Unsere Unterkunft in Castro Marim bis zum 28.02.2022

Von Alcaidesa sind wir am 19.12.2021 nach Castro Marim in Portugal (gleich nach der spanischen Grenze) gefahren. Hier haben wir für 10 Wochen eine Haus gemietet mit Golf inklusive auf 45 Löchern. Das Haus ist ordentlich eingerichtet und verfügt über zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, ein Gäste-WC (wird von Jeanny und Milo genutzt) sowie Wohn-/Esszimmer und Küche. Unsere Dachbox und den Fahrradträger können wir im Aussen-Reduit verstauen.

Leider ist das Wetter seit dem 20.12. regnerisch, so dass wir mehrheitlich zu Hause sind. Trockene Abschnitte nutzen wir um doch etwas Golf zu spielen. Ebenfalls am selben Ort in einem eigenen Haus überwintern unsere Freunde Susann und Hans. Mit ihnen spielen wir ab und zu Golf, geniessen Apéros, machen Gesellschaftsspiele und feiern Weihnachten zusammen. Auch haben wir eine kleine Schachtel mit Weihnachtsdeko mitgenommen und uns eine Kerze gekauft 😉

Rundwanderung zu «La tumba del Capitàn»

Heute (04.12.2021) hatten wir keine Lust zum Golf spielen, trotzdem wollten wir uns ein wenig bewegen. Ganz in der Nähe von Alcaidesa haben wir die Rundwanderung zum Grab des Kapitäns gefunden. Bei schönstem Wetter und 19 Grad (man beachte das Datum!) haben wir die 5.54 km unter die Füsse genommen. In 1 1/4 Std. sind wir über Weiden und durch Dickicht über Stock und Stein gewandert. Obwohl wir beim Golfen länger und weiter gehen, haben wir unsere Beine gespürt; das heisst unsere Kondition hat noch Steigerungspotential. Wir freuen uns schon auf die nächste Wanderung, dann wahrscheinlich in der Umgebung von Castro Marim.

Rundwanderung «La tumba del Capitàn»

Golf Impressionen

Nebst Ausflügen und Erkunden der Umgebung spielen wir auch ab und zu Golf. Im November waren es jedoch nur 8 Runden. Hier ein paar Impressionen. Keine Fotos gibt es vom Estepona Golf. Zwar ein gutes Layout aber ein sterbender Club. Die einzige positive Erinnerung ist die trotz allem aufgestellte Sekretärin im ProShop. Auffällig ist, dass die meisten Golfplätze praktisch betrachtet nur mit Buggy spielbar sind. Es ist hier sehr hügelig und viele Plätze sind sehr weitläufig. Wir finden dies sehr schade, da für uns ein wichtiger Teil des Golfsportes das Gehen ist. Aus diesem Grund ist für uns die Costa de Sol (Golf) nicht das Golferparadies, obwohl es hier über 100 Plätze gibt.

Milo hat zwei Verehrerinnen

In unserer Nachbarswohnung leben zwei Katzen. Heute haben die zwei auf unsere Terrasse geschielt und den grossen Milo entdeckt. Sie waren von seinem Auftreten hin und weg. Wenn ich die zwei Katzen betrachte verstehe ich, wenn Leute, die Milo sehen sagen, dass er wirklich gross ist. Für uns, die wir unsere zwei Lieben jeden Tag um uns haben, fällt deren Grösse gar nicht mehr auf.

Ausflug nach Màlaga

Zufälle gibt es ja bekanntlich nicht. Trotzdem kam das Treffen in Màlaga mit Sandra unerwartet. Wir waren vor über 30 Jahren zusammen im KV, hatten aber seither keinen Kontakt mehr. Sandra gratulierte mir dieses Jahr auf FB zu meinem Geburtstag und nur weil ich mich bedankte und Grüsse aus Spanien sendete kamen wir ins Gespräch, da Sandra seit 30 Jahren in Màlaga lebt und diese Stadt auf unserer Reiseroute liegt.

So kam es also, dass wir uns gestern in Màlaga trafen. Sandra zeigte uns «ihre» Stadt und zum Schluss trafen wir noch ihren Mann Alberto (ein waschechter Malageño und ein super Typ). Es war ein wunderbarer und interessanter Tag. Wir haben uns sofort in diese sensationelle Stadt verliebt und kommen bestimmt wieder. Vielleicht ist es ja sogar möglich, dass wir Sandra und Alberto nochmals treffen, bevor wir am 19.12.2021 nach Castro Marim fahren. Auf jeden Fall ganz herzlichen Dank liebe Sandra, es war einfach schön mit Dir / Euch gestern!

Màlaga – Stadt der Museen, dort wo die Kunst wohnt

…und nun noch ein paar Impressionen von unserem Stadtrundgang

Mit dem Fahrrad die Umgebung erkunden

Noch vor meiner Erkältung haben wir mit unseren zwei Fahrrädern die Umgebung unserer aktuellen Wohnung erkundet. Alcaidesa ist der Teil von San Roque, der die zwei Golfplätze und sehr viele Wohnungen und Häuser beinhaltet. Hier hat es nicht nur Ferienwohnungen noch wohnen nur Golfer hier, nein hier wohnen viele Spanier oder Gibralteser, die in der Umgebung und in Gibraltar arbeiten. Zu Alcaidesa gehört auch ein Zentrum mit Apotheke, Supermarkt, kleiner Polizeistation, vielen Restaurants und Bars sowie ein Beachclub. All dies wollten wir uns ansehen. Wie Ihr von den Fotos von unserer Terrasse aus bereits gesehen habt, liegt unsere Wohnung etwas erhöht und man sieht sehr schön auf das Meer hinunter. So waren wir auch froh, dass wir eBikes haben, denn auch mit Elektromotorenhilfe waren wir über 1 1/2 Stunden unterwegs um nur den Teil um das Zentrum und den Strand abzufahren.

…sniff…

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs. Bitte entschuldigt, dass es in den letzten paar Tagen ruhig war. Ich hatte eine Erkältung und musste mich etwas schonen. Nein es war kein Corona, ich habe zweimal den Schnelltest gemacht, beide negativ. Ja es gibt auch in dieser Zeit noch die Erkältung. Sie kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage – so war es auch bei mir. Aber ich gebe mir Mühe, nun wieder regelmässiger etwas zu berichten und Fotos hochzuladen. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen gute Gesundheit und danke für Eure Geduld 🙂

Von Vinaròs nach Andalusien – Teil 2 Alcaidesa

Nach einer einstündigen Fahrt haben wir das Golf Resort The Links Alcaidesa erreicht. Alex, der Besitzer der gemieteten Wohnung, hat uns persönlich empfangen. Bereits bei der Einfahrt in die Tiefgarage die ersten zwei Highlihts: 1. Die Garage ist genügend hoch, so dass wir mit unserer Dachbox reinfahren können und es stehen uns zwei Parkplätze zur Verfügung; ideal für das Auto und die zwei Fahrräder und die Lagerung der Dachbox.

Auch die Wohnung ist super; hell und einmaliger Ausblick auf den Felsen von Gibraltar. Alex ist ein super Gastgeber. Wir hatten nur zwei Messer und zwei Löffel, der Toster funktionierte nicht richtig. Am nächsten Tag lagen ein Besteckset, 6 Weingläser, ein neuer Toster und ein neuer Staubsauger in der Wohnung. Wenn uns auch noch die Gegend gefällt werden wir sicher wieder einmal hier Station machen. Einziger Wehrmutstropfen ist das Telefonkabel, welches etwas die Aussicht trübt. Trotzdem geniessen wir die Sonne von Morgen früh bis abends um 18.45h.

Von Vinaròs nach Andalusien – Teil 1 Mijas

Am 29. Oktober 2021 fuhren wir vom Panoramica Golf, unserer ersten Destination, rund 840 km in Richtung Süden. Unsere zwei Liebsten schliefen die ganzen 7 1/2 Stunden ohne nur einmal zu Miauen. Es sind wirklich zwei sehr pflegeleichte Katzen.

In der Unterkunft in Mijas wollten wir 7 Wochen bis zum 19.12.2021 bleiben. Ja genau, wollten, denn erstens kommt es anders und zweitens als man glaubt. Nach unserer Ankunft haben wir von Lea den Schlüssel für die Wohnung im zweiten Obergeschoss erhalten. Küche, Bad und Schlafzimmer sahen gut aus, so dass wir innert einer Stunde unser Auto ausräumten und alles in den zweiten Stock trugen. Eine schweisstreibende Arbeit. Wir haben dann sofort entschieden, dass wir zukünftig darauf achten sollten, ob die Unterkunft einen Aufzug hat.

Milo gefiel die Wohnung auf Anhieb und er fand verschiedenste Plätzchen um sich wohl zu fühlen. Jeanny brauchte etwas länger und beobachtete zuerst alles von ihrem Versteck aus. Milo fand es toll, dass er im Schlafzimmer zum Fenster raus und bei der Terrassentür wieder rein konnte. Diesen Rundlauf vollzog er die halbe Nacht.

Während Milo Spass hatte, wollten wir unsere Koffer auspacken und alles einräumen. Die Frage war nur wo. Die Schränke waren voll mit eckligem Zeug und die Schubladen liessen sich nicht öffnen. Also setzten wir uns zuerst einmal aufs Sofa und bemerkten dann die schwarzen Punkte auf dem Boden. Wir nahmen den Sofaüberzug weg und machten einen Satz zurück.

In dieser Wohnung wollten wir unmöglich bleiben. Leider konnten wir uns mit dem Besitzer und auch mit Airbnb nicht einigen, so dass eine Stornierung nicht möglich war. Egal, diese 1’100 Euro konnten wir abschreiben, aber wir wollten für die nächsten 7 Wochen eine Unterkunft, in der wir uns wohl fühlen können. Eine solche fanden wir in Alcaidesa auf dem Golfplatz und wir konnten am Samstag, 30.10.2021 einziehen. Hoffentlich halten die Fotos auf Airbnb das, was wir erhoffen. Einen weiteren Reinfall wollen wir nicht. Liebe Leserinnen und Leser, ob die Unterkunft in Alcaidesa unsern Ansprüchen genügt erfahrt Ihr nächste Woche in Teil 2.

53 2 40’000 zwischen Geschichte und Moderne

Meinen 53. Geburtstag verbrachten wir in Valencia. 2 Tolle Tage zwischen Geschichte und Moderne. Wie bei jeder Stadtbesichtigung ist man lange zu Fuss unterwegs. An diesen zwei Tagen machten wir mehr als 40’000 Schritte. Am Abend des ersten Tages fielen wir müde in ein bequemes Bett. Das Hotel You & Co. Botanico liegt nur 5 Minuten zu Fuss vom Mercat Central in der historischen Altstadt. Hier gibt es auch viele nette Tapas-Bars und Restaurants. Zu Fuss kann man dann in ca. 20 Minuten durch den Jardín del Turia (ehemaliger Fluss, der umgeleitet wurde und nun als grüne Lunge der Stadt fungiert) zur Neustadt Ciudad de las Artes y las Ciencias mit architektonisch spannenden Gebäuden gehen. Dort liegt auch das Oceanografic, dem grössten Aquarium von Europa.

Valencia ist die drittgrösste Stadt Spaniens und hat uns nicht nur wegen seiner tollen Architektur, dem angenehmen Klima, den freundlichen Menschen und dem sehr feinen Essen beindruckt. Valencia ist auch eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Fast überall gibt es abgetrennte Radwege und mit dem Fahrrad kommt man überall schnell hin. Auf jeden Fall sind wir von Valencia begeistert. und wir werden ganz sicher wieder nach Valencia kommen, das nächste mal aber mind. 2 Monate. Dann können wir wie die Einheimischen die Stadt per Rad erkunden.

Ausflug nach Peñiscola

Peñíscola liegt rund 20 Minuten südlich von Vianrós. Es zählt rund 7’500 Einwohner. Die Altstadt liegt auf einem imposanten Felsen, der 64 m über dem Meer emporragt und mit dem Festland durch einen Sandstreifen verbunden ist, der früher bei Sturm von den Wellen weggespült wurde, sodass sich die Stadt vorübergehend in eine Insel verwandelte. Das Zentrum der Altstadt bildet eine Festungsburg aus dem 14. Jahrhundert.

Ausflug nach Salou

Am 12./13. Oktober 2022 fuhren wir nach Salou. Dieses Städtchen liegt eine gute Autostunde nördlich von Vinarós. Salou hatten wir schon länger ins Auge gefasst, auch für einen evtl. längeren Aufenthalt. Es gibt dort die Golfanlage «Infinitum» mit 45 Loch. Die zwei Plätze Hills und Lakes wollten wir unbedingt spielen und auch die Stadt kennenlernen. Der Ort ist recht touristisch und daher ab Mitte Oktober praktisch ausgestorben. Zum «Überwintern» scheint das Klima zu kühl, so dass wir einen Langzeitaufenthalt jetzt ausschliessen. Trotzdem haben wir das Golfen auf den zwei Plätzen genossen. Vor allem der Hills-Course ist sehr schön, der Lakes-Course flach und eher langweilige.

Hans komm doch rein…

Am Sonntag sind wir zur Talsperre von Ulldecona gefahren. Das liegt ca. 1/2 Stunde weiter Richtung Landesinnere. Hier war Tiffy mit ihren Eltern jeweils im Sommer baden; d.h. der Vater (Hans) wollte nicht schwimmen gehen, obwohl es doch soooo schön und angenehm war. Hans komm doch rein…. (Insider wissen um was es geht, die anderen schauen sich am besten Loriot an –> Klick auf das Foto).

Talsperre und Stausee von Ulldecona

Panoramica Golf & Country Resort

Der Golfplatz «Panoramica» wurde von Bernhard Langer entworfen. Das Layout ist super schön, die Fairways onduliert und angenehm zu gehen. Ein fairer Platz aber trotzdem nicht einfach….nur die Greens dürften etwas besser gepflegt sein. Jedoch zahlen wir für einen Monat golfen pro Person weniger als 400 Euro. Wir haben bereits in der ersten Woche 5x gespielt, so dass sich ein einzelnes Greenfee am Ende des Monats auf rund 20 Euro zu stehen kommt.

Unsere Wohnung auf dem Panoramica Golf; klein aber …

Auf dem Panoramica Golf haben wir eine 3 1/2 Zimmer Wohnung für den Monat Oktober gemietet. Mit Mietkosten von Euro 754 für den ganzen Monat belaufen sich diese Ausgaben unter unserem Budget. Die Wohnung ist klein aber….zu klein. Wir mussten feststellen, dass wir zukünftig etwas grösser mieten müssen. Vor allem die Küche ist uns resp. Tify zu klein, um täglich zu kochen. Es fehlt an Ablagefläche und Stauraum. Auch nutzen wir ein Zimmer als «Puff-Zimmer», was wir in Zukunft vermeiden möchten. Wir sind gespannt, ob unsere Unterkunft in Mijas und Castro Marim diesbezüglich besser sind.

Was wir aber sehr schätzen ist die Lage der Wohnung direkt am Golfplatz. Wir haben unsere Bags und eTrolleys im Vorgarten und können nur über die Wiese gehen und sind auf dem Fairway No. 9, wo wir sofort losspielen können. Aufwärmen und auf der Driving-Range einspielen machen wir sowieso nicht, deshalb ist dies ideal für uns. Vor allem auch, wenn wir abends nur noch ein paar Löcher spielen wollen.

Endspurt, Reise und Ankommen

In den letzten Tagen gab es noch viel zu tun. Am 24.09.2021 zügelten meine Eltern in unsere ehemalige Wohnung. Bis am 01.10.2021 haben wir dann geholfen, die «neue» Wohnung einzurichten, so dass keine Umzugsschachteln mehr herumstehen. 5 Tage à rund 8-10 Stunden Arbeit. Unsere Boxen haben wir bereits vor dem 24. fertig gepackt. Wie geplant hat alles Platz im Auto, inkl. Golf-Equipment, 2 eBikes und natürlich unsere zwei Katzen.

Am 2. Oktober 2021 um 09.30h geht es nun wirklich los. Die Grosse Freiheit kann beginnen.

Wir fahren über Genf nach Montpellier, wo wir einen Zwischenstopp machen und übernachten. Am Sonntag früh um 06.30h geht es dann weiter nach San Jordi / Vinaròs, dem Ort, an welchem Tify ihre Kindheitsferien verbrachte. Wir freuen uns beide auf unsere erste Station unserer Reise ohne Enddatum.

In unserem neuen Daheim auf dem Golfplatz Panoramica richten wir uns zuerst ein, so dass wir uns bald zu Hause fühlen und «ankommen» können. Erste Bilder und Berichte folgen in Kürze.

Was wir gelernt haben

«Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von deinen Plänen!»
Blaise Pascal (1623-1662), franz. Mathematiker, Physiker und Philosoph

Liebe Leserinnen und Leser unseres Reiseblogs. Wie Ihr schon bei unserer Panama-Reise feststellen konntet verläuft nicht alles nach Plan. Auch musste unsere Hausboot-Tour im Elsass krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden und auch Südafrika haben wir schweren Herzen abgesagt, da uns die ganze Sache mit Corona zu unsicher ist und wir (nicht 3G) nicht auf einmal in Südafrika festsitzen wollen.

Für uns sind diese Planänderungen kein Problem, denn wir haben noch 1000 Ideen und Träume, was wir alles machen wollen. Nur ist es nicht so leicht wie Ihr vielleicht denkt, sich zu entscheiden, wenn einem die ganze Welt offen steht.

Wir hoffen, dass Ihr liebe Leser im Kopf ebenso flexibel seid wie wir es sind. Im Moment noch fix ist Mijas (bei Malaga) ab dem 7. November und wir haben fest vor am 1. Oktober die Schweiz zu verlassen. Wohin es aber konkret geht wissen wir auch noch nicht. Lasst Euch überraschen. Auf unserem Blog erfahrt Ihr es zeitnah. Und vielleicht bringen wir nicht nur Gott zum Lachen sondern auch Euch. Lasst uns Eure Gedanken wissen, wir freuen uns über Eure Kommentare.

Was wir bisher gelernt haben ist, dass wir
1. nicht zu viel und zu lange im voraus planen
2. auf kundenfreundliche Stornobedingungen achten
3. flexibel bleiben

…und dass Gott den Humor liebt. Er hat ihn ja auch erfunden und er freut sich über die Menschen, die ihn zum Lachen bringen.

…coming next

Wir sind wieder gesund und ohne Probleme zurück in der Schweiz.

Als nächstes fahren wir mit unserer Familie für ein paar Tage ins Piemont und wir werden hier in der Schweiz golfen. Die Sonne haben wir ja mitgebracht 😉

Vielen Dank allen Lesern unseres Blogs und wir freuen uns, wenn Ihr vom 28. August bis zum 4. September mit uns an Bord unseres Hausbootes kommt.

1 Pfund Kaffee für über $ 3’500

Boquete selber hat zwar ein sehr angenehmes Klima bei rund 22-24°C das ganze Jahr über, aber sonst ist es eher eine trostlose Stadt. Umso mehr haben wir uns über die Kaffeetour zur Don Pepe Kaffeeplantage im Hochland von Boquete gefreut. Wir erfuhren den ganzen alles von den verschiedenen Kaffeepflanzen, Anbauorten, die Ernte (Januar bis April), dem Waschen, Trocknen bis zur Degustation.

Insgesamt produziert Panama nur gerade 200’000 Säcke Kaffee pro Jahr (ggü. z.B. Brasilien von 40 Mio.). Hier wird v.a. auf Qualität gesetzt. So wird auch der teuerste Kaffee der Welt in Panama, u.a. auf der Plantage von Don Pepe angebaut. Die Sorte heisst Geisha, ist sehr fruchtig und tee-ähnlich, was insbesonders auf dem asiatischen Markt sehr gefragt ist. Ein Pfund dieses Kaffees kann in China oder Japan bis zu $ 3’500 kosten. Auch wir durften diesen Kaffee kosten, aber unserem europäischen Gaumen schmeckte dieser sehr dünne, fruchtige Kaffee nicht besonders.

Auf der Seite Reiseziele «Panama 2021» habe ich ein paar Fotos unserer Kaffeetour hochgeladen.

Auszug aus dem Paradies

Manchmal ist auch das Paradies nicht alles. Uns war es auf jeden Fall zu langweilig. Auch wenn die Umgebung noch so schön ist, nur immer aufs Meer zu gucken, am Pool zu sitzen oder eine Runde zu schwimmen ist nicht tagesfüllend. Nach drei Tagen hatten wir genug und auch das Klima mit immer mind. 30 Grad ist uns mit der Zeit zu heiss.

Kurz entschlossen fahren wir mit Taxi und Bus nach Boquete, einer Kleinstadt (ca. 16’000 Einwohner) und liegt in der Provinz Chiriqui. Dank seiner Lage in rund 1’100 m ü.M. ist hier die Temperatur das ganze Jahr bei rund 23° C. Diese «Kühle» geniessen wir sehr, v.a. nach den doch schwülen Tagen in Panamà City und Santa Catalina.

Nebst vielen kleinen Restaurants hat es auch einen Indio-Markt, wo wir uns für die kühleren Wintertage unserer Reise durch Europa einen Poncho gekauft haben.

Morgen werde ich Euch über unsere «Kaffee-Tour» berichten.

Das Paradies hat einen Namen – Villa Coco

Villa Coco – Cabana Nr. 6

Am Freitag Abend nach gut 7 stündiger Fahrt mit dem Bus von Panama City erreichen wir Santa Catalina. Mitten im tropischen Wald liegt das Hotel Villa Coco. Unser Bungalow hat direkten Blick auf den Pazifik. Das Rauschen der Brandung dringt in unser Schlafzimmer und wir gleiten in einen tiefen erholsamen Schlaf.

Auf unserer Veranda fühle ich mich wie Hemingway. Und wie dieser aussergewöhnliche Schriftsteller sagte «Der erste Entwurf von allem ist Scheisse» so beginne ich die Artikel meines Blogs auch mehrmals. Ich freue mich sehr, dass ich ein paar Follower habe, was mich antreibt, weiter über unsere Reise zu schreiben. Vielen Dank Euch allen für Euer Interesse. PS: Gerne nehme ich Tips für «besseres» Schreiben entgegen.

In den nächsten Tagen werden wir aber das Nichtstun geniessen, das beinhaltet auch das nicht Schreiben, bevor wir dann am Mittwoch wieder zurück nach Panama City fahren.

Der verlorene Tag

Anstelle der Reise nach Santa Catalina, einem beschaulichen Surfer-Spot am Pazifik stehen Behördengänge an. Staatsanwaltschaft um den Verlust meiner Residencia zu melden und auf der Bank muss ich meine verlorene Debitkarte erneuern. Ob das ohne Pass geht (dieser ist ja noch bei der Migration für das Mulit-Entry-Visum). Ja es geht, mit meinem Charme kann ich die Banker davon überzeugen, dass meine Passkopie mit der Apostille doch genauso gut ist. Auch auf der Staatsanwaltschaft geht alles fast unheimlich schnell, 15 Minuten und wir sind mit der Verlustanzeige, dem wichtigen Stempel der Fiscalia wieder auf der Strasse. Leider werde ich am kommenden Donnerstag nochmals frühmorgens auf die Migration gehen müssen. Doch wieder kommt alles anders als gedacht. Am frühen Nachmittag erhalten wir von Uber eine Nachricht, dass der Fahrer nun mein Portemonnaie doch gefunden hat. 

Nun versuche ich den Fahrer via Uber zu kontaktieren, er reagiert jedoch nicht. Nach dem x-ten Versuch fahren wir direkt zur Uber-Zentrale. Die müssen doch die Telefonnummer des Fahrers haben und können ihn kontaktieren. Das können sie, aber der Fahrer ist gerade auf einer Fahrt und ziemlich weit Weg. Bis er dann in der Zentrale ankommt vergeht eine geschätzte Ewigkeit. Aber kurz vor 5 Uhr halte ich mein Portemonnaie mit allem Geld, Bankkarten und Residencia wieder in der Händen. 

Zur Feier gehen wir fein Essen im Santa Rita, einem schicken argentinischen Restaurant…..und morgen soll es dann wirklich nach Santa Catalina ans Meer gehen.

…was für ein Tag

Corona-Vollmontur mit Residencia-Karte von Panama

Um 06.30h werden wir in unserem Hotel abgeholt und fahren zur Migration. Nebst langen Hosen, geschlossenen Schuhen ist Corona Vollmontur Pflicht. Genau um 07.56h halte ich meine Residencia in den Händen. Ein weiterer Schritt in die Grosse Freiheit – dachten wir, aber das sollte jedoch nur ein kurzes Glück sein.

Anfangs Nachmittag installierten wir mit Josefina noch das eBanking, was trotz vorgängiger Bedenken relativ schnell und unkompliziert war. Schon um 15.00h konnten wir einen Uber nehmen um zum Fischmarkt zu fahren. Ein kleines «Hüngerchen» schlich bei uns beiden durch den Magen. Ein frisches Ceviche sollte gerade das Richtige sein. Am Abend wollten wir mit den anderen unsere Residencia feiern.

Zum zahlen Griff zu meiner Geldbörse und – sie war nicht mehr da. Das menschliche Hirn ist manchmal schon etwas eigen, denn ich konnte mind. 5x an dorthin greifen, wo normalerweise mein Portemonnaie ist, und es war doch nie da….. Bankkarte, Kreditkarte und meine neue Residencia weg. Nicht einmal 8 Stunden war ich stolzer Besitzer. Wir gingen nochmals den Weg ab, um zu sehen ob wir was finden. Gleichzeitig die Bankkarte und die Kreditkarte sperren. Leider nichts. Rapport des Verlustes bei Uber. Am Abend noch das Mail von Uber, dass der Fahrer nichts in seinem Auto gefunden hat. Schöne Sch….

Zum gross feiern hatte ich nach diesem Schlamassel nicht mehr wirklich Lust, so trafen wir uns noch zu einem Bier und ein paar Tacos auf unserer Dachterrasse anstelle fein Essen zu gehen.

Für Donnerstag hatten wir geplant nach Santa Catalina ans Meer zu fahren und nach dem ganzen Residencia-Prozedere Strandurlaub zu machen. Diese Pläne waren innert weniger Minuten auf den Kopf gestellt. Am Donnerstag sollte es nun zuerst zur Staatsanwaltschaft gehen, ein verlorenes Dokument ist ja nicht Nichts. Was kommt da noch auf mich zu? Bekomme ich ein Duplikat oder fange ich nochmals von vorne an? Ist dies in der Zeit bis zum Rückflug noch machbar? Können wir dennoch noch ein paar Tage ans Meer? Fragen über Fragen.

..der Donnerstag wird es zeigen.

Ein Tag vor dem grossen Ereignis

Heute Dienstag haben wir «frei». Montag war ja ein Arbeitstag…..Für «Bankgeschäfte» und Unterschriften beim Anwalt benötigten wir einen ganzen halben Tag. In der Schweiz hätten wir wahrscheinlich alles in 1 Stunde erledigt. Was ich in Kolumbien und Mexiko lernte kann ich nun hier brauchen….GEDULD. 

An unserem freien Tag wollten wir das Miraflores Vistor Center besuchen und die grossen Schiffe im Kanal und bei den Schleusen bewundern. Leider ist das Virus überall, auch hier. Das Visitor Center bleibt bis auf Weiteres geschlossen, gleich wie auch das Kanalmuseum. Ein grosses Schiff, welches auf die Einfahrt in den Kanal wartet, konnten wir vom Parkplatz her fotografieren. 

Dafür hat die Kirche «San José» im Casco Viejo (Altstadt) geöffnet, wo wir den goldenen Altar und eine der grössten Krippen besichtigen konnten. Am Abend trafen wir uns mit ein paar neuen Bekannten, welche denselben Prozess machen wie ich in einem Restaurant. Es ist spannend, wie schnell man «Gleichgesinnte» kennenlernt.

Coming next: Am Mittwoch, 7. Juli 2021 werden wir dann um 06.30h im Hotel abgeholt, um auf die Migration zu fahren, die Residencia steht kurz bevor…

Erster Tag in Panama

Heute um 9.25h wurden wir von Viktor vor unserem Hotel Selina Casco Viejo in der Altstadt von Panama City abgeholt. In der Bank Banesco warteten dann Michael und Maria. Mit ihnen zwei erledigten wir zuerst die «Bankangelegenheiten», erhielten unsere Bankkarten und dann ging es zum Anwalt, um diverse Dokumente zu unterzeichnen. Das war es für den ersten Tag schon an «Arbeit». Am kommenden Mittwoch geht es dann zur Migration und dann erhalten wir bereits unsere Cedula.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Maria, Michael und Viktor erkundeten wir die Altstadt von Panama. Es ist jedoch schon recht warm und schwül, so dass wir nach kurzer Zeit zurück ins Hotel gehen um den kühlenden Pool zu geniessen.

Wir wohnen im Selina Casco Viejo, einem hippen Hotel in Mitten der Altstadt. Das Selina verfügt über die coolste Rooftop-Bar von ganz Panama; bei den Reisezielen speichere ich ein paar Fotos vom Hotel und der Rooftop-Bar ab. Wir lernen Reisende aus der ganzen Welt kennen und geniessen bei karibischer Musik, feinen Drinks uns mexikanischen Tacos den Blick auf die «Neustadt» von Panama mit ihrer Skyline.

Die Grosse Freiheit beginnt in Deutschland….aber die Freiheit ist dort nicht wirklich gross.

Am 2. Juli 2021 geht es los. Vom Badischen Bahnhof in Basel fahren wir mit dem ICE nach Düsseldorf und dann von dort nach Hilden. Die Grosse Freiheit setzt sich aus vielen kleinen Freiheiten zusammen. Zum Beispiel mit einem Apéro mit Gemüse-Dips und Prosecco im ICE, einem Nachtessen mit Roland in Hilden, einer 2-stündigen Thai-Massage am Samstag Vormittag oder einem Mittagessen mit Kerstins Familie in der Markthalle auf dem Marktplatz in Hilden. Das Resultat des PCR-Test, den wir am Freitag-Abend machen mussten wurde uns per Mail zugestellt. Beide «Negativ» – was positiv ist, denn in der Medizin ist negativ gleich positiv. In D gibt es aber viel mehr «Blockwarte» als in der Schweiz und wir werden öfters «angemacht», weil wir ohne Maske unterwegs sind. Trotz Maskenattest kann es vorkommen, dass wir gar nicht bedient werden. Wir sind gespannt auf Panama, dort soll es wesentlich liberaler sein. Morgen Sonntag, 4. Juli fliegen wir dann von Frankfurt über Madrid nach Panama City.