11. August 2026
Der Nationalwald Buçaco bei Coimbra ist ein geschütztes Waldgebiet, das im 17. Jahrhundert von Karmelitermönchen angelegt wurde. Ab 1656 pflanzten sie hier seltene Bäume aus aller Welt; heute wachsen im Wald rund 400 einheimische und 300 fremde Baumarten, darunter eine berühmte Kamelien-Sammlung. Zwei päpstliche Bullen (offizielle Erlasse des Papstes) aus dem 17. Jahrhundert drohten sogar mit Exkommunikation, sollte jemand einen der Bäume beschädigen – der Wald sollte um jeden Preis geschützt bleiben.
Mitten im Wald steht das Palácio Hotel do Buçaco, zwischen 1888 und 1905 im üppigen neumanuelinischen Stil erbaut – dessen Türmchen uns eher an Notre-Dame in Paris oder an die Sagrada Família in Barcelona erinnerten. Es entstand als Ziel für die damals aufkommenden Touristen; vor allem britische Reisende auf der Route zwischen Lissabon und Porto machten hier Halt. Zwischen schattigen Waldwegen und Wasserläufen erfreuten wir uns an der kühlen Luft, die die Hitze von 35°C der Region vergessen machte.