», eine natürliche Felsenarena gewaltigen Ausmasses. 160 Meter hohe, senkrechte Felswände umschliessen einen vier Kilometer langen und über einen Kilometer breiten Talkessel. Zuerst die Gletscher, danach die Bäche haben die atemberaubende Felsformation aus den Kalkablagerungen eines urzeitlichen Meers vor rund 200 Millionen Jahren verursacht. So bieten die steil abfallenden Felsenwände auch einen guten Einblick in die Geologie und Jurafaltung.

Hier wollte ich schon lange mal hin und dank unserem SBB GA haben wir entschlossen, an diesem sonnigen Sonntag in den Neuenburger Jura zu fahren. Zuerst ging es vom Bahnhof Noiraigue zu Fuss zwei Stunden steil durch den Wald hoch. Die Wurzeln und Steine waren wegen dem wochenlangen Regen noch sehr rutschig und der Aufstieg forderte alles von uns ab. Aber es hat sich gelohnt, der Ausblick war grandios und das Fondue im Alpbeizli köstlich.

Zu Fuss und dann per Anhalter fuhren wir nach Motiers NE, wo wir unseren Zug nach Hause genommen haben. Glücklich und müde blicken wir wieder auf einen wundervollen Ausflug und einen Ort der Schweiz, den wir bisher noch nicht kannten.

Fourtyseven – Im Kosmos völlig losgelöst

Der hiesige Sommer existiert ja kaum. Auch heute wieder kühle 11° Grad und bedeckt. Das ideale Wetter das Thermalbad Fourtyseven in Baden zu besuchen. Im Kosmos schwebt man, taucht ein und treibt davon. Mit Sound-Design von Boris Blank, musikalischer Kopf des Schweizer-Duos «Yello». Völlig losgelöst verliert ist man schwerelos und verliert den Bezug zu Raum und Zeit – einfach herrlich.

Die Architektur stammt vom Schweizer Architekten Mario Botta. Wir können das Fourtyseven in Baden jedem empfehlen.

WOW

Das WOW Museum in Zürich ist ein lebendiger und dynamischer Raum, der Kunst, Wissenschaft und Technologie miteinander verbindet, um einzigartige und immersive Erlebnisse zu schaffen. Vielleicht die Schnittstelle von CERN und Tinguely Musuem. Illusionen sind faszinierende Phänomene, die die Grenzen unserer Wahrnehmung herausfordern. Auf jeden Fall bin ich hier nicht an meine Grenzen gestossen und habe die Hoffnung ein vollkommener I… zu sein doch nicht aufgegeben.

Lese die Farbe die gezeigt ist und nicht jene die beschrieben ist…

..je nach Blickwinkel besteht der Stuhl aus zwei Teilen oder ist zusammengesteckt

Ich bin wahrscheinlich zu blöd…

Mein Traumberuf war einmal Astro-Physiker. Einstein, Nikola Tesla und Isac Newton finde ich beeindruckende Persönlichkeiten und ich «konsumiere» auf Youtube deren Theorien und Erfindungen. In Genf steht der weltgrösste Teilchenbeschleuniger und wir wohnen so nah. Deshalb haben wir unser SBB GA genutzt und sind nach Meyrin gefahren, um das CERN zu besichtigen. Der Eintritt ist frei und das Lab/Museum ist interaktiv gestaltet. Auch hat es eine Filmvorführung und geführte Touren sind ebenfalls buchbar. Aber leider bin ich wahrscheinlich zu blöd… Ich habe fast nichts verstanden, was erklärt wurde, noch weniger als wenn unser Security Officer bei HINT AG über Netzwerk, Cyber-Abwehr etc. spricht. Ich bleibe also doch besser bei Börse und Golf.

Auf dem Rückweg haben wir in Lausanne noch einen Stop eingelegt und die köstlichen Tartar bei Tartare & Co. genossen. Es gibt x-verschiedene Varianten und wir lieben dieses Restaurant. Beim Essen und Trinken taugen wir eindeutig mehr als bei der Physik.

Mit dem SBB GA unterwegs

Unsere Umzugsboxen sind gepackt und wir warten, bis das Transportunternehmen den Abholtermin bekannt gibt. Das sollte so um den 24. Juni 2024 sein. Bis dahin haben wir noch viel Zeit um die Schweiz zu erkunden. Wir haben uns wieder einmal ein Schnupper-GA gekauft. Am ersten Gültigkeitstag (01.06.2024) sind wir dem Regenwetter im Norden entflohen und via Olten-Brig nach Domodossola gefahren. Nach einer pizzamässigen Stärkung fuhren wir mit der Centovalli-Bahn nach Locarno. Dort bekam Kerstin endlich wieder einmal das leckerste Eis der Welt (Mon Cherie) und ich selbstverständlich Schokoladeneis mit Zitrone. Die warme Frühlingssonne genossen wir in vollen Zügen, bevor es dann von Locarno durch den Gotthard zurück in den herbstlichen Norden ging. Ein schöner Ausflug. Wohin uns die Wetterkapriolen des diesigen Frühling wohl das nächste mal bringen?

Pizza in Domodossola und Eis in Locarno. Aber mindestens so wichtig: SONNE und warme Temperaturen; eigentlich normales Frühlingswetter

Schweizerischer geht es nicht mehr

Am ersten Sonntag vom Mai findet jedes Jahr in Glarus die Landsgemeinde statt. Meine Mutter kommt aus dem Kanton Glarus und so haben wir noch Verwandte dort. Gerne wollte ich bevor wir die Schweiz in Richtung Süden verlassen diese langjährige Tradition nochmals erleben. Bei durchzogenem Wetter haben wir in der Kantonshauptstadt den Einmarsch der Regierung mitverfolgt. Im 2024 waren Bundesrat Jans sowie die Regierung des Fürstentums Liechtenstein als Gäste dabei. Eindrücklich ist es schon zu sehen, wie direkte Demokratie pur funktioniert. Inklusive «Schwören auf die Verfassung» und das Abstimmen mit erhobener Stimmkarte. Wir als nicht Stimmberechtigte hatten aber keinen Zutritt zum Ring.

..und nach dem offiziellen Teil genossen wir das traditionelle Landsgemeindeessen (Kalberwürste an Zwiebelsauce mit Kartoffelstock und Zwetschgenkompott) bei meiner Gotte. Es war einfach köstlich….

Aus Plan B wird Plan A

Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht. So haben wir innerhalb weniger Tage nach der Absage für das Wohnmobil unsere Traumwohnung in Portugal gefunden. Es ist eine Attikawohnung mit Sicht auf den Atlantik (Abendsonne) und den Golfplatz Praia d’el Rey. Einzug wird der 1. Juli 2024 sein. Los geht’s einen Nachmieter für unsere Wohnung in Wettingen zu finden, unser Hab-und-Gut einzupacken und nach Portugal zu ziehen.

Wir freuen uns auf unser neues Zuhause mit Blick auf den Atlantik und auf viele schöne Golfrunden auf dem Westcliff, Praia d’el Rey und Royal Obidos.

Unser Plan ist gestorben…

Unser Plan war es, uns ein Reisemobil bauen zu lassen, in 1 bis 2 Jahren unsere Wohnung aufzugeben und ins Reisemobil zu ziehen. Damit wollten wir quer durch Europa reisen, von Spanien bis zum Nordkap und von Portugal bis nach Ungarn. Dabei hätten wir die über 1400 Golfplätze von Golfandmore gespielt. Anfang April waren wir diesbezüglich in der Nähe von Stuttgart bei einem Fahrzeugbauer, der uns unser Reisemobil genau nach unseren Wünschen gebaut hätte.

Um unser Reisemobil, ein Iveco Daily 7.5 t, fahren zu können, benötigt man den Führerschein Kat. C1. Seit Wochen bin ich daran, die Theorie für dafür zu lernen und sobald der Lehrnfahrausweis kommt, nähme ich Fahrstunden. Bis zum Juli ist dann alles unter Dach und Fach – dachte ich. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Bei der ärztlichen Untersuchung, die für den Lehrnfahrausweis C1 notwendig ist, stellte sich heraus, dass die Sehstärke meines rechten Auges für C1 ungenügend ist. Innerhalb einer Minute ist unser Plan «Leben und Reisen im Wohnmobil» gestorben. Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht einen Plan B hätten. Einen kurzen Moment war ich enttäuscht, aber schon auf dem Weg vom Arzt nach Hause dachte ich mir, dass dies sicher für etwas gut sein wird. Zu Hause erklärte ich, dass wir unseren Plan B nun zu Plan A machen.

Chitzen Itza

Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Ihre Ruinen stammen aus der späten Maya-Zeit. Mit einer Fläche von 1547 Hektar ist Chichén Itzá einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund eingenommen, aus denen eine grosse, weitestgehend erhaltene Stufenpyramide herausragt. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht.

Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert muss diese Stadt eine überregional bedeutende Rolle gespielt haben. Wie diese genau aussah, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden. Einzigartig ist, wie in Chichén Itzá verschiedene Architekturstile nebeneinander auftreten. Neben Bauten in einem modifizierten Puuc-Stil gibt es Bauformen, die toltekische Züge aufweisen. Dies hat man früher oft auf einen direkten Einfluss von Auswanderern aus Zentralmexiko beziehungsweise von Eroberern aus Tula zurückgeführt. Heute geht man eher von diffusionistischen Modellen aus und nimmt eine weitgehende Gleichzeitigkeit verschiedener Stilformen in den Monumentalbauten an.

Dies ist unsere letzte Maya-Stätte unserer Rundreise. Von hier aus geht es noch für eine Nacht nach Puerto Morelos an der Karabik, bevor wir am Samstag, 30. März 2024 mit der Edelweiss in die Schweiz zurückkehren.

Cenote Ik Kil das riesige Naturwunder von Yucatan

Die Cenote Ik Kil dieses imposante Meisterwerk von Mutter Natur liegt nur 3 Kilometer von der archäologischen Zone Chichén Itzá entfernt, umgeben von einem wunderschönen Park der von exotischen Pflanzen und Bäumen umgeben ist. Das glasklare Gewässer liegt in 27 Metern Tiefe und ist nur über eine Treppe zu erreichen, unter dem Wasserspiegel geht es noch einmal rund 40 Meter in die Tiefe. Der auch als heilige blaue Cenote bekannte See zählt wegen seiner atemberaubenden Kulisse zu den bekanntesten Cenoten in Mexiko. Das Wasser im Ik-Kil hat angenehme 22 Grad und eine Schwimmrunde unter den knapp 20m hoch aufstrebenden Steilwänden ist ein unvergessliches Erlebnis.

Celustun – abseits der Touristenpfade

Celestún ist ein Fischerdorf im Norden der mexikanischen Halbinsel Yucatán am Golf von Mexiko 90 km westlich der alten Sisal-Stadt Mérida. Celestún liegt im extremen Westen des Bundesstaates Yucatán, hat ca. 6800 Einwohner und ist Verwaltungssitz des Municipio Celestún.

Sein Name wird häufig synonym für das angrenzende Biosphärenreservat Reserva de la biosfera Ría Celestún, ein artenreiches Naturschutzgebiet aus Ria-, Lagunen- und Mangroven-Landschaft, verwendet. Das Biosphärenreservat ist bekannt für seine hohe Flora- und Faunadiversität. In der Flussmündung Estero lebt die, neben dem Vorkommen in Ría Lagartos, einzige Kolonie von Kubaflamingos in Mesoamerika. Das Mangrovengebiet von Celestún wurde 2004 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt.

In Celestun haben wir eine Bootsfahrt zu den Flamingos und in die Mangroven gebucht. Leider haben wir nur noch 3 Flamingos gesehen; im Dezember und Januar sind tausende hier und auch die Krokodile in den Mangroven haben sich vor uns versteckt. Am Meer liegend lesen wir oder beobachten die Pelikane, wie sie sich ins Wasser stürzen, um die leckeren Fische zu fangen. Die Fische sind wirklich sehr lecker, das können wir bezeugen. Mehr gibt es in Celestun aber auch nicht zu sehen. Es ist ein noch sehr ursprüngliches, mexikanisches Fischerdorf. Kreditkarten werden kaum akzeptiert oder das Internet funktioniert gerade mal nicht. Hier hatten wir in unserem Haus am Meer mal Zeit, uns von unseren «Reisestrapazen» und unserem «hektischen Leben» zu entschleunigen. Der regelmässige Leser unserer Reiseberichte erkennt hier die Ironie und bedauert uns.

Uxmal

Uxmal bezeichnet die Ruinen einer ehemals grossen und kulturell bedeutenden Stadt der Maya in Mexiko. Der Name Uxmal kommt möglicherweise von „ox-mal“, was in der yukatekischen Mayasprache „dreimal“ bedeutet. Die Ruinenstadt liegt in der leicht welligen Karstlandschaft Puuc (mayathan pu’uk) auf der Halbinsel Yucatán im gleichnamigen mexikanischen Bundesstaat, etwa 80 Kilometer südlich von Mérida.

Die Stadt erlebte ihre Hochblüte am Ende des Späten Klassikums im 9. und frühen 10. Jahrhundert n. Chr., wurde aber bereits ein bis zwei Jahrhunderte später völlig verlassen. Die Bauten werden von der „Pyramide des Zauberers“ (= „Piramide del Mago“) überragt, die wie die meisten Gebäude in Uxmal während der Besiedlung der Stadt immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Mächtigstes einzelnes Gebäude ist der auf einer hohen Plattform gelegene sogenannte Gouverneurspalast.

Nach dem Besuch von Uxmal wollten wir noch eine Höhle besuchen und in Ticul übernachten. Die Höhlen in Yucatan sind jedoch seit der Pandemie geschlossen – wer weiss warum – und die Unterkunft in Ticul war alles andere als einladend. So beschlossen wir unsere Pläne zu ändern, was wir ja hervorragend können, und schon eine Nacht früher nach Celestum zu fahren. Dafür werden wir noch eine Nacht in Chitzen Itza einlegen, um mehr Zeit für alles zu haben.

Zwischenstop in Campeche

Auf unserer Reise von Palenque nach Uxmal machten wir in Campeche (nach 5 1/2 Stunden Autofahrt) einen Zwischenstop und übernachteten im wunderschönen Hotel Plaza Colonial. Auch wenn 5 1/2 Stunden Fahrt oder gut 350 Kilometer eigentlich nichts für uns ist, sind diese Distanzen in Mexiko anders zu beurteilen. Hier ist das Fahren sehr anstrengend und obwohl ich extrem konzentriert fahre und aufpasse, erwischte ich heute wieder zwei Schlaglöcher, die mindestens 20 cm tief sind. Zum Glück hat es dem Auto nichts gemacht und zum Glück ist es nicht unser Wagen.

Die Stadt Campeche, offiziell San Francisco de Campeche, ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Südosten Mexikos. Seit dem Jahr 1999 gehört die Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Hitze von 40°C lässt uns von einem Schatten zum anderen gehen und das Atmen fällt schwer. Von der Hitze sind wir in ein nettes Restaurant geflüchtet. Die 23°C der Klimaanlage waren erfrischend und das Essen extrem köstlich; vor allem meine Tacos mit Crevetten.

Cascadas de Agua Azul

Die Cascadas de Agua Azul (Wasserfälle des blauen Wassers) sind Wasserfälle, die sich 69 Kilometer südwestlich von Palenque an der Strasse nach Ocosingo befinden. Sie werden beidseitig von tropischem Regenwald flankiert. Insgesamt bestehen die Wasserfälle aus über 500 einzelnen Kaskaden, die eine Höhe von zwei bis 30 Metern erreichen. Der hohe Mineraliengehalt des Wassers verleiht der Wasserfallkaskade ein sehr intensives Leuchten, die Farbigkeit wandeln sich von Becken zu Becken. Während der Trockenzeit sind Farben von Azurblau bis hin zu dunklem Smaragdgrün zu sehen. In der Regenzeit sind die Fälle braun.

Palenque

Nach 5 Stunden Fahrt, die sich wie ein Videospiel anfühlte (langsame Lastwagen und PKWs überholen, Schlaglöchern ausweichen, vor den verschieden hohen «Bremsschwellen» die Geschwindigkeit reduzieren, der Polizeisperre erklären aus welchem Land wir kommen und wohin wir wollen), kamen wir Anfang Nachmittag in Palenque an.

Palenque ist eine von Tieflanddschungel umgebene archäologische Fundstätte im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. In der archäologischen Zone von Palenque befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Mayametropole, die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das in der Nähe der Grabungsstätte wohnende Volk der Lacandonen wird als direkter Nachkomme der ehemaligen Bewohner des alten Palenque betrachtet. Der historische Name Palenques lautete vermutlich Lakamha’ (zu deutsch etwa „Grosses Wasser“), während das von der Stadt beherrschte Gebiet mit B’aakal („Knochen“) bezeichnet wurde.

Die Ruinen sind grösser als die bisher besuchten und recht eindrucksvoll. Die zu Fuss besuchbare Fläche ist nur 5% des ganzen Komplexes, der mehrheitlich noch vom Urwald überwuchert ist. Die Hitze und die Luftfeuchtigkeit sind extrem und bei 38°C floss mir der Schweiss nur so herunter.

Tulum kann jeder

Tulum, wo die grossen Touristenmassen hinströmen kann jeder. Heute entdeckten wir eher unbekannte Majastätten. Zuerst fuhren wir nach Kohunlich, eine noch einigermassen gut erschlossene Majastätte, aber mehr als 6 Touristen waren nicht zu sehen. Danach auf abenteuerlicher Fahrt, 14 Kilometer in über 45 Minuten, nach Hormiguero. Hier mussten wir unser Wagen mitten auf der Strasse stehen lassen, da es nur noch zu Fuss weiterging. Bei der Majastätte trafen wir dann eine einsame Seele, der darauf schaute, dass man sich ja registrierte, aber von Touristen war weit und breit nichts zu sehen. Wir hatten die ganze Anlage für uns allein. Am Schluss noch ein kleiner Abstecher gleich bei unserer Unterkunft Casa Kaan, die Ruinen von Xpuhil.

Von Bacalar fuhren wir durch den Yucatan-Urwald. Auf der Seite immer begleitet von der Baustelle des Maja-Train.

Kohunlich

Kohunlich ist ein archäologischer Fundplatz der Maya aus dem präkolumbischen Mesoamerika. Besiedelt wurde die ehemalige Mayastadt ungefähr 200 v. Chr., wobei ein Grossteil der heute noch sichtbaren Gebäudefragamente aus der Frühklassik (ca. 250 bis 600 n. Chr.) stammt. Die Stadt mit einer maximalen vermutlichen Einwohnerzahl von etwa 10.000 ist während des Endklassikum um 1000 n. Chr. verlassen worden.

Hormiguero

Die Maya-Stätte von Hormiguero wurde wahrscheinlich im 9. Jahrhundert verlassen. Sie war nur wenigen Kautschuk-Sammlern bekannt und wurde erstmals 1933 beschrieben. Seit den späten 1970er Jahren wurden erste archäologische Grabungs- und Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt.

Die Zufahrt war zum Teil abenteuerlich, versperrt und am Schluss nicht mehr befahrbar. Deshalb liessen wir das Auto einfach auf der Strasse stehen. Hierher wird sich kein anderer Tourist verirren.

Xpuhil

Xpuhil ist der Name einer präkolumbischen Maya-Ruinenstätte im mexikanischen Bundesstaat Campeche. Die ausgedehnte Ruinenzone von Xpuhil besteht aus einer grossen Anzahl kleiner Gruppen von Gebäuden, die meist mehr oder weniger regelmässig um einen Hof angeordnet sind. Diese Gruppen liegen teils am Westrand des modernen Ortes Xpujil, auf dem Gelände der örtlichen Militärkaserne (nicht zugänglich) und in der unmittelbaren Umgebung des Ortes.

Bacalar

Nach dem Besuch von Tulum fuhren wir auf der Schnellstrasse durch den Dschungel von Yucatan nach Bacalar. Angekommen in dem verschlafenen Örtchen Bacalar hatte ich das Gefühl, direkt an der karibischen Küste zu sein. Doch der Schein trügt, denn die atemberaubende, türkisblau leuchtende Lagune, an der sich das kleine Örtchen Bacalar befindet, liegt gar nicht am Meer, sondern an einem See – der Laguna die Bacalar, die aufgrund ihrer Farben auch den Beinamen « Lagune der sieben Farben » trägt. Das Wasser der Lagune ist herrlich erfrischend und sehr angenehm zum Schwimmen. Danach ein Drink mit Blick aufs Wasser und am Abend ein lauschiges Restaurant, ebenfalls direkt an der Lagune. Das ist Urlaub für uns.

Bereits zu Zeiten der Maya existierte an der Stelle, an der sich heute das Dorf Bacalar befindet, eine kleine Siedlung. Von den Maya stammt im Übrigen auch der Ortsname Bacalar, der so viel wie « umgeben von Schilf » bedeutet.

Tulum

Als erster kultureller Stop auf unserer Yucatan-Rundreise stand heute Tulum auf dem Programm. Ich war vor rund 20 Jahren schon mal hier, aber heute ist alles viel touristischer, teurer und sehr voll. Trotzdem sieht diese Maya-Stätte an der Karibik (es ist die einzige, die am Meer liegt) sehr schön aus.

Tulum (auf Mayathan Tulu’um, „Mauer“ oder „Festung“) liegt im Bundesstaat Quintana Roo, rund 130 Kilometer südlich von Cancún. Die bekanntesten Gebäude sind neben dem sogenannten „Schloss“ der „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, auch „Haus des Halach Huinik“ genannt, der „Tempel des Windes“ und der „Freskentempel“. Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Aus denkmalpflegerischen Gründen sind für Besucher nicht mehr alle Strukturen zugänglich. Ebenso wurde die Stätte zur Beobachtung des Sternenhimmels, insbesondere der Venus errichtet. Der Maya-Kalender wurde an solchen Plätzen erstellt und ständig überprüft. Kleine Fensteröffnungen zeigen noch heute die Ausrichtung und Weiterleitung von Sonnenstrahlen zur Wintersonnenwende. Besiedelt seit ungefähr 1200, war Tulum im 13. und 14. Jahrhundert eine der größeren Städte der Halbinsel Yucatán.

Geduld wird belohnt

In Panama konnten wir bei der Immigration dank unserer Permanent Residence die Schlange für die Einheimischen nehmen, was sehr schnell ging.

Leider war dies in Cancun nicht der Fall und wir warteten mit hundert anderen Touristen. Anfangs war eine Schlange wo man sich anstellen kann gar nicht sichtbar, sondern einfach ein Haufen Menschen, die sich langsamer bewegten als eine Schnecke. Unsere Geduld wurde richtig auf die Probe gestellt. Ganze 1 1/2 Stunden dauerte es, bis wir am Schalter waren. Manchmal klatsche und johlte die Meute, wenn wieder ein Tourist den Einreisestempel erhielt; das machte die Sache aber nicht schneller. Ich denke die Immigration-Beamten machten dadurch eher noch langsamer.

..aber Geduld wird immer belohnt. Nach dem wir unser Gepäck im B&B in Playa del Carmen ablegten, gingen wir zur 5ta Avenue, der Touristenstrasse von PDC. Dort wechselten wir unsere Dollar und ich fragte, wo man hier gute Tacos essen könne. Die nette Dame meinte: «Hier gar nicht». Wir müssten ca. 1 Kilometer weg von der 5ta gehen, dort gingen die Mexikaner essen. Das machten wir auch und wir genossen die typischen Tacos und Quesadillas und dazu ein kühles Bier. Einfach köstlich. Das ist das mexikanische Essen, das ich in Erinnerung habe.

«Bestellen beim Universum» funktioniert

Nach der Rückkehr aus Spanien, haben wir unser Auto ausgeräumt, in den Service gebracht und unser Handgepäck-Rucksack für unsere Mietwagenrundreise durch Yucatan gepackt. Am 19.03.2024 sind wir nach Panama geflogen, von dort geht es dann weiter nach Cancun.

Dieses mal haben wir nur Economie-Plätze gebucht, da die Businiess-Class doch wesentlich teurer ist. Aber schon Tage zuvor hatte ich keine Lust, mich über 10 Stunden in einen engen Sitz zu quetschen. Deshalb habe ich beim Universum ein Upgrade auf Business bestellt. Und siehe da, als wir am Montag das Online Check-In machten, kam die Meldung «Sie wurden für ein Upgrade in die Business Class ausgewählt». Soll mal einer sagen, das Universum liefere nicht. Auf jeden Fall war der Flug wesentlich angenehmer und wir haben gleich mit einem Glass Champagner darauf angestossen.

Wir kommen wieder

Noch 2 Tage und wir sind schon wieder unterwegs Richtung Norden. Unsere dritte Überwinterung in Portugal und/oder Spanien neigt sich dem Ende zu. Die Zeit vergeht viel zu schnell, aber wir kommen nächstes Jahr wieder in den Süden. Wir haben diesen Winter verschiedene Destinationen angeschaut. Ganz gut hat uns das Angebot von PT Golf an der Westalgarve (Quinta do Algarvio) gefallen, aber auch die Spanische Region um La Zenia (Costa Blanca) hat es uns angetan. Könnt Ihr unser Dilemma sehen 😉 ?

Vor unserer Rückreise in die Schweiz geniessen wir nochmals den spanischen «Winter» bei 21°C und Sonne pur am Pool unserer Unterkunft. Richtig Lust zum Einpacken sieht anders aus.

Welcome to the future

Kerstin mag Sushi so sehr; aus diesem Grund gehen wir ab und an Sushi resp. japanisch Essen. Für 14.90 pro Person gibt es hier tagsüber à la Carte «all you can eat». Die Speisen sind sehr lecker. Die Bestellungen werden noch vom Personal aufgenommen, die Lieferung der Speisen an den Tisch und das Abräumen übernimmt dann ein Roboter. Welcome to the future.

Padel macht Spass

10 Minuten von unserer Unterkunft gibt es ein Padel-Center, sogar mit einem Single-Court. Normalerweise spielt man Padel im Zweier-Team gegen ein anderes Zweier-Team, auf dem Single-Court kann man aber auch zu Zweit spielen, was Kerstin und ich ab und zu machen, Am letzten Sonntag haben wir aber an einem Padel-Turnier teilgenommen, welches vom Padel-Center organisiert wurde. Unser erstes Turnier, und es hat Spass gemacht. Zwar kamen wir richtig zum Schwitzen, und nach dem Turnier schmerzten uns die Knie etwas.

In der Spielform Americano spielt man immer mit anderen Partnern, bis im Spiel 24 Punkte erreicht wurden (z.B. 12 zu 12 oder 16 zu 8 etc.). Die gewonnen Punkte werden dann zusammen gezählt. So kann man auch gewinnen, wenn mal ein Spiel verloren ging. Mit 101 Punkten erreichte ich bei meinem ersten Padel-Turnier den Rang 1 (big smile).

Ausflug nach Cartagena und Mar Menor

Anfang Februar sind wir von (Marbella) Costa de Sol nach La Zenia (Costa Blanca) umgezogen. An der Costa Blanca ist es etwas wärmer. Wir hatten in der ersten Hälfte Februar mehrere Tage mit 25°C oder mehr. Ebenfalls sind die Golfplätze günstiger und «gehbar». Wir bevorzugen es auf den Golfplätzen zu Fuss zu gehen anstelle mit Buggy.

Neben Golf (Las Ramblas, Villa Martin, La Finca Golf, Roda Golf, Campoamor, Alicante Golf etc.) haben wir auch Strandspaziergänge und einen Ausflug nach Cartagena und Mar Menor gemacht und wir geniessen fast täglich an der Sonne am Pool zu liegen.

Cartagena liegt im Südosten Spaniens, ihr Seehafen ist einer der bedeutendsten Handelshäfen Spaniens und die größte Marinebasis am Mittelmeer. Die Lagune von Mar Menor ist vom Mittelmeer durch die 22 Kilometer lange und 100 m bis 1.200 m breite Nehrung La Manga (übersetzt: „Der Ärmel“) abgetrennt. Der Salzgehalt beträgt 42–47 g/l. Das Mittelmeer hat im Vergleich dazu eine Konzentration von 36–37 g/l. Die tiefste Stelle liegt bei ungefähr sieben Metern, jedoch sind dies nur kleine Bereiche. Grösstenteils liegt die Tiefe bei ungefähr zwei Metern.

In Cartagena machten wir einen Stadtspaziergang hoch zum Castello. Den Eintritt für das Museum haben wir uns gespart, da wir ja gemäss Hans Hammer «Kulturbanausen» und «geizig» sind. 😉

…und wir fuhren auf der «Lagunenzunge» bis ans Ende. Hier hat man auf beide Seiten beste Sicht aufs Meer. Wir haben uns nur vorgestellt, wenn der Meeresspiegel nur einen Meter steigt, stehen hier viele Häuser bereits im Wasser.

…und zu Hause geniessen wir die Sonne am Pool

Ausflug nach Granada

Heute mussten wir mal wieder mit Wecker aufstehen, denn bereits um 8 Uhr wollten wir nach Granada abfahren. Die Wetterprognose sagte einen sonnigen und warmen (22° C) Tag voraus, was wir jedoch bei der Hinfahrt und um 10 Uhr bei frostigen 3.5°C bezweifelten. Aber wir sollten uns doch irren, denn bereits um 1 Uhr sassen wir in einem Café bei Churro und Kaffee an der Sonne.

Die Stadt Granada wurde im 8. Jahrhundert von den Mauren gegründet und war lange Zeit ein wichtiger Ort in der islamischen Welt. Im 13. Jahrhundert wurde Granada die Hauptstadt des Emirats von Granada, dem letzten muslimischen Reich auf der Iberischen Halbinsel. Die Stadt wurde 1492 von den Katholischen Königen erobert und im Laufe des 16. Jahrhunderts in eine christliche Stadt umgewandelt.

Caminito del Rey

Der Caminito del Rey ist ein Wanderweg in der Nähe von Álora in der Provinz Málaga im Süden Spaniens. Der Weg führt in etwa 100 Meter Höhe entlang steiler Wände durch zwei bis zu 200 Meter tiefe, schmale Schluchten. Ursprünglich war der Weg als Pfad für den Bau, die Versorgung und den Unterhalt für das Flusskraftwerk gebaut (1901 – 1905) worden. Als das Gesamtprojekt fertig war, kam König Alfons XIII. zur Einweihung und überschritt die Brücke über die Garganta del Chorro. Daraufhin erhielt der Weg seinen Namen.
Die Bewohner der Nachbardörfer nutzten fortan den Weg tagtäglich: die Kinder als Schulweg, die Männer zur Arbeitsstätte, die Frauen bei Einkäufen. Nachts war der Caminito beleuchtet.

Der Weg wurde bis Ende der 70er Jahre genutzt. Danach war er lange Zeit gesperrt und verfallen. Erst 2015 wurde er wieder für die Öffentlichkeit freigegeben, nachdem ein «neuer» Weg für die Touristen gebaut wurde.

Der ursprüngliche Weg ist der «untere», ohne Geländer und nur knapp einen Meter breit. Bis zur Fertigstellung des heutigen Touristenweges, galt der Caminito del Rey als der gefährlichste Weg der Welt.

Der Weg ist heute nicht mehr gefährlich, die Helme sollen nur gegen Steinschlag schützen. Die Sicht ins Tobel oder in die Höhe ist jedoch atemberaubend. Ich habe auch festgestellt, dass ich nicht mehr ganz so schwindelfrei bin (Überquerung der Hängebrück), wie als ich noch jünger war.

Rundwanderung von Istàn durch das Tal des Rio Molinos

Das weiße Dorf Istán liegt in 300 Meter Höhe auf einem Hügel über der Einmündung des Río Molinos in den Río Verde. Mit dem Auto ist es von Marbella in einer Viertelstunde zu erreichen und somit ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Einwohner und Touristen. Die Rundwanderung ab Istán durch das Tal des Rio Molinos ist zwar kurz (ca. 4 km), aber nicht gerade leicht. Der Stausee ist, wie fast alle Gewässer in Andalucien, fast ausgetrocknet. Gegenüber den Vorjahren fehlen rund 25% Wasser.

Der Abstieg ist zum Teil sehr steil und voller Geröll; trotzdem bei weitem nicht so anstrengend und schlimm, wie unsere Wanderung durch die Wälder beim Geirangerfjord während unserer Nordkap-Kreuzfahrt.

Nachdem wir durch das ausgetrocknete Flussbett gegangen sind (der Wanderweg wurde weggespühlt), führt der Anstieg auf angenehmen Pfaden durch Wälder. Von hier aus hat man auch eine super Sicht aufs Meer. Hinten rechts sieht man noch den Felsen von Gibraltar, wo wir vor zwei Jahren waren.

Ausflug nach Ronda

Ronda ist eine Stadt in der andalusischen Provinz Málaga. Sie liegt auf einer Höhe von 723 m über Meer in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft. Die Stadt liegt rund 113 km westlich der Provinzhauptstadt Málaga und 50 km nördlich der Costa del Sol. Bekannt ist Ronda vor allem für seine Lage: die maurisch geprägte Altstadt, La Ciudad, liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau. Die Altstadt ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, durch eine knapp 100 m tiefe, vom Río Guadalevín gebildete, Tajo de Ronda genannte Schlucht getrennt. Überspannt wird der Abgrund von drei Brücken: die Puente Árabe („Arabische Brücke“), die Puente Viejo („Alte Brücke“) und die bekannteste, die im 18. Jahrhundert erbaute Puente Nuevo („Neue Brücke“).